Skandinavien 2023: Abstecher ins Landesinnere

Flaggen_Schweden_DänemarkHeute bin etwas von der Küste weggekommen und von Sundsvall nach Östersund gefahren. Die Stadt liegt ungefähr in der Mitte des Ost-West Ausdehnung Schwedens.

Die 200km Fahrt führte mich wieder durch Wälder und an vielen Seen vorbei. Der ganze Tag über schien die Sonne und wenn es windstill war, stiegen die Temperaturen bis auf 21 Grad Celsius.

Unterwegs habe ich mehrere Stopps eingelegt. Meine Mittagspause habe ich auf einem Rastplatz an der Autostrasse verbracht. Der hatte nur wenige Meter von der Strasse weg einen schönen Picknickplatz direkt an einem Fluss. Dort hatte es auch einen Steg in den Fluss hinaus für Angler. Allerdings durfte man nur mit Angelschein dort angeln.

Mein heutiges Hotel ist insofern speziell, als dass es erst kaum zu finden war. Ich musste herumfragen.
Es gibt hier nur eine kleine Eingangstüre neben dem Eingang zu einem Restaurant, die mit einem Code zu öffnen ist. Und es gibt auch keinen Rezeption. Das Zimmerschloss wird auch mit einem Code geöffnet.
Den Code habe ich gestern per SMS und eMail gekriegt.
Gleich gegenüber des Hotels ist ein Parkhaus, das ich mit Google Maps problemlos gefunden habe. Somit hatte ich nur einen kurzen Weg mit meinem Gepäck zum Hotel (nachdem ich es gefunden hatte).
Am Zimmer ist nichts auszusetzen. Ich habe ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung gekriegt (das habe ich ach so gebucht). Somit habe ich genügend Platz. 🙂
Einzig Frühstück gibt es morgen nur bis 09:00. Das heisst dann, etwas früher aufstehen als sonst.

Am Nachmittag habe ich mir dann noch ein bisschen die Fussgängerzone von Östersund angeschaut. Da heute Sonntag ist, sind alle Geschäfte zu und ein paar Restaurants auch. Die Leute sonnten sich in den Strassencafés und am Seeufer.
Am Seeufer ist mir etwas aufgefallen: in dem Park dort habe ich kaum Schwedisch gehört, sondern fast nur Arabisch. Kopftücher, schwarze Haare und dunkle Haut (und arabische Musik) dominierten. Hauptsächlich waren da Familien, aber auch ein grosse Anzahl Halbwüchsiger, die einfach herumlungerten. Scheinbar ist dieser Park der Migranten Treffpunkt von Östersund.

Morgen fahre ich wieder zurück an die Küste nach Hudiksvall und später von dort weiter nach Süden.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Die erste Etappe

Flaggen_Schweden_DänemarkHeute habe ich die erste Etappe meines Roadtrip durch Schweden und Dänemark in Angriff genommen: von in Umeå nach Sundsvall.

Eigentlich wären die knapp 270 km in dreieinhalb Stunden zu bewältigen gewesen.
Ich war aber nicht in Eile (schliesslich bin ich im Urlaub und nicht auf der Flucht) und fand es sowieso nicht so prickelnd, immer Autobahn respektive Autostrasse zu fahren.
Zwar sieht man hier auch auf der Autobahn einiges. Aber man kann nicht spontan anhalten und die Landschaft zieht sehr schnell an mir vorbei.
Dafür bin ich nicht hierher gekommen.

Da den ganzen Tag über strahlendes Frühlingswetter herrschte, bin ich deshalb immer wieder spontan auf eine Landstrasse abgebogen und bin einfach durch die Wälder und Landschaften gefahren, bis mich Google Maps wieder auf die Autostrasse Richtung Süden geführt hatte.
Manchmal folgte ich auch einem Wegweiser zu einer Sehenswürdigkeit.

