Island 2017: Erfahrungen mit der Flugsicherheit

Island_flagNachdem ich es in einem meiner ersten Posts zu meiner Islandreise schon erwähnt hatte, hier nun die vollständige Information über die aus meinem Gepäck entfernten Akkus und Batterien.

Weil ich nicht entfernte Akkus & Batteriensicher war, wie meine Reise ablaufen würde, habe ich aus Sicherheit reichlich Ersatzakkus für meine Kameras, mehrere Powerbanks zum Aufladen des Smartphone sowie einige Packungen wiederaufladbare Batterien eingepackt, selbstverständlich samt der zugehörigen Ladegeräte (insgesamt 6 verschiedene).
Das alles packte ich zusammen mit Kameras, Objektiven, einem Stativ, Reinigungsmaterial und vielen Ladekabeln in einen separaten Koffer, der entsprechend ausgepolstert war.

Als ich dann den Koffer nach meiner Ankunft im Hotel in Reykjavík öffnete, fand ich darin ein Formular des Flughafens Zürich, auf dem man mir mitteilte, dass aus Sicherheitsgründen insgesamt 18 Akkus, Batterien und Powerbanks aus meinem Koffer entfernt worden waren. Die Akkus und Batterien, die in Geräten (zb Kamera oder Fernauslöser) eingesetzt waren, wurden nicht entfernt.
Dabei berief man sich auf Vorschriften der IATA und des BAZL.

Zum Glück hatte ich noch zwei Powerbanks und mehrere Ersatzakkus für meine Hauptkamera (die ich ohnehin nie in einen Koffer packe) im meinem Handgepäck. Und auch die Stromversorgung verlief auf der ganzen Reise unproblematisch, so dass ich die Akkus und das Smartphone jeden Abend aufladen konnte.
Ein einziges Mal passierte es, dass ich wegen einem leeren Akku nicht mehr weiter fotografieren konnte. Allerdings hatte ich von dem Sujet schon so viele Aufnahmen gemacht, dass ich es verschmerzen konnte. 😉
Trotzdem war es ärgerlich. Besonders, da ich davon nichts wusste, denn die Situation hätte vermieden werden können, wenn ich alle Akkus ins Handgepäck gepackt hätte.

Die Akkus, Batterie und Powerbanks habe ich inzwischen wieder zurückerhalten. Das heisst, ich musste sie am Flughafen Zürich in der Gepäckaufbewahrung gegen eine Gebühr von Fr. 30.– abholen. Dafür hat man einen Monat Zeit. Danach werden die entnommenen Gegenstände vernichtet.
Allerdings geht auch das nicht nur einfach so. Man muss 48 Stunden im Voraus einen Termin vereinbaren, und dann mit dem Abholzettel, der ebenfalls im Koffer war, an den Flughafen gehen, und die Ware abholen.
In dem Zusammenhang hatte ich zweifach Glück:
Ich bin an den Flughafen zurückgekommen, an dem die Gegenstände aus meinem Gepäck entfernt wurden. Wenn die Gegenstände an einem anderen Flughafen entfernt worden wären, hätte ich sie wohl nicht mehr zurückerhalten. Bei einem geschätzten Warenwert von mehreren hundert Franken keine Lappalie.
Und ich wohne weniger als eine Viertelstunden Fahrtzeit vom Flughafen entfernt. Mein Aufwand hielt sich also in Grenzen.

Ich weiss nicht, ob ich der Einzige bin, der davon (noch) nichts wusste, oder ob davon viele andere auch betroffen sind. Aber vielleicht fliege ich einfach nicht oft genug, um über diese Bestimmungen auf dem Laufenden zu sein.
Ich denke, auch „Nichtfotografen“ sollten darüber informiert sein, denn es gibt ja noch viel mehr elektronische Geräte, die von Akkus oder Batterien betrieben werden; von den Powerbanks, die heute fast jeder hat, ganz zu schweigen.

 

Ich habe mich deshalb schlau gemacht, die entsprechende Tabelle der IATA Vorschriften heruntergeladen und die entsprechende Stelle herausgesucht –>   

 

Island 2017: Der Tag danach

Island_flagInzwischen bin ich gut nach Hause gekommen.

