Skandinavien 2023: Wieder auf dem Festland

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Für mich begann heute der Tag früh.

Tagwache war um 05:30. Um sechs Morgenessen und anschliessend packen und aus dem Hotel auschecken. Denn um ca 06:45 sollte ich mit dem Auto am Fährterminal einchecken.
Meine Fähre nach Oskarshamn ging um 07:30.
Es war nicht nur eine kurze Nacht. Ich hatte auch schlecht geschlafen und war immer wieder aufgewacht. Da die Sonne in Visby schon um 04:00 aufging, fiel das Wiedereinschlafen entsprechend schwer.

So war ich nicht wirklich enttäuscht darüber, dass ich erst einmal drei Stunden einfach in einem bequemen Sessel sitzen und mich übers Meer chauffieren lassen konnte. 🙂

Nachdem ich in Oskarshamn von der Fähre runter war, fuhr ich wieder Richtung Norden. Mein Ziel war Norrköping, wo ich heute übernachte.

Das wäre über die Autobahn in zweieinhalb Stunden zu erreichen gewesen.
Aber erstens war das für den Check-In im Hotel zu früh.
Zweitens ist Autobahn fahren eintönig und langweilig. Habe ich das schon erwähnt? Man sieht nicht viel von der Landschaft.
Und drittens musste ich damit rechnen, dass mich am Nachmittag irgendwann der Schlafmangel einholt. Deshalb waren zum Einen regelmässige Pausen (manchmal mit Kaffee) Pflicht, und zum Anderen wäre unter diesen Umständen eine eintönige Fahrt eher kontraproduktiv gewesen.
Also bin ich, sobald es ging, von der Autobahn runter und gondelte gemütlich über Land Richtung Norden.

Auf Motivsuche hatte ich auch keine Lust. Heute sind daher nicht viele Bilder entstanden.
Aber ich habe einen Ort gefunden, an dem ich bei einem der vielen Rapsfelder anhalten und die gelbe Pracht fotografieren konnte. Das wollte ich schon auf Gotland tun, konnte aber jeweils nicht mitten auf der Landstrasse anhalten, um zu fotografieren.
Aber heute ging es. 🙂

Habe ich schon gesagt, dass sich das Wetter hier wieder von seiner besten Seite zeigte? Wird langsam schon fast langweilig. Nicht dass es mich stören würde. Aber immer dasselbe berichten müssen…
Stahlblauer Himmer und Sonne pur. Dank dem immer etwas wehenden Wind ist es angenehm frisch. Die Anzeige im Auto zeigte heute maximal 18.5 Grad Aussentemperatur an. Wenn man allerdings im Windschutz in der Sonne stand, wurde es schon ganz schön warm.

Morgen fahre ich weiter nordwärts ins Landesinnere, bis ich am frühen Nachmittag quasi umdrehen und wieder südwärts nach Linköping fahren werde.
Dort habe ich ein Hotel gefunden, das einen berühmten Namen trägt: das Park Hotell Linköpings Fawlty Towers. Ich hoffe, der Hotelier und sein Personal sind nicht so ruppig wie in John Cleese’s Hotel in der gleichnamigen englischen Fernsehserie. Cleese Fans wissen, was ich meine. 😉
Wir werden sehen.

Aber zuerst werde ich am Morgen hier in Norrköping noch einen Abstecher nach Kolmården machen. Dort gibt es nämlich einen Zoo und ein Tropicarium. Während der Zoo erst am 3. Juni wieder öffnet, sollte das Tropicarium offen sein. Und die Liste der Tiere, die dort gehalten werden, macht mich neugierig. Ich hoffe auf eine Menge guter Bilder…

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Zweiter Tag auf Gotland

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Wie gestern schon geplant, fuhr ich heute zum Leuchtturm von När im Süden der Insel Gotland.

Da ich genug Zeit hatte, fuhr ich relativ spät los. Die Fahrt über Landstrassen führte mich durch sehr schöne Landschaften und Wälder, und dauerte über eine Stunde. Die letzten Kilometer musste ich auf Naturstrassen zurücklegen, die teilweise ziemliche Schlaglöcher hatten. Das kenne ich von Island. Zu Glück habe ich einen SUV gemietet, der nicht so schnell aufsitzt.

Der Leuchtturm steht auf einer kleinen Landzunge. Man ist dort wirklich alleine. Weit und breit kein Haus. Bloss ab und zu ein paar Ausflügler und Wanderer. Ich habe ein schwedisches Ehepaar getroffen, das letztes Jahr von Göteborg nach Gotland umgezogen ist. Die haben mir ein paar Tipps mitgegeben.
Und da das Wetter sich wieder von seiner besten Seite zeigte (sonnig abgesehen von ein paar Cumuluswolken), war der ständige Wind, der vom Meer her wehte, nicht einmal kalt.

Vom Leuchtturm fuhr ich dann weiter an die Westküste der Insel. Genauer gesagt fuhr ich nach Djupvik, einem alten Fischerdorf. Den Ort fand ich zufällig auf Google Maps. Er fiel mir auf, weil er fast gleich hiess wie ein abgelegenes Dorf in Island: Djúpavík.