Und ich besuchte kurz den Nationalpark Skuleskogen für einen Spaziergang im Wald, für den Schweden bekannt ist.
Ich fuhr zum Osteingang des Nationalparks, parkierte dort meinen Wagen und folgte einfach den Wegweisern bis zu einem Aussichtspunkt. Das Wetter war beständig und, wenn man in der Sonne stand, über 20 Grad warm.
Der Nationalpark hat ein grosses Netz von befestigten Wegen und einige Campingplätze. Wanderbegeisterte könnten dort tagelang unterwegs sein, wenn sie eine Campingausrüstung mitbringen würden.

So war ich denn über sechseinhalb Stunden unterwegs, bis ich am Nachmittag in Sundsvall eintraf.
Die ganze Fahrt verlief entspannt, inklusive die Fahrt in die Innenstadt und die Suche nach dem Hotel, nachdem Bauarbeiten den von Google Maps vorgeschlagenen Weg verunmöglichten. Aber da heute Samstag ist, hat sich der Verkehr überall in Grenzen gehalten. Morgen Sonntag ist es vermutlich noch ruhiger. Aber am Montag dürfte dann mehr los sein, insbesondere in den Innenstädten.
Nach meiner Ankunft, dem Zimmerbezug und dem Parkieren des Wagens (dank Wochenende heute und morgen gratis) gign ich noch ein wenig durch das Stadtzentrum, um einige Bilder zu schiessen. 😉 Es war nicht viel los und die meisten Geschäft hatten schon geschlossen.

Da sich mein Mittagessen heute auf ein Sandwich und Mineralwasser auf einem Rastplatz beschränkte, gönnte ich mir heute Abend wieder einmal ein feines Stück Rindshuft, das der Koch hier im Hotel sehr gut zubereitete. 🙂

Morgen fahre ich weiter nach Östersund. Damit bewege ich mich von der Küste weg ein wenig ins Landesinnere, ungefähr in die Mitte von Schweden. Die Strecke ist gut 200 km lang. Ich werde also wieder genügend Zeit für Pausen und Aufnahmen haben.

Ich hoffe, dass das Wetter weiter so bleibt.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Die Reise hat begonnen

Flaggen_Schweden_DänemarkJetz bin ich in Umeå, dem Ausgangspunkt meines Roadtrip durch Schweden und Dänemark.

Hier herrscht Frühlingswetter: strahlender Sonnenschein und ca 15 Grad Celsius.
Die Leute sitzen hier bereits in den Gartenrestaurants und lassen sich die Sonne auf den Kopf scheinen, während sie ein Bier geniessen. 🙂
Und die Besonderheit des Nordens: Die Sonne scheint viel länger als bei uns. Jetzt, während ich das hier schreibe, ist es neun Uhr abends und draussen ist es noch immer taghell. Die Sonne wird wohl in der nächsten halben Stunde untergehen.
Ich bin hier zwar nicht so hoch im Norden wie in Island oder den Lofoten in Norwegen. Dort würde man jetzt bereits die Mitternachtssonne sehen. Aber es bleibt auch hier lange hell und ich bin gespannt, ob es in der Nacht richtig dunkel wird, oder eine gewisse Dämmerung zu sehen ist.

Die Reise hierher verlief im Grunde problemlos, abgesehen einer eineinhalbstündigen Abflugsverspätung in Stockholm.
Aber das hatte für mich keine negativen Auswirkungen. Und dank dem Zugang zur SAS Lounge am Flughafen Arlanda war das Warten sehr erträglich.

Wie sich beim Check-In herausstellte, hatte ich für Businessclass gebucht. Aber bei SAS heisst das nicht so, und der Preis schien mir damals beim buchen nicht so exorbitant hoch. Ich habe mich zwar gewundert, dass ich auf beiden Flügen den Sitz 1A hatte, und in der SAS App wurde in Stockholm ein Lounge Zugang erwähnt. Aber nicht in Zürich.
Aber es stellte sich heraus, dass ich durchaus auch in Zürich in die SWISS Lounge konnte, und bei allen Durchgängen (Security Check und Boarding) vor allem anderen durch konnte. Coole Sache. Für einmal. Aber ich denke nicht, dass ich das jedes Mal bezahlen möchte…
In den Lounges gibt es ein grosses Angebot an Essen und Trinken, gratis. Man kann von allem so viel und so oft nehmen, wie man will. Das Frühstücksbuffet in Zürich konnte es locker mit jedem Hotel aufnehmen.
Ganz zu schweigen von den bequemen Möbel in der Ruhezone.
Daneben gab es überall Strom und LAN, so dass man sehr gut mit dem Laptop arbeiten konnte.
So liess sich wie gesagt auch die Verspätung von eineinhalb Stunden in Stockholm gut abwarten.