Die Reise hat ausgezeichnet geklappt. Keine Pannen, keine Schwierigkeiten.
Alles lief so, wie es vom Reisebüro Erlingsson Naturreisen geplant und organisiert worden ist.

Nachdem ich gestern nach dem Auspacken noch alle Bilder gesichert habe, habe ich heute noch einige davon bearbeitet. Das werde ich nun schrittweise Reisetag um Reisetag tun, und die neuen Bilder jeweils hochladen.

Heute hat es bis Tag vier gereicht, meinem ersten Tag unterwegs. In der Galerie Þingvellir, der Grosse Geysir und Gullfoss sind deshalb nun ein paar neue Bilder online.

Abendstimmung bei bei meiner Unterkunft
Abendstimmung bei bei meiner Unterkunft

Island 2017: Der letzte Tag

Island_flagNun bin ich also am Flughafen Keflavík angekommen. Ich habe den Mietwagen zurückgegeben und im Airport Hotel Aurora Star eingecheckt.

Nach zwei Tagen in Reykjavík und acht Tagen unterwegs mit dem Mietwagen im Südwesten Islands sind meine Ferien nun vorbei und ich fliege morgen früh in die Schweiz zurück.

Insgesamt habe ich 1585 km zurückgelegt und in sechs verschiedenen Hotels übernachtet:

Vorher war ich noch für drei Nächte im Sunna Guesthouse in Reykjavík abgestiegen.

 

Summary
I meanwhile have arrived at the Kevlavik airport.

I returned my rental car and have checked in at the Airport Hotel Aurora Star.

Tomorrow my holidays will come to an end and I will fly back to Switzerland.

Island 2017: Mein siebter Tag unterwegs in Island

Island_flagHeute hatte ich nur eine kurze Strecke von Grundafjörður nach Stykkishólmur zurücklegen.

Allerdings war das Wetter so garstig, dass ich unterwegs kaum Zwischenhalte eingelegt habe.
Schon als ich in Grundafjörður aufgestanden bin, regnete und stürmte es.
Daher beschloss ich, erst noch in Grundafjörður gemütlich und ausgiebig zu frühstücken, um dann erst einmal Richtung Bjarnarhöfn zu fahren.

Auf diesem etwas abgelegenen Hof gibt es ein Museum zum Fang von Haifischen. Dort wird auch das Fleisch von Grönlandhaien verarbeitet.
Der Grönlandhai (Somniosus microcephalus), oder auch Eishai, wird durchschnittlich 4 – 5 Meter lang und zwischen 1 – 2 Tonnen schwer. Die Tiere wachsen langsam und werden sehr alt. Man nimmt an, das einzelne Haie über hundert Jahre werden können.
Weil die Grönlandhaie in einer sehr kalten Umgebung leben, haben sie ein besonderes System, um sich gegen die Kälte zu schützen: Anstatt Harnstoffe durch Urin auszuscheiden, werden diese im Körper verteilt; quasi als natürliches Forstschutzmittel. Das macht das Fleisch der Haie unbehandelt für den Menschen so ungeniessbar, dass man daran sterben kann.
Der Fang von Haifischen ist in Island zwar legal. Allerdings wird der Haifischfang seit über 60 Jahren nicht mehr betrieben, weil er ziemlich teuer ist, und sich daher nicht mehr lohnt.
Die Leute in Bjarnarhöfn kaufen deshalb den Fischern in Reykjavik sogenannten Beifang ab. Das sind Haie, die in den Schleppnetzen der grossen Fischkutter landen, aber für die Fischer keinen Wert darstellen.
Auf Bjarnarhöfn werden die Haie dann zerlegt und das Fleisch in Stücke zerteilt. Dieses Fleisch wird danach so gelagert, dass es fermentiert. So werden die Harnstoffe in Ammoniak umgewandelt. Anschliessend wird das Fleisch im „Trockenhaus“ mehrere Monate luftgetrocknet, damit der Ammoniak sich verflüchtigt. Erst dann ist das Fleisch geniessbar.
Im Museum wird eine Degustation angeboten. Ich habe davon probiert. Das Fleisch riecht nicht nach Fisch, sondern eher leicht nach Ammoniak. Allerdings ist die Konsistenz des Fleisches sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist irgendwie wie Gummi. Nach einem Stückchen hatte ich genug… 

Von Bjarnarhöfn fuhr ich im Regen weiter nach Stykkishólmur, wo ich kurz nach Mittag im Hotel Fransiskus eincheckte.