Von Djupvik fuhr ich dann der Küste entlang nach Norden bis nach Visby.

Wie geplant nahm ich mir in Visby noch etwas Zeit, um die Altstadt etwas genauer anzuschauen und zu fotografieren. Und was soll ich sagen: Ich traf noch auf zwei weitere Ruinen von Kirchen, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. 😉
Und ich trank einen Kaffee in der Ruine der St. Peterskirche. Dort hat nämlich ein Café seine Gartenwirtschaft eingerichtet. 🙂

Allgemein bin ich davon fasziniert, dass alle diese Ruinen nie abgerissen und die Steine für Neubauten verwendet wurden. Stattdessen wurde einfach an die Ruinen angebaut, wenn es nötig war. Dabei wurden die noch intakten Mauern der Ruinen offenbar in den Neubau integriert.
So entstand wohl über die Jahrhunderte dieses Stadtbild, das seit 1995 zum UNSECO Weltkulturerbe gehört.

Morgen geht meine Reise weiter.
Ich werde früh aufstehen müssen, denn die Fähre nach Oskarshamn geht hier um 07:30 weg. Das heisst, um ca 06:45 am Gate anstehen.
Danach fahre ich ein bisschen ins Landesinnere nach Norrköping und Linköping, bis ich zurück an die Küste komme und auf die nächste Insel fahre: Öland.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Fast alles geschlossen in Gotland

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Die heutige Fahrt führte mich von Visby in den Norden von Gotland.

Ursprünglich hatte ich geplant, heute auch noch in den Süden der Insel zu fahren. Aber daraus wurde nichts.
Ich habe im Norden an den Plätzen, die ich fand, zu viel Zeit gebraucht. Und stressen wollte und brauchte ich nicht. Wie schon einmal gesagt: Ich bin im Urlaub, nicht auf der Flucht.
Lieber etwas länger an einem Ort bleiben und in genauer anschauen, als von Location zu Location zu stressen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Ich war auch im Norden nicht überall dort, wohin ich eigentlich wollte. Die Insel ist einfach zu gross, um sie in zwei Tagen genauer zu erkunden.

Aber ich fand heute einige interessante Orte, wenn auch noch fast alle Einrichtungen geschlossen waren. Offenbar zählt Pfingsten bei der Gotland-Tourismusindustrie noch nicht zur Saison. Es scheint sich also nicht zu lohnen, vor dem Sommer zu öffnen.

In Tingstäde stand ich beim Gotlands Försvarsmuseum (Militärmuseum) und der Tingstäde fästning (eine ehemalige Befestigungsanlage der Streitkräfte) vor verschlossenen Türen. Auf einem Zettel am Tor zur Festung stand dann, das die ab Kalenderwoche 26 (also Ende Juni) geöffnet sein wird.
Nun, wenn die einen nicht reinlassen wollten, so beschloss ich, die Sache mal von oben anzuschauen, und liess meine Drohne aufstiegen.
Zwar konnte ich einige gute Bilder der Anlage machen, musste den Flug aber nach ein paar Minuten wegen starker Windböen abbrechen. Als die Drohne plötzlich in die entgegengesetzte Richtung drehte, als ich mit der Fernsteuerung angab, holte ich sie wieder herunter. Ein Absturz über einem umzäunten Gelände hätte doch einige komische Fragen gegeben. Insbesondere, da, wie vorgeschrieben, auf der Drohne mein Name, meine Telefonnummer und meine Lizenznummer stehen…
Ich weiss nun, dass ich die Drohne auch bei Wind steigen lassen kann, dass aber starke Windböen kritisch sein können.

Weiter nördlich fand ich dann den ehemaligen Kalksteinbruch Bläse Kalkbruk, der nun ein Museum ist. Und heute leider auch geschlossen war. (sic!)
Kalksteinabbau scheint auf Gotland seit dem 19. Jahrhundert bis heute ein wichtiger Industriezweig zu sein.
Ich bin bei einem modernen Steinbruch vorbeigefahren. Und obwohl heute niemand gearbeitet hatte, war die Luft voller weisser Staub, der vom Wind schön in der Landschaft verteilt wurde. Ich musste heute Abend alle meine Geräte „entstauben“.

Ein weiteres geschlossenes Museum war das Bunge flygmuseum (Flugzeugmuseum).
Doch gleich daneben fand ich ein weiteres Museum, das sogar geöffnet war und über eine, ebenfalls geöffnete Freiluft-Cafeteria verfügte:
Das Bunge Museet ist ein Freilicht-Heimatmuseum, in dem wie beim Ballenberg in der Schweiz Häuser aus verschiedenen Zeit-Epochen auf der ganzen Insel abgebaut und hier wieder aufgebaut wurden.
Es gibt dort komplette Höfe aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert sowie weitere Gebäude wie zum Beispiel zwei Windmühlen, eine Sägerei und zwei Mühlen. Auch ein Köhlerplatz ist eingerichtet.
Abschliessend genehmigte ich mir dann bei sonnigem Wetter (mit stetigem Wind) im Garten der Cafeteria einen Kaffee.