Hier in Umeå konnte ich bei Europcar meinen Mietwagen, einen SEAT TARRACO, übernehmen, und in die Stadt zum meinem Hotel fahren. Nach dem Zimmerbezug ging ich erst einmal in die Stadt und suchte ein Restaurant für das Abendessen. Im Harrys sah ich Köttbullar auf der Speisekarte und beschloss, meine Reise mit einem originalen schwedischen Gericht zu beginnen. 😉
Serviert wurden die Fleischbällchen übrigens mit sauren Gurkenscheiben und Preiselbeeren.

Nun habe ich meine Fotoausrüstung einsatzbereit gemacht, und mein Gepäck so organisiert, dass ich nicht immer alles für eine Übernachtung vom Auto ins Zimmer schleppen muss. 😉
Nun schaue ich mir die morgige Etappe nach Sundsvall noch einmal an, und dann mache ich mich morgen auf den Weg.

Ich hoffe unterwegs auf gute Fotosujets und natürlich, dass das Wetter sich eine Weile so hält.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: All packed up and ready to go

Flaggen_Schweden_DänemarkMorgen geht’s los. :-).

Meine Koffer sind gepackt und alles Organisatorische ist geregelt für meine 7-wöchige Reise durch Schweden und Dänemark.

Dank einiger Ferienrestanzen vor meiner Pensionierung kann ich nun für 49 Tage (oder eben 7 Wochen) verreisen. 🙂

Ich fliege morgen von Zürich via Stockholm nach Umeå in Mittel-Schweden.
Dort werde ich ein Mietauto übernehmen und während der folgenden viereinhalb Wochen entlang der schwedischen Küste (mit ein paar Abstecher ins Landesinnere) nach Göteborg fahren. 🙂

Nach einigen Tagen Aufenthalt in Göteborg werde ich mit der Fähre nach Frederikshavn in Dänemark übersetzen. Dort werde ich ein weiteres Auto mieten und während der folgenden zwei Wochen durch Dänemark fahren, bis ich Anfang Juli Kopenhagen erreichen werde.
In Kopenhagen werde ich einige Tage verbringen, einschliesslich meines 60. Geburtstages, bevor ich am 6. Juli wieder zurück in die Schweiz fliegen werde.

Dies ist meine längste Reise, die ich je unternommen habe. Ausserdem ist es der zweite Roadtrip, den ich selber, also ohne Unterstützung durch ein Reisebüro, von A-Z geplant habe.
Ich bin gespannt und freue mich, wieder in den Norden fliegen zu können.

Selbstverständlich habe ich auch dieses Mal meine Fotoausrüstung eingepackt und werde mit einigen Bilder wieder nach Hause kommen, die dann letztendlich hier in einer Galerie zu sehen sein werden. Von unterwegs versuche ich von jeder Etappe ein oder zwei Bilder hochzuladen. Der Rest folgt dann nach der Reise.
Ich hab mir auch vorgenommen, täglich ein oder zwei Bilder auf meine Instagram-Account @travellincam zu posten. Wer mir also dort noch nicht folgt, für den ist es nun höchste Zeit… 😉

Stay tuned.