Da das Wetter hier bei meiner Ankunft viel besser war als unterwegs, habe ich mich noch ein bisschen in dem Städtchen umgesehen.

Morgen geht es dann zurück Richtung Süden, an den Flughafen Keflavík. Dort werde ich meine letzte Nacht in Island im Airport Hotel Aurora Star verbringen, bevor ich dann am Montag um 07:20 nach Zürich zurückfliege.

Summary
Today I had only a short drive from Grundafjörður to Stykkishólmur. But since the weather was really awful with rain and wind, when I got up this morning, I decided to take it easy and to have a good and long breakfast first.

Then I headed for Bjarnarhöfn to visit the shark museum. There they also process the meat of the Greenland shark.

The ride from Bjarnarhöfn to Stykkishólmur took me only about twenty minutes. So I check in at the Hotel Fransiskus pretty early and had enough time to explore this nice little city.

Tomorrow I will drive drive back to the Keflavík International Airport from I will fly back home on monday.

Getrocknetes Haifischfleisch
Getrocknetes Haifischfleisch
Die Kirche von Stykkishólmur
Die Kirche von Stykkishólmur

Island 2017: Sechster Reisetag

Island_flagSeit heute bin ich auf der Snæfellsnes Halbinsel.

Ein Teil der Halbinsel ist ein Nationalpark mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten.
Im Zentrum der Halbinsel liegt der Snæfellsjökull, ein sehr alter Vulkan, der über 1400 Meter hoch ist und an dessen Flanken überall grosse Lavafelder zu sehen sind. Man schätzt, dass er in den letzten 10’000 Jahren 30 bis 40 mal ausgebrochen ist, das letzte Mal vor ca. 1800 Jahren.

Meinen ersten Halt auf meiner Fahrt entlang der Küste, rund um den Snæfellsjökull herum, machte ich am Strand von Ytri-Tonga. Dort lebt eine grössere Robbenkolonie, und selbst wenn der Sommer nun vorbei ist, und sich die Sonne heute kaum zeigte, konnte man die Tiere beobachten, wie sie sich an Land räkelten. 😉

Danach ging es weiter nach Arnarstapi, einem kleinen Fischerdorf.
Hier soll man Vögel beobachten (und allenfalls fotografieren) können. Bloss waren da ausser zwei oder drei Möven keine Vögel zu sehen.
Ob das an der Jahreszeit gelegen hat oder dem nicht gerade freundlichen Wetter, weiss ich nicht. Trotzdem konnte man vom Dorf aus den Snæfellsjökull gut sehn, und vor allem auch die grossen Felder erstarrter Lava an den Flanken des Vulkans und rum um das Dorf herum.

Das gleiche Bild bot sich dann auch ein paar Kilometer weiter bei den Lóndrangar, zwei markanten Basaltfelsen: keine Vögel, aber faszinierende Lavagebilde überall.

In der Folge fuhr ich durch mehrere kleinere Fischerdörfer. Es ist faszinierend, zu erleben, wie man hier stundenlang durch Einöden fahren kann, und man sich dann plötzlich hinter der nächsten Kurve in der Zivilisation wiederfindet. 😉

Bei einem dieser Dörfer stiess ich auf einen kleineren Wasserfall, den Svöðufoss, der etwas abgelegen von der Strasse liegt und so vermutlich kaum beachtet wird. Ich beschloss, auch hier kurz anzuhalten und nachzuschauen, ob es sich dabei um ein lohnendes Fotosujet handelt.
Nachdem ich den Wasserfall im Kasten hatte, sah ich in weiter Ferne eine kleine Kirche einsam auf einem Hügel stehen. Es versteht sich von selbst, dass ich auch diese Szene festhielt.
Später Nachforschungen ergaben, dass es sich dabei um die Ingjaldshólskirkja auf Ingjaldshóll handelte, die älteste Steinkirche Islands.

Danach war es nur noch eine knappe halbe Stunde Fahrt bis nach Grundafjörður, wo ich heute im Hotel Framnes übernachte.
Morgen fahre ich noch weiter nach Stykkishólmur, wo meine Reise dann endet, und ich am Tag darauf zurück zum Flughafen Keflavík fahren muss, um am Montag früh nach Hause zu fliegen.