Den Rest des Nachmittags sah ich mir die alten Stadtmauern von Visby an.
Die Hansestadt Visby wurde bereits 1805 unter Denkmalschutz gestellt; seit 1995 ist sie mit ihren zahlreichen mittel-alterlichen Bauten Teil des Weltkulturerbes der UNESCO.
Die alte Ringmauer ist fast vollständig erhalten. Sie ist 3,6 km lang und zwischen 6 und 9 m hoch. Vor allem im Norden der Stadt ist die Mauer praktisch durchgehend noch da. Die Tore wurden zum Teil durch modernere Durchgänge ersetzt..
Etwas schade finde ich, dass die neueren Gebäude zuweilen bis direkt an die alten Mauern gebaut wurden. Bei uns wäre das wohl in der Form kaum möglich. Unser Denkmalschutz würde wohl Sturm laufen. 😉

Morgen werde ich das gleiche Programm durchziehen. Bloss geht es dann zuerst in den Süden der Insel. Und dann möchte ich das Innere der Altstadt von Visby etwas genauer anschauen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Auf nach Gotland

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Heute bin ich keine 10 km gefahren. Und trotzdem bin ich jetzt 140 km Luftlinie südlicher als noch heute Morgen.
Tatsächlich wurde ich gefahren, nämlich übers Meer.

Heute Mittag habe ich in Nynäshamn die Fähre von Destination Gotland nach Visby auf der Insel Gotland, genommen.
Die Überfahrt hat für mich und meinen Wagen etwas mehr als 100 Franken gekostet, und dauerte dreieinhalb Stunden.
Diese Fähre war wohl die grösste, mit der ich je gefahren bin.
Die Dimensionen der M/S VISBY sind jedenfalls beeindruckend: Baujahr 2018 / Länge: 199,9 m / Breite: 25,86 m / 1’650 Passagiere / 98 Kabinen / 500 Pw (ich weiss nicht, ob die auch Lastwagen transportieren), aber Wohnmobile werden zu den Pw gezählt. Und davon hatte es viele an Bord.
Von diesen Schiffen hat die Reederei drei Stück für die zwei Linien VisbyNynäshamn und Visby – Oskarshamn. Mit einem vierten, ähnlichen Schiff fahren die auch noch Rostock in Deutschland an.

Das Wetter war wieder den ganzen Tag makellos. Sonnenschein pur und kein einzige Wölkchen am Himmel. Auf Gotland weht ein kühler Wind, weshalb im Schatten lange Ärmel ganz angenehm sind.
Die Überfahrt verlief ruhig. Man merkte eigentlich nicht, dass man auf einem Schiff war.
Leider hatte das Schiff keine Aussendecks. So kam es mir wie in einem Zug vor, dessen Fenster sich nicht öffnen liessen. Natürlich war bei dem Wetter das Meer absolut glatt. Es hatte überhaupt keine Wellen.

Das Schiff war nach meiner Einschätzung ziemlich voll. Immerhin begann das Pfingstwochenende heute. Ich bin in Nynäshamn nach dem Check-In eine Stunde mit dem Auto angestanden, bevor ich aufs Schiff fahren konnte.
Platz hatte es im Grunde genug. Aber ich hatte zum Glück einen Sitzplatz am Fenster reserviert, denn nur dort gab es Steckdosen, um einen Laptop anzuhängen. Und die nicht reservierten Sitze waren alle weg, bevor ich überhaupt auf dem Deck war.
Selbst auf meinem Sitz sass schon jemand. Die Dame wechselte dann aber schnell den Platz.
Diese Überfahrt habe ich übrigens bereits im November letztes Jahr gebucht. Destination Gotland rät auf ihrer Homepage dazu, frühzeitig zu buchen,  wenn man an einem Wochenende fahren möchte, oder an einem Feiertag. Ein guter Rat, wie man heute sehen konnte.

Die Zeit auf der Überfahrt nutzte ich zur Bildbearbeitung. Natürlich gab’s an Bord gratis WiFi. Und dessen Leistung konnte sich durchaus sehen lassen. Also habe ich ein paar Bilder von meinem gestrigen Zoobesuch bearbeitet.
Auf ein Mittagessen an Bord habe ich verzichtet. Ich habe mir vorher im Hotel am Frühstücksbuffet den Magen vollgeschlagen. Zusammen mit einem Apfel hielt das bis zum Abendessen. 😉

Nach der Ankunft in Visby und dem Check-In im Hotel habe ich zu Fuss den alten Stadtteil erkundet.
Ein sehr schönes, altes Städtchen mit vielen alten, aber gut erhaltenen Gebäude, engen Gässchen und Kopfsteinpflaster. Da stehen zum Teil komplette Ruinen von sehr alten Gebäuden mitten in bewohnten Häusern.
Am auffälligsten dürfte die Ruine der St. Katharina Kirche (Sankta Karins kyrkoruin) sein, die direkt am Marktplatz (Stora Torget) steht.
Zuerst glaubte ich vor der Kirche von Visby zu stehen, die überall signalisiert war. Aber der Dom zu Visby (Visby Sankta Maria Domkyrka) war dann noch ein paar Gässchen weiter, wie ich feststellen konnte.
Ich fand es einzig nicht so toll, dass die Stadtverwaltung es nicht geschafft hat, wenigsten die Kernzone zur Fussgängerzone erklären. Die ist jetzt eine Begegnungszone für Fussgänger, Velos und Autos; inklusive Parkplätze über all in den engen Gässchen und auf dem Marktplatz. Und natürlich fahren da ständig Autos durch die Leute. Schade.