Stockholm: Ein Tag in der alten Stadt

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Heute habe ich Gamla Stan erkundet. Die Altstadt (Gamla Stan heisst übersetzt Alte Stadt) war über Jahrhunderte das eigentliche Stockholm. Hier finden sich das Kungliga slottet (das königliche Schloss), die beiden grossen Kirchen Storkyrkan (die Grosse Kirche) und Tyska kyrkan (die Deutsche Kirche), das Riksdagshuset (das Reichtagsgebäude) sowie die Kungliga Vetenskapsakademien (die Schwedische Akademie der Wissenschaften), die jährlich die Nobelpreise verleiht.
Ausserdem gibt es rund um das Schloss mehrere Museen. Leider ist das Nobelpreismuseum bei der Akademie zur Zeit wegen der COVID-19 Pandemie geschlossen.

Das Wetter war sehr schön mit Temperaturen bis zu 25 Grad und einem angenehmen, leichten Wind. Es war Sonntag und ich hatte Geburtstag. Mehr als genug Gründe, den Tag gemütlich anzugehen und mich einfach nur durch die Gassen der Altstadt treiben zu lassen. Wenn mir etwas gefiel (zB die Wachtablösung beim Schloss), dann blieb ich. Oder ich setzte mich ein eines der vielen Strassencafés und beobachtete das Treiben.

Am Morgen war noch nicht so viel los. Viele Souvenirläden und Restaurants öffneten erst gegen Mittag und es hatte auch nicht so viele Leute. Später nahm der Betrieb in der Altstadt dann zu. Aber es war nie so voll, wie ich es von meinen letzten Besuchen in Stockholm in Erinnerung hatte. Ein klares Anzeichen dafür, dass der Tourismus auch in Schweden noch nicht voll zurückgekehrt ist, war der Umstand, dass es fast in jedem Restaurant immer freie Plätze draussen gab. Das war früher nicht der Fall. Da war immer alles gerammelt voll.
Auch bei der Wachtablösung vor dem Schloss war die Menge der Zuschauer überschaubar. Es war gar kein Problem, einen Platz zu finden, von dem aus freies Sichtfeld zum Fotografieren hatte. Das war nicht nur hier früher anders. Auch als ich vor zwei Jahren in Oslo die Wachtablösung beim königlichen Schloss fotografieren wollte, war es fast unmöglich, einen guten Platz zu kriegen, wenn man nicht gewalttätig werden wollte…
CORONA hat auch hier seine Spuren hinterlassen.

Morgen fliege ich schon wieder nach Hause. Stockholm ist eine sehr schöne und spannende Stadt, die sehr viel zu bieten hat.. Ein Wochenende hier reicht leider nicht. Ich denke, ich werde wieder zurückkommen und dann vermutlich zwei Tage länger hier bleiben.
Im Übrigen kann ich mein Hotel, das Radisson Blue Royal Viking wärmstens empfehlen. Es ist quasi im Hauptbahnhof von Stockholm, der Centralstation integriert. Der Eingang liegt keine 5 Minuten von den Geleisen des Arlanda Express, dem Direktzug vom und zum Flughafen entfernt. Vom Hotel ist man in 10 Minuten zu Fuss in Gamla Stan und rund um das Hotel kriegt man leicht alle Verbindungen von Bus, Tram und U-Bahn.
Das Hotel ist modern eingerichtet, hat einen Pool und eine Bar, und bietet allgemein einen guten Service. Das Frühstücksbuffet ist sehr reichhaltig und das Personal freundlich und sehr hilfsbereit.

Ich werde, sobald ich zu Hause etwas Zeit gefunden habe, um die Bilder von diesem Wochenende zu bearbeiten, auch von dieser Reise eine Galerie anlegen. Selbstverständlich werde ich das hier dann bekanntmachen. 🙂

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Stay tuned.

Stockholm: Rendez-vous mit einer sehr giftigen Schlange und einem sehr alten Schiff

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Wie gestern angekündigt, bin ich heute in den Stadtteil Djurgården gefahren, und haben den Skansenpark sowie das Vasa-Museum besucht. Das ABBA-Museum habe ich allerdings ausgelassen.