Natürlich gibt es auch vom heutigen Tag auch eine Galerie mit den Bilder, die ich heute Abend noch bearbeiten konnte.

Summary
Today I drove around the volcano Snæfellsjökull which marks the center of the Snæfellsnes peninsula.

On my way to Grundafjörður, where I stay tonight in the Hotel Framnes, I stopped several times to get some pics:

  • at Ytri-Tunga beach to observe a seal colony
  • at Arnarstapi and at Lóndrangar to observe birds – unfortunately there have been no birds… 😉
  • at Svöðufoss, another waterfall

Tomorrow I will do the last part of my journey when I will be heading for Stykkishólmur.
From there I will have to drive back to the Keflavík International Airport the next day, since my holidays will come to an end and I have to fly back home on monday.

By the way: There is a gallery with all the pictures I took today (at least those I could edit tonight…).

Robben am Strand von Ytri-Tunga
Robben am Strand von Ytri-Tunga
On the road in Island
On the road in Island

Island 2017: Der fünfte Tag meiner Reise

Island_flagNun ging es definitiv nordwärts.
Zuerst wieder durch den Nationalpark Þingvellir hindurch bis auf Sichtweite von Reykjavík und dann scharf rechts der Küste entlang nach Norden. Unterwegs bin ich dann durch den 5770 m langen Strassentunnel Hvalfjarðargöng, der unter dem Fjord Hvalfjörður hindurchführt, und so den Weg um gut 50km abkürzt, gefahren.

Mein erstes Ziel heute war Reykholt (Borgarbyggð), wo der Sage nach einer der bedeutendsten Politiker und Dichter (Skalde) Islands im frühen Mittelalter, Snorri Sturluson gelebt haben soll.
Der kleine Ort hat ein sogenanntes Sagazentrum, in dem die Geschischte von Snorri Sturluson dargestellt wird.
Interessant ist aber auch, wie dort in der Gegend überall gut sichtbar Dampfwolken aufsteigen. Das heisse Wasser sprudelt überall einfach so aus dem Boen und wird von den Isländern nicht nur zum Baden genutzt, sondern auch in Form von Fernwärme zum Heizen. Diese Energiequelle ist so ergiebig, dass damit ganze Ortschaften geheizt und auch grosse Treibhäuser betrieben werden können.

Von Reykholt war es dann nur noch eine kurze Fahrt zu den nächsten Wasserfällen, dem Hraunfossar und dem Barnafoss. Die beiden liegen praktischerweise gleich nebeneinander, keine zwei Minuten zu Fuss entlang des Ufer des Flusses Hvítá.
Eigentlich ja nichts Besonderes.
Aber es handelt sich um zwei völlig verschiedene Wasserfälle:
Während der Barnafoss (Wasserfall der Kinder) durch ein Engnis im Flusslauf des Hvítá mit realtiv wenig Gefälle eher an eine steile Stromschnelle erinnert, kommt der Hraunfossar seitlich in den Fluss, wie aus dem Nichts.
Er wird Lavawasserfall genannt, weil das Wasser sich unter dem Lavafeld Hallmundarhraun sammelt und sich über eine Breite von ca einen Kilometer in die Hvítá ergiesst. Eigentlich ist es kein einzelner Wasserfall, sondern eine Sammlung vieler Grundwasserquellen.
Hraunfossar bietet dem Betrachter einen faszinierenden Anblick: Das Wasser fliesst in grossen Mengen aus dem Boden in die Hvítá.

Heute bleibe ich im Ensku húsin (Englisches Haus) und morgen fahre ich weiter Richtung Norden bis Grundafjörður, wo ich im Hotel Framnes übernachten werde.
Unterwegs werde ich durch den Nationalpark Snæfellsjökull fahren, und hoffe natürlich auf einigermassen gutes Wetter, damit ich entsprechende Bilder mitnehmen kann.

Summary
Today I drove further to the north of Iceland. I crossed the national park of Þingvellir again until I was in the area of Reykjavík. After driving through the tunnel of Hvalfjarðargöng under the fjord of Hvalfjörður, I headed for Reykholt.

There I visited the Saga centre that documents the history of Snorri Sturluson, an important Icelandic poet and politician of the early middle age.