Fürs Erste habe ich mich heute einfach ein bisschen orientieren wollen. Und natürlich ein geeignetes Restaurant für mein Abendessen gesucht.
Morgen fahre ich über Land in ganz Gotland, in erster Linie in den nördlichen Teil der Insel, und suche schöne Landschaften als Bildmotive.
Visby will ich mir dann am Montag noch einmal ein bisschen genauer anschauen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Die fünfte Etappe

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Nach zwei ruhigen und schönen Tagen in Uppsala habe ich heute meine Reise fortgesetzt.
Ziel war Nynäshamn, weil von dort die Fähre nach Visby auf der Insel Gotland fährt.

Das wäre eigentlich eine relativ kurze Strecke gewesen. Aber zwischen Uppsala und Nynäshamn liegt Stockholm. Und durch die Grossstadt wollte ich nicht unbedingt fahren. Das wäre zwar einfach gewesen und schnell gegangen. Aber dann wäre ich nur auf der Autobahn gefahren und hätte nichts von der Umgebung gesehen.

Also habe ich den sprichwörtlichen Bogen um Stockholm gemacht und bin hauptsächlich über Land gefahren. Erst einmal nach Westen, bis ich in Västerås umdrehte und wieder Richtung Osten fuhr, direkt auf Nynäshamn zu.

Aber erst einmal bin ich gleich nach der Abfahrt im Zentrum von Uppsala in den Norden der Stadt gefahren und habe Gamla Uppsala besucht. Ein kleines Freilichtmuseum inmitten eines Aussenquartiers von Uppsala, in dem alte skandinavische Häuser aufgebaut sind. Und mittendrin eine alte romanische Kirche, die Gamla Uppsala kyrka mit einem grossen Friedhof.
In einigen der Häuser gibt es auch Ausstellungen. Bloss sind die meisten davon leider nur am Wochenende offen.

Mein nächster Halt kam dann nach etwas über hundert Kilometer gegen Mittag in Eskilstuna. Dort liegt der Parken Zoo, den ich mir genauer ansehen wollte.

Zuerst war ich enttäuscht, nachdem ich den Eintritt bezahlt hatte und in den Zoo hineingelassen wurde. Das Gelände wurde mit Musik beschallt und gleich hinter dem Eingang befand sich eine Art Vergnügungspark für Kinder. Lärm, Musik, Gekreische und allgemein Jahrmarktstimmunng waren nicht gerade das, was ich in einem Zoo erwarten würde.
Und vor allem: Wie reagieren die Tiere auf diesen Lärm?
Und: Gab es denn überhaupt Tiere oder hatte ich hier eine Niete gezogen?

Wie sich herausstellte, lag der Zoo hinter dieser Lärmkulisse. Und das hüglige Gelände stellte sicher, dass man in dem Bereich, in dem die Tiere gehalten wurden, gar nichts mehr von dem Jahrmarktlärm hörte. 🙂

Der Zoo ist sicher nicht so gross wie andere Zoos, die ich kenne. Aber die Fläche, auf der die Tiere gehalten werden, ist so gross, dass ich dann doch rund drei Stunden gebraucht hatte, um alles anzusehen.
Der Zoo ist alt. Er wurde 1898 als einer der ersten Nationalparks Schwedens eröffnet. Er ging 2016 für den symbolischen Preis einer schwedische Krone von der Gemeinde Eskilstuna an eine private Firma.

Nicht so alt wie der Zoo selbst, aber doch sichtbar in die Jahre gekommen sind einige der Gehege.
Trotzdem bietet der Zoo eine grosse Vielfalt an Arten und engagiert sich auch im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.
Es ist mir auch aufgefallen, dass der Zoo fünf Grosskatzenarten hält: Asiatischer Löwe, Tiger, Amurleopard, Jaguar und Gepard. Dazu kommen noch weitere, kleinere Raubkatzen wie zum Beispiel der Nebelparder. Reptilien gibt es nicht viel: Ein paar Frösche (darunter den Gelbgebänderten Baumsteiger), Salamander, einen Königspython und ein Gilamonster habe ich gesehen. Hingegen gibt es keine Menschenaffen.
Besonders hat mir gefallen, dass die meisten Gehege gross angelegt sind und den Tieren Auslauf bieten. Das hatte zwar zur Folge, dass man die Tiere suchen musste und manchmal auch nicht gefunden hatte (ich habe keinen Löwen und keinen Leoparden gesehen), aber dafür habe ich mit einer einzigen Ausnahme keine Bewegungsstereotypien gesehen. Einzig die Sandkatze „tigerte“ immer wieder exakte die gleiche Strecke auf und ab, obwohl sie nach meinem Dafürhalten viel Auslauf hatte.