Zuerst fuhr ich mit dem Tram in den Skansenpark.
Die öV hier in Stockholm sind sehr unkompliziert. Mit einem Ticket kann man 75 Minuten auf dem ganzen Stadtnetz fahren, mit allen Verkehrsmitteln (Bus, Tram, Bahn, U-Bahn und Schiff). Kein langes rechnen, wieviele Zonen wieviel denn kosten, etc. Ein Ticket zum Einheitspreis von SEK 38 (Fr. 4.10) für 75 Minuten auf dem ganzen Netz. That’s it. Und mit der entsprechenden App kann man das Tickt online kaufen, ohne an einen Automaten rennen zu müssen.

Der Skansenpark ist das älteste Freilichtmuseum der Welt. Es ist zu vergleichen mit dem Ballenberg in der Schweiz. Bloss ist Skansen grösser, und hat noch Zooelemente eingebaut. So gibt es Gehege mit Robben, Braunbären, Wisenten und Luchsen. Alles Tiere, die in Schweden in freier Wildbahn leben.
Zusätzlich gehört noch ein sogenanntes Aquarium dazu, für das allerdings separat bezahlt werden muss. Im Skansen Akvariet gibt es aber nicht nur Fische und Reptilien zu sehen, sondern auch Mantelpaviane und Kattas. Letztere können ohne Gitter oder andere Trennwände angetroffen werden, da der Weg der Besucher durch ihr Gehege führt.
Der Grund, weshalb ich noch ins Aquarium wollt, ist, wie gestern schon erwähnt, der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) aus Australien. Diese schöne Schlange ist nicht nur die giftigste Schlange der Welt (die Giftmenge eines Bisses könnte 250 Menschen töten). Sie ist auch sehr selten. Sie lebt so abgelegen in der Wüste des Australischen Bundesstaates West Queensland, dass bis in den 1970er nur die Australischen Ureinwohner von ihrer Existenz wussten. Dank der Abgeschiedenheit des relativ kleinen Verbreitungsgebietes sind bis heute auch keine tödlich verlaufenen Bissvorfälle bekannt.
Entsprechend selten ist deshalb auch die Haltung in Gefangenschaft. Ich kenne neben dem Skansen Akvariet nur noch einen Zoo in Europa, der dieses Schlange hält: das Haus des Meeres in Wien. Über weitere Haltungen, auch ausserhalb Europas, weiss ich nicht Bescheid.
Die beiden Schlangen zu fotografieren, war nicht gerade einfach. Die Lichtverhältnisse im Terrarium hätten eigentlich ein Stativ nötig gemacht. Aber ein solches hatte ich natürlich nicht dabei. Also gab ich mein Bestes, einigermassen guten Bilder hinzukriegen.

Am Nachmittag ging ich dann weiter und machte den obligaten Museumsbesuch, den ich immer mache, wenn ich in Stockholm bin (nach drei Mal in Folge kann man schon fast von einer Tradition sprechen) . Ich liess Tivoli, ABBA Museum, Vikingermuseum und das Museum der Wracks links liegen und ging ins Vasa-Museum.
Die Vasa, das grösste und schönste Kriegsschiff seiner Zeit, das König Gustav Adolph bauen liess, um im 30-jähringen Krieg die Vorherrschaft über die Baltische See zu erobern, sank 1628 auf seiner Jungfernfahrt nach nur 1’000 Meter Fahrt vor dem Hafen von Stockholm, als es wegen eines Konstruktionsfehlers durch eine Böe zu viel Seitenlage kriegte und mit Wasser voll lief.
333 Jahre später wurde es geborgen und erwies sich in einem überraschend guten Zustand. Die Zusammensetzung des Wassers des Ostsee hatte das Schiff vor der vollständigen Verrottung bewahrt.
Das Schiff liegt seit seiner Bergung in einem Trockendock, um das ein Museum gebaut worden ist. Es bietet Forschern aus vielen verschiedenen Fachrichtungen ein Fülle von Möglichkeiten, etwas über das Leben im 17. Jahrhundert zu erfahren. Unter anderem auch durch die Skelette der rund dreissig Menschen, die damals bei Untergang ertranken.
Und es ist es ist faszinierend, die Dimensionen dieses Schiffes, das man sonst nur von Zeichnungen und Bauplänen kennt, direkt vor einem zu sehen. Das Schiff ist ohne Masten ab Kiel fünf Stockwerke hoch. Es ist 60 Meter lang und 11 Meter breit, und hatte eine Besatzung von über 400 Mann. Die Vasa ist das einzige Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert, das es noch gibt. Laut Museumsführer wird es trotz aller Konservationsbemühungen langsam verrotten. Man tut aber alles, um diesen Prozess zu verlangsamen.