From Reykholt it was only a short drive to the two waterfalls Hraunfossar and Barnafoss at the Hvítá river.

Tonight I stay at the Ensku húsin (Enlish house) and  tomorrow I will head for the Snæfellsjökull national park further north.

Barnafoss
Hraunfossar

Island 2017: Mein vierter Tag unterwegs

Island_flagHeute ging es wieder gegen Westen.
Auf dem Weg zum Hotel Borealis habe ich drei Mal halt gemacht, um ein paar Aufnahmen zu machen: in Mitten des Lavafeldes Eldhraun, in Vík í Mýrdal und beim Dyrhólaey, dem südlichsten Punkt Islands.

Die Lava von Eldhraun ist vollkommen von Moos überzogen, so dass die dort vorherrschende Farbe grün und nicht schwarz ist. Zwar sieht man überall das schwarze Lavagestein, jedoch erinnert das Lavafeld eher an ein sanft gewelltes, grünes Tuch als an eine schroffe, schwarze Steinwüste.

Dyrhólaey hat als Aussichtspunkt zwei grosse Vorteile:
Zum einen ist es hoch gelegen, was einen einen wunderbaren Ausblick über die ganze Gegend bietet, und man sieht weit über das Meer.
Was ich aber noch viel mehr schätzte, war die Tatsache, dass der Aussichtspunkt mit dem Leuchtturm nur über eine mehr oder weniger steile, schmale Schotterstrasse erreichbar ist. Das bedeutet, dass dort oben keine Busse hinkommen. Somit hält sich der Massentourismus sehr in Grenzen. Nur wer mit einem kleineren Auto (die meisten waren Miet-Personenwagen) unterwegs ist, kommt hoch. Die Anzahl der Besucher, die sich gleichzeitig an dem Aussichtspunkt aufhalten, ist überschaubar. 😉

Der Rest des Weges zu meiner nächsten Unterkunft im Hotel Borealis führte mich in über eineinhalb Stunden wiederum mehrheitlich durch phantastische Landschaften. Ich hätte alle zehn Minuten anhalten können, um Bilder zu schiessen. Aber dann wäre ich wohl jetzt noch unterwegs…
Auf der anderen Seite ist es einfach nicht möglich, mit 90km/h auf der Strasse zu fahren, und sich links und rechts alles genau anzuschauen.

Die Bilder von heute habe ich, sofern ich sie bereits bearbeitet habe, wieder in einer Galerie hochgeladen.

Morgen fahre ich Richtung Norden nach Borgarnes und steige dort im Ensku húsin ab. Unterwegs warten wieder verschiedene Sehenwürdigkeiten, und ich werde auch durch den über 5km langen Tunnel Hvalfjarðargöng unter dem Fjord Hvalfjörður fahren.

Summary
Today I drove back to the west of Iceland which was a total of about 2 hours ride.

On my way stopped three times to shoot some beautiful pictures:

  • in the middle of Eldhraun, the big lava field which is almost completely covered by green moss
  • at the village Vík í Mýrdal with it’s beautiful balck beach and the three big basalt columns in the sea
  • at the most southern point of Iceland: Dyrhólaey

Tomorrow I will go further north to Borgarnes to spend the night at the Ensku húsin.

Die Reynisdrangar: „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“ - Der Sage nach drei versteinerte Trolle
Vík í Mýrdal: Die Reynisdrangar „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“ –
Dyrhólaey
Dyrhólaey

Island 2017: Mein dritter Tag auf den Strassen von Island

Island_flagHeute habe ich einen Tagesausflug nach Jökulsárlón, der grossen Gletscherlagune gemacht.
Da ich ja für zwei Nächte im Hotel Hotel Geirland eingecheckt habe, konnte ich diese Fahrt mit leichtem Gepäck, sprich Fotoausrüstung antreten.