Nach drei Stunden begab ich mich dann wieder auf die letzten 130 Kilometer nach Nynäshamn, welche problemlos verliefen.

Hier habe ich gleich neben dem Fährterminal im Hotel Skärgårdshotellet ein geräumiges Zimmer erhalten, das in rustikalem Stil eingerichtet ist. Trotzdem bietet es allem Komfort und auch notwendige Technik. Solche Hotelzimmer sind ganz nach meinem Geschmack. Besonders in Skandinavien habe ich noch nicht oft so etwas angetroffen. Schade, dass ich nur für eine Nacht hier bin.

Morgen nehme ich dann die Fähre nach Visby, der Hauptstadt der Insel Gotland.
Da das Wetter laut Wetterbericht weiterhin sehr schön sein soll, erwarte ich eine ruhige Überfahrt. Immerhin dauert sie dreieinhalb Stunden.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Ein ruhiger Tag in Uppsala

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Eigentlich gibt es von heute nichts zu berichten. Alles ruhig in Uppsala.

Ich bin den ganzen Tag in der Stadt herumspaziert, habe nach besonderen Fotosujets gesucht, und bin des Öfteren eingekehrt.

Da ich viel Zeit und Musse hatte, habe ich versucht, mich ein bisschen weiterzubilden.
Ich habe mir verschiedene Apps aufs Handy geladen, mit denen man mit KI-Unterstützung Bilder generieren respektive verändern kann.

KI (Künstliche Intelligenz), die original AI (Artificial Intelligence) heisst, ist eine Computertechnik, die lernen kann.
Das heisst, alles was man mit der SW macht, merkt sie sich, und wendet es später wieder an.
Ich bin vor über 30 Jahren im Studium das erste Mal damit in Berührung gekommen und fand es sehr spannend. Inzwischen ist die Technik sehr viel weiter und vor allem für alle zugänglich.
AI“ beschreibt es im Grunde besser als die deutsche Bezeichnung KI. Ein Computer kann nie intelligent sein, auch wenn uns das die Science Fiction weiss machen will. Darum heisst es ja Fiction.
Das englische Wort Intelligence beschreibt das Suchen, Sammeln und Auswerten von Daten, wie es auch die Geheimdienste tun (der berühmte amerikanische Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency). Allgemein werden Geheimdienste im Englischen Intelligence Services genannt.

Eine mögliche Anwendung von AI ist Textrecherche.
Das bringt zum Beispiel Schulen bis hin zu Universitäten in Bedrängnis, weil die AI Text Tools mittlerweile so stark sind, dass sie ganze Abschlussarbeiten verfassen können. Die Programme durchsuchen das Internet nach geeigneten Textpassagen und setzen daraus einen eigenen Text zusammen. Bei wissenschaftlichen Arbeiten handelt es sich so um Plagiate. auf den ersten Blick sind diese Texte nicht als künstlich zu erkennen. Aber es gibt natürlich auch Programm, die das können. Viele Gymnasien und Unis setzen diese ein, um zu untersuchen, ob der Prüfling die Arbeit (Maturaarbeit, Abschlussarbeit Doktorarbeit, etc.) selbst geschrieben.
Eine weitere Anwendung ist die Bearbeitung von Bildern.
Photoshop hat längst Funktionen mit AI Unterstützung und es gibt auch Programme, die noch besser als Photoshop sind. Hier wird es immer schwieriger, zu erkennen, ob ein Bild manipuliert (oder sogar mit AI erstellt) wurde.
Aber man kann auch völlig legitim damit arbeiten. Inzwischen gibt es unter den Bildbearbeitern und Künstlern eine eigene Community dafür.
Man muss sich mit der Bedienung dieser Programme vertraut machen, um gute Ergebnisse zu erhalten. Also habe ich heute Nachmittag ein bisschen damit gespielt. Erste Ergebnisse sehen vielversprechend aus.
Ich habe auch ein bisschen mit Selfies von mir gespielt. Ich wusste gar nicht, dass ich so aussehe… 😉

Morgen fahre ich dann weiter und nehme die fünfte Etappe meiner Reise in Angriff.
Ziel ist Nynäshamn südlich von Stockholm. Eigentlich eine kurze Sache. Ich will aber nicht durch den Grossraum Stockholm fahren.
Stattdessen fahre ich zuerst Richtung Westen bis Västerås, um dort dann nach Südosten zu drehen und an die Küste zu fahren. Unterwegs gibt es noch einen Zoo in Eskilstuna. Wenn ich am Nachmittag noch Zeit habe, werde ich auch dort noch vorbeischauen.
Doch zuerst statte ich am Morgen Gamla Uppsala (Alt-Uppsala) einen Besuch ab. Das ist ein Freilichtmuseum hier im Norden von Uppsala. Da das Wetter morgen auch schön ist und ich genügend Zeit habe, passt dieser Besuch bestens in die Routenplanung.