Morgen will ich in den Stadtteil Gamla Stan (Altstadt). Dort stehen unter anderem das Stockholmer Schloss (das ein Zimmer mehr hat als der Buckingham Palast in London, und deshalb der grösste königliche Palast Europas ist) und der Reichstag, das schwedische Parlament. Aber in Gamla Stan steht auch das Nobelpreismuseum und in den vielen, kleinen Gassen gibt es kleine Läden, die allerlei anbieten. Wenn ich es zeitliche hinkriege, werde ich auch die Wachtablösung beim Schloss fotografieren.

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Stay tuned.

Reisen zu Zeiten von CORONA: Stockholm

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Heute bin ich für ein verlängertes Wochenende nach Stockholm geflogen. 🙂

Dieser Trip stand schon lange auf dem Programm. Mein letzter Besuch in der Schwedischen Hauptstadt liegt 12 Jahre zurück.

Jedes Jahr mache ich zu meinem Geburtstag eine Städtereise.
Stockholm war eigentlich schon vor zwei Jahren geplant (und gebucht) gewesen. Aber dann konnte ich wegen gesundheitlichen Problemen im Sommer 2019 nicht reisen und musste den Trip absagen.
Letztes Jahr liess es die COVID-Lage in Schweden nicht zu, die Reise nachzuholen. Also ging ich nach Amsterdam. 🙂

Nun hat es aber geklappt. Und das Wetter spielt auch mit. Laut Vorhersage soll es das ganze Wochenende sonnig bleiben, bei ca 25 Grad Celcius.

Heute Abend habe ich den ersten Spaziergang in die Altstadt (Gamla Stan) gemacht. Da es im Norden im Sommer immer sehr lange hell ist, konnte ich dabei auch noch ein paar schöne Schnappschüsse machen.

Morgen will ich zuerst in den Skansenpark. Das ist das älteste Openair Museum, zu dem auch ein Zoo und ein Aquarium gehört. Unter anderem ist der Skansenzoo einer der wenigen Zoos in Europa, der einen australischen Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus) hält. Das ist die giftigste Landschlange der Welt. Nicht nur dass es nur ganz wenige Zoos auf der Welt gibt, die diese Schlange halten. Sie lebt auch in der Wildnis in einer so abgelegenen und unwirtlichen Gegend, dass man sie kaum zu Gesicht kriegt. Ich würde mich freuen, wenn es mir gelingen würde, die „Fierce Snake“ im Terrarium zu fotografieren.

Danach werde ich wohl der Vasa einen Besuch abstatten und eventuell auch noch das ABBA-Museum aufsuchen.
Die Vasa ist ein altes Kriegsschiff, das 1628 auf seiner Jungfernfahrt wegen Konstruktionsfehlern sank. Dank der besonderen Zusammensetzung des Meerwasser der Ostsee zersetzte sich das Wrack über die Jahrhunderte kaum, und konnte in den 1960er Jahren praktisch unversehrt geborgen werden. In den 1980er Jahren wurde über die alte Werft, in der das Wrack lag, ein Museum gebaut.
Da das Vasa-Museum und das ABBA-Museum auch im Stadtteil Djurgården liegen, kann ich das gut kombinieren.

Wie schon vor einem Monat in Island sind auch hier die Nächte sehr kurz und hell. Da wird es sich nun zeigen, wie ich schlafen kann. Es ist jetzt 23:20 und draussen ist Dämmerung.

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Stay tuned.