Für die rund 95km Richtung Osten brauchte ich gut eineinhalb Stunden. In Island gilt ausserorts generell eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 90km/h. Autobahnen gibt es hier nicht, resp bloss in der Region von Reykjavík, und selbst wenn man eine schnurgerade, asphaltierte Strasse vor sich hat, auf der vor einem und hinter einem weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist, wäre eine Geschwindigkeitsbusse das Letzte, das ich hier bezahlen möchte…

Gestern war ich mir noch nicht sicher, ob sich die Fahrt lohnen würde. Der Wetterbericht war nicht besonders, und ich wollte nicht so weit fahren, um dann dort im Regen zu stehen.
Aber das Wetter hätte heute morgen nicht besser sein können: strahlender Sonnenschien und kein Wölkchen weit und breit. 🙂

Bei der Lagune angekommen, war ich erst einmal baff über der Schönheit dieses riesigen Gletschersees (rund 18 Quadratkilometer). Spiegelglattes Wasser und überall kleinere und grössere Eisberge. Die strahlende Sonne tat dann noch ihr Übriges mit dazu, dass sich dem Betrachter eine schon fast kitschige Postkartenszene bot.

Auf er Rückfahrt machte ich unterwegs noch einige Mal Halt, um diese aussergewöhnliche Landschaft mit der Kamera festzuhalten.

Im Hotel Geirland angekommen, musste ich leider feststellen, dass das Wetter nun doch umgeschlagen hatte. Der Himmel ist nun komplett wolkenverhangen und es nieselt leicht. Hoffentlich ändert das Wetter bis morgen wieder. Sonst wird die nächste Etappe eine ziemlich nasse Angelegenheit.

Morgen fahre ich wieder zurück Richtung Westen in die Gegen von Selfoss, wo ich im Hotel Borealis die nächste Nacht verbringen werde.

P.S.: Selbstverständlich gibt es auch von diesem Ausflug wieder eine Galerie.

 

Summary
Today I made a roundtrip to the glacier lagoon of Jökulsárlón.
It was a drive of about one and a half hours through stunning landscapes.

On arrival at Jökulsárlón, I was overwhelmed by the sheer beauty of this glacier lake with it’s clear water and all those icebergs swimming in it. Since there was super weather with the sun shining, the scene looked like postcard.

On my way back I made some stops, so I could catch those beautiful landscape with my camera.

Tomorrow I will drive back to the area of Selfoss where I will spend the night at the Hotel Borealis.

Die grosse Gletscherlagune
Jökulsárlón
Die grosse Gletscherlagune
Jökulsárlón

Island 2017: Der zweite 2. Tag unterwegs – my second day on the road

Island_flagAm zweiten Tag meiner Reise bin ich nun im Süden von Island angelangt.
Auf dem Weg zur meiner nächsten Unterkunft habe ich vier Mal einen Halt eingelegt.

Zuerst habe ich den über sechzig Meter hohen Wasserfall Seljalandsfoss besucht, denn man schon von Weitem sieht, wenn man auf der Ringstrasse Richtung Osten fährt.
Unter dem Seljalandsfoss kann man hindurch gehen. Allerdings habe ich angesichts des sehr kalten Windes und der durchnässten Japaner, die vom Wasserfall zurückkamen, darauf verzichtet.

Meinen nächster Halt habe ich beim Hof Þorvaldseyri eingelegt. Dieser Hof liegt unmittelbar unter dem Vulkan Eyjafjallajökull resp dem Gletscher, unter dem der Vulkan liegt.
Als der Vulkan 2010 ausbrach, wurde Þorvaldseyri durch Asche und Fluten von geschmolzenem Eis und Schutt ziemlich in Mitleidschaft gezogen, und die Familie kämpfte um ihre Existenz. Davon gibt es einen Dokumentarfilm, der in einem extra dafür gebauten Dokumentationszentrum gezeigt wird.
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull hatte im Übrigen zur Folge, dass der Flugverkehr in Europa und Nordamerika zum Erliegen kam.

Von Þorvaldseyri bin ich weiter zum Skógafoss. Dieser Wasserfall hatte es mir schon während der Reisevorbereitungen angetan, als ich Bilder davon gesehen hatte. In Natur und bei strahlendem Sonnenschein war er dann natürlich noch eindrücklicher.

Meinen letzen Halt, bevor ich meine heutige Unterkunft, das Hotel Geirland ansteuerte, legte ich am schwarzen Strand von Reynisfjara ein. Der „Sand“ dort ist nicht hell, sondern pechschwarz. Es handelt sich dabei schlicht um Lava.
Am Strand kann man bis zum Wasser gehen. Allerdings ist es empfehlenswert, einen sicheren Abstand zur Brandung zu halten. Die Wellen sind unberechenbar und können zuweilen mit einer ziemlichen Wucht aufs Land treffen. Es soll vorgekommen sein, dass Menschen, die zu nahe ans Wasser gingen, von den Wellen erfasst und ins Meer hinaus gezogen wurden.