In Nynäshamn werde ich einmal übernachten und am Samstagmittag die Fähre nach Visby nehmen. Das Pfingstwochenende werde ich auf der Insel Gotland verbringen.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Uppsala

Flaggen_Schweden_DänemarkSeit gestern bin ich nun in Uppsala. Hier bleibe ich bis Freitag, also für drei Übernachtungen. So habe ich zwei volle Tage, um mir die Stadt etwas anzusehen und auch, um einfach mal ein bisschen rumzuhängen. 😉

Heute bin ich zum Schloss von Uppsala und habe mir auch den Dom angesehen, der so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt.

Das Wetter war den ganzen Tag schön: Sonne, kein einzige Wölkchen am Himmel und eine Temperatur gegen 22 Grad. Wegen meiner Ausschläge an den Armen, die am abheilen sind, habe ich selbstverständlich wieder ein langärmliges Hemd getragen und bin wenn möglich im Schatten geblieben.
Immerhin hat sich der Ausschlag nicht verschlimmert. Die Haut ist zwar noch gerötet, aber mehrheitlich glatt und juckt oder brennt nicht mehr. Die Therapie wirkt offenbar. Ich hoffe, dass ich mich in ein paar Tagen so an die Sonne gewöhnt habe, dass alle diese Massnahmen bei vernünftigem Aufenthalt in der Sonne nicht mehr nötig sind.
Immerhin ist jetzt Frühling und nicht Hochsommer…

Beim Schloss beschränkte ich mich auf die Aussensicht. Das Kunstmuseum, das im Schloss untergebracht ist, habe ich nicht besucht.
Mit dem Bau des Schlosses wurde ursprünglich auf Anordnung von Gustav Wasa 1549 begonnen. Der König liess überall in Schweden Schlösser als Zeichen der Macht bauen.
In Uppsala steht das Schloss dann auch auf einer Anhöhe, auf der es die ganze Stadt überragt. Hinter dem Schloss gibt es einen grossen Park, der sogenannte Schlossgarten aus dem 17. Jahrhundert, in dem auch der Botanische Garten der Stadt angelegt ist.
Heute (seit Beginn des 20. Jahrhunderts) befinden sich im Schloss verschiedene Einrichtungen der Universität Uppsala, ein Kunstmuseum und auch die Wohnung des Regierungspräsidenten der Provinz Uppsala.

Der gotische Dom zu Uppsala, eigentlich Dom St. Erik oder auch Eriksdom genannt, ist mit 118,7 Meter das höchste Kirchengebäude Skandinaviens. Er ist sowohl Krönungs- als auch Grabstätte vieler schwedischer Könige und Sitz eines evangelisch-lutherischen Erzbischofs.
Der Grundstein wurde 1260 gelegt, aber erst 1435 wurde der Dom eingeweiht. Das ist länger als bisher an der
Sagrada Família in Barcelona gebaut wurde.
In der Krypta unter dem Dom liegt auch Gustav Wasa begraben, der den Bau des Schlossen in Auftrag gegeben hatte.
Im linken Turm des Doms befindet sich eine Art Schatzkammer. Dort sind auf drei Stockwerken verschiedene sakrale und royale Roben sowie mehrere Kronen, Reichstäbe, Reichsapfel, etc. ausgestellt.

Apropos Krönung: Der jetzige König Carl XVI. Gustaf (Jahrgang 1946) feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Thronjubiläum. Er war bei seiner Krönung 27 Jahre alt. Theoretisch könnte er also noch 20 Jahre regieren und so mit der englischen Königin Elisabeth II. gleichziehen.
Wie Grossbritannien gilt auch in Schweden das erstgeborene Kind eines Regenten als Thronfolger, unabhängig vom Geschlecht. Allerding erst seit 1980, als die rein männliche Thronfolge aufgehoben wurde.
Schweden hat denn auch eine Kronprinzessin, Victoria, die älteste Tochter von Carl XVI. Gustaf.

Den Rest des Tages habe bin ich durch die Fussgängerzone gebummelt und mich in das eine oder andere Kaffee gesetzt, um zu lesen oder auch nur die Leute zu beobachten.
Morgen gehe ich mal schauen, was auf der anderen Seite des Bahnhofs ist. Ansonsten gibt es hier einige Parks, in denen ich mich in den Schatten setzen kann.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Weiter Richtung Süden

Flaggen_Schweden_DänemarkDie vierte Etappe führte mich heute von Hudiksvall entlang der schwedischen Ostküste nach Süden bis nach Uppsala. Gute 230 km.
Aber da ich wieder bei jeder Gelegenheit von der Autostrasse runter und viel über Land gefahren bin, wurde es ein bisschen länger. Insgesamt war ich sechs Stunden unterwegs, kleinere und grössere Stopps eingerechnet.

Das Wetter war in Hudiksvall gewohnt schön. Allerdings hatte es deutlich mehr Schleierwolken und die Sonne lag im Dunst.
Rund 150 km südlicher, kurz nach Mittag, begann es zu regnen. Das dauerte allerdings nicht lange. Einfach lange und intensiv genug, dass ich mit den Scheibenwischern und dem Regenwasser die gefühlt Hunderte von Mücken und Fliegen von der Windschutzscheibe wischen konnte. Mit dem Effekt, dass, so sobald der Regen aufgehört hatte, neue Flecken auf der Frontscheibe entstanden… (sic!)
Aber es ist halt so: Keine noch so gut geputzte Scheibe bleibt lange sauber…

In Uppsala war eineinhalb Stunden später von Regen nichts mehr zu merken. Die Sonne schien und es war etwa 20 Grad warm.