Morgen will ich von hier aus einen Tagesausflug zur Gletscherlagune Jökulsárlón machen

.

Summary
Today I headed south and then east. Driving o the famous „Ring Road“ toward my accomodation for the next two nights, I made four stops:

  • Seljalandsfoss – a huge waterfall that can be seen from far away
  • Þorvaldseyri, where I watched a documentary about the eruption of the volcano Eyjafjallajökull
  • Skógafoss – another waterfall and a real beauty in the sunlight
  • Reynisfjara – the black beach where there’s no sand but lava

Tomorrow I plan to make a trip to the glacier lagoon of Jökulsárlón .

Der schwarze Strand von Reynisfjara
Der schwarze Strand von Reynisfjara
Das Bauerngut Þorvaldseyri unterhalb des Vulkans Eyjafjallajökull
Das Bauerngut Þorvaldseyri unterhalb des Vulkans Eyjafjallajökull

Island 2017: 1. Tag unterwegs – first day on the road

Island_flagZuerst an dieser Stelle eine Neuerung:
Da immer mehr meiner englischsprachigen (oder besser: nicht-deutschsprachigen) Bekannten mitlesen, habe ich mich entschlossen, ab diesem Post jeweils am Ende eine kurze Zusammenfassung in Englisch anzufügen.
For my English (or better: non German) followers, there will be a short summary in Englisch at the end of each post.

Heute habe ich also Reykjavík verlassen und mich auf meine Reise in den Süden und Westen von Island begeben.
Ich wurde wie angekündigt von einem Mitarbeiter von Europcar am Hotel abgeholt und zu Europcar-Filiale in Reykjavík gebracht, wo ich meinen Mietwagen, einen kleinen KIA übernommen habe.

Dann ging’s los Richtung Þingvellir, meinem ersten Ziel. Nach ca 45 Minuten Fahrt traf ich dort erst einmal einen Parkplatz voll mit Cars und Mietwagen an. Ich kam mir zeitweise vor wie in der U-Bahn in Tokio. 😉
Aber die Aussicht war es Wert. Trotz zeitweisem Regen beeindruckte mich diese weite und unberührte Natur sehr.

Von Þingvellir ging es nach einer kurzen Mittagspause weiter zum Grossen Geysir, eine ca 50 minütige Fahrt durch grossartige Landschaften und in ständig wechselndem Wetter. Natürlich auch dort grosse Touristenmassen. Da die Anlage ab sehr viel weitläufiger als Þingvellir ist, haben sich die Leute gut verteilt.
Der Geysir bricht ziemlich unregelmässig aus. Aber es ist ein gewaltiges Naturspektakel, wenn die heissen Wassermassen in unmittelbarer Nähe in die Luft geschleudert werden.

Vom Grossen Geysir waren dann nur noch 10 Minuten zu fahren, bis ich beim Gullfoss, einem riesigen Wasserfall ankam. Die Gischt stäubt dort so hoch, dass man auch auf der entferntesten Besucherterrasse ziemlich nass wird. Ich versuchte, die Kamera mit einem eigens dafür konstruierten Regenschutz trocken zu halten. Aber in Island braucht es halt auch wasserfeste Kleidung, wenn die Sonne scheint…

Nun bin ich in meiner heutigen Unterkunft, dem Sel Guesthouse bei Sellfoss angekommen; einem familienbetriebenen Bauerngasthof mit exzellenter Küche.

Morgen geht es dann weiter an die Südküste von Island.

Summary
Today I left Reykjavík with a small rental car and drove first to Þingvellir, an icelandic national park about 40km east of Reykjavík. From there I went to visit The Great Geysir.
Before I headed to my hotel for this night, the Sel Guesthouse, I stopped also at the Gullfoss.
Now I’m here, in a nice guesthouse on a farm in the middle of nowhere. 😉
Tomorrow my journey continues to the south of Iceland.

Der Himmel über Skálholt
Der Himmel über Skálholt