Noch bevor es begonnen hatte zu regnen, fand ich einen kleinen Rastplatz an einem See. Wobei ich mir nie sicher war, ob es sich nun um einen sehr grossen See handelte oder ob es das Meer war. Immerhin war ich nahe an der Küste. Es war aber sicher ein See. 🙂

Hier habe ich meinen zweiten Test mit meiner kleinen Drohne gemacht.
Gestern ging der erste Test in die Hose. Die Kamera funktionierte nicht richtig. Heute konnte ich die Drohne zum Glück zurücksetzen und alles funktionierte so, wie es sollte.
Ich habe zum ersten Mal eine Drohne auf einer Reise mit dabei. Zum einen bedeutet es zusätzlich Gewicht beim Gepäck, und zum anderen nerve ich mich auf meinen Reisen oft über Drohnenpiloten, die rücksichtslos überall fliegen und sich an keine Regeln halten. So will ich auch keinen Fall auffallen.
Ich habe die Drohne vor zwei Jahren gekauft. Eine kleine, billige Drohne, deren Kamera eine kleine Auflösung hat. Aber ich habe sie bisher kaum gebraucht.
Nun habe ich mir einen Ruck gegeben und erst einmal beim BAZL die Prüfung abgelegt. Dann habe ich zu Hause einige Flugversuche gemacht, bis ich das Gefühl hatte, das Gerät einigermassen zu beherrschen.
Ich habe die Drohne in erster Linie auf diese Reise mitgenommen, um herauszufinden, ob das Gerät ein gute Ergänzung zu meiner Fotografie ist. Wenn ich nach dieser Reise zum Schluss komme, dass ich dieses Gebiet auch vertiefen möchte, werde ich mir eine neuere Drohne kaufen, mit einer hochauflösenden Kamera, die dann wohl auch etwas mehr kosten wird. Mal sehen.
Dann werde ich wohl auch noch an meinem Flugkönnen arbeiten müssen, damit ich das Optimum herausholen kann. Der erste solche Einsatz wäre dann die Islandreise im September.

Übrigens: Mein Ausschlag an den Armen ist stark zurückgegangen. Die Haut ist zwar noch gerötet, und man fühlt noch leichte Pusteln. Es brennt und juckt aber nicht mehr. Das Gel, lange Ärmel und Bewölkung dürften Wirkung gehabt haben. 🙂

In Uppsala bleibe ich bis Freitag. So habe ich zwei volle Tage, um mir die Stadt ein bisschen anzusehen. Im Zentrum ist viel los. Die Fussgängerzone war heute Nachmittag gerappelt voll.
Mal schauen, was die Stadt zu bieten hat.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Zurück an die Küste

Flaggen_Schweden_DänemarkAuf meiner dritten Etappe bin ich heute von Östersund zurück an die Küste gefahren.
Ziel war Hudiksvall, eine Kleinstadt
300 km nördlich von Stockholm.
Hudiksvall ist nur etwa einen Drittel so gross wie Sundsvall und Östersund. Sie ist vergleichbar mit Solothurn oder Aarau.

Eigentlich hätte ich genau die gleiche Strecke über die Europastrasse E14 zurückfahren müssen, auf der ich gestern nach Östersund gekommen war. Die Alternativroute wurde von Google Maps als Mautstrecke ausgewiesen. Das möchte ich eigentlich soweit möglich immer vermeiden.
Aber die gleichen 200 km zurückfahren, wollte ich doch auch nicht.
Also bin ich noch mehr als an den letzten Tagen, immer wieder runter von der Autostrasse auf Landstrassen ausgewichen.
Und das lohnte sich: Ich hatte sehr schöne Überlandstrecken, auf denen ich zwar keine 100 km/h fahren konnte, dafür umso entspannter vorwärts kam. Und, auch dank dem weiterhin strahlenden Wetter, sehr schöne Landschaften zu sehen kriegte.
Ich fuhr durch Siedlung mit lauter Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten und Rasenflächen. Es sah so aus wie eine Vorstadtsiedlung. Bloss dass da weit und breit keine Stadt war. Die Siedlungen war selber Ortschaften.

Das schöne Wetter und besonders der anhaltende Sonnenschein hat für mich leider auch eine „Schattenseite“:
Wie praktisch immer zu Beginn des Sommers, wenn die Sonne etwas stärker wird, habe ich in den letzten Tagen wieder einen Ausschlag, sogenanntes Nesselfieber, gekriegt. Meine beiden Unterarme und auch die Hände sind übersäht mit einem Ausschlag, der zuweilen auch juckt und brennt. Ich bin ganz offensichtlich allergisch auf die Sonne. Zumindest zu Beginn der Saison.
Sonnenbrand habe ich keinen. Mein Gesicht ist etwas gerötet gewesen. Aber das ist bei mir auch normal in der ersten Sonne, und ich meinen Hut getragen hätte (was ich jetzt auch tue… mea culpa), wäre kaum was zu sehen. Und diese Röte verwandelt sich bei mir in der Regel ganz schnell in Bräune. 😉
Auch der Ausschlag auf den Unterarmen (eine Folge der kurzen Ärmel von TShirts) wird wohl wie immer in ein paar Tagen verschwunden sein. Trotzdem ist er unangenehm.
Deshalb bin ich unterwegs in eine Apotheke und habe dort einen kühlenden Gel aus Aloa Vera erhalten, mit dem Auftrag, den mehrere Male pro Tag aufzutragen und ab sofort lange Ärmel zu tragen. (sic!)
Und was soll ich sagen? Das Zeug wirkt!
Schon nach dem ersten Auftragen hat der Ausschlag nicht gebrannt resp gejuckt. Und ich habe heute tatsächlich kein TShirt getragen, sondern das einzige Langarmhemd, das ich mitgenommen habe (wer denkt schon an Langarmhemd im Sommer?).
Ich habe den Eindruck, dass auch der Ausschlag langsam zurückgeht. Die Arme sind immer noch rot, aber die Pusteln kaum mehr spürbar, wenn man die Haut anfasst. Und die Haut ist merklich kühler geworden.
Also werde ich die Therapie morgen weiterführen.
Und ich überlege mir, noch zwei, drei Tuben dieses Gels zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen.

Nach der Ankunft hier in Hudiksvall bin ich nach dem Zimmerbezug in die Stadt gegangen.
Die Stadt liegt am Meer, hat aber auch einen kleinen See. Im Zentrum gibt es eine kleine Fussgängerzone mit Läden und am Hafen wird gebaut. Man kann gut sehen, dass der ganze Bereich umgestaltet wird, um als Freizeitbereich genutzt werden. Ausserdem entstehen dort mehrere Wohnblöcke. Ganz offensichtlich sind da Stadtplaner mit einem neuen Konzept am Werk.
Am Hafen resp in dessen unmittelbarer Nähe findet man auch viele Restaurants und Bars, was gut in das Konzept zu passen scheint.

Morgen geht es 230 km weiter Richtung Süden bis Uppsala. Das ist, im Gegensatz zu meinen bisherigen Etappenorten, eine Grossstadt. Dort werde ich einen etwas längeren Stopp einlegen. Ich bleibe drei Nächte (also 2 volle Tage), um mir die Stadt etwas ansehen zu können.

Stay tuned.

Skandinavien 2023: Abstecher ins Landesinnere

Flaggen_Schweden_DänemarkHeute bin etwas von der Küste weggekommen und von Sundsvall nach Östersund gefahren. Die Stadt liegt ungefähr in der Mitte des Ost-West Ausdehnung Schwedens.

Die 200km Fahrt führte mich wieder durch Wälder und an vielen Seen vorbei. Der ganze Tag über schien die Sonne und wenn es windstill war, stiegen die Temperaturen bis auf 21 Grad Celsius.

Unterwegs habe ich mehrere Stopps eingelegt. Meine Mittagspause habe ich auf einem Rastplatz an der Autostrasse verbracht. Der hatte nur wenige Meter von der Strasse weg einen schönen Picknickplatz direkt an einem Fluss. Dort hatte es auch einen Steg in den Fluss hinaus für Angler. Allerdings durfte man nur mit Angelschein dort angeln.

Mein heutiges Hotel ist insofern speziell, als dass es erst kaum zu finden war. Ich musste herumfragen.
Es gibt hier nur eine kleine Eingangstüre neben dem Eingang zu einem Restaurant, die mit einem Code zu öffnen ist. Und es gibt auch keinen Rezeption. Das Zimmerschloss wird auch mit einem Code geöffnet.
Den Code habe ich gestern per SMS und eMail gekriegt.
Gleich gegenüber des Hotels ist ein Parkhaus, das ich mit Google Maps problemlos gefunden habe. Somit hatte ich nur einen kurzen Weg mit meinem Gepäck zum Hotel (nachdem ich es gefunden hatte).
Am Zimmer ist nichts auszusetzen. Ich habe ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung gekriegt (das habe ich ach so gebucht). Somit habe ich genügend Platz. 🙂
Einzig Frühstück gibt es morgen nur bis 09:00. Das heisst dann, etwas früher aufstehen als sonst.

Am Nachmittag habe ich mir dann noch ein bisschen die Fussgängerzone von Östersund angeschaut. Da heute Sonntag ist, sind alle Geschäfte zu und ein paar Restaurants auch. Die Leute sonnten sich in den Strassencafés und am Seeufer.
Am Seeufer ist mir etwas aufgefallen: in dem Park dort habe ich kaum Schwedisch gehört, sondern fast nur Arabisch. Kopftücher, schwarze Haare und dunkle Haut (und arabische Musik) dominierten. Hauptsächlich waren da Familien, aber auch ein grosse Anzahl Halbwüchsiger, die einfach herumlungerten. Scheinbar ist dieser Park der Migranten Treffpunkt von Östersund.

Morgen fahre ich wieder zurück an die Küste nach Hudiksvall und später von dort weiter nach Süden.

Stay tuned.