Island 2017: Mein dritter Tag auf den Strassen von Island

Island_flagHeute habe ich einen Tagesausflug nach Jökulsárlón, der grossen Gletscherlagune gemacht.
Da ich ja für zwei Nächte im Hotel Hotel Geirland eingecheckt habe, konnte ich diese Fahrt mit leichtem Gepäck, sprich Fotoausrüstung antreten.

Für die rund 95km Richtung Osten brauchte ich gut eineinhalb Stunden. In Island gilt ausserorts generell eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 90km/h. Autobahnen gibt es hier nicht, resp bloss in der Region von Reykjavík, und selbst wenn man eine schnurgerade, asphaltierte Strasse vor sich hat, auf der vor einem und hinter einem weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist, wäre eine Geschwindigkeitsbusse das Letzte, das ich hier bezahlen möchte…

Gestern war ich mir noch nicht sicher, ob sich die Fahrt lohnen würde. Der Wetterbericht war nicht besonders, und ich wollte nicht so weit fahren, um dann dort im Regen zu stehen.
Aber das Wetter hätte heute morgen nicht besser sein können: strahlender Sonnenschien und kein Wölkchen weit und breit. 🙂

Bei der Lagune angekommen, war ich erst einmal baff über der Schönheit dieses riesigen Gletschersees (rund 18 Quadratkilometer). Spiegelglattes Wasser und überall kleinere und grössere Eisberge. Die strahlende Sonne tat dann noch ihr Übriges mit dazu, dass sich dem Betrachter eine schon fast kitschige Postkartenszene bot.

Auf er Rückfahrt machte ich unterwegs noch einige Mal Halt, um diese aussergewöhnliche Landschaft mit der Kamera festzuhalten.

Im Hotel Geirland angekommen, musste ich leider feststellen, dass das Wetter nun doch umgeschlagen hatte. Der Himmel ist nun komplett wolkenverhangen und es nieselt leicht. Hoffentlich ändert das Wetter bis morgen wieder. Sonst wird die nächste Etappe eine ziemlich nasse Angelegenheit.

Morgen fahre ich wieder zurück Richtung Westen in die Gegen von Selfoss, wo ich im Hotel Borealis die nächste Nacht verbringen werde.

P.S.: Selbstverständlich gibt es auch von diesem Ausflug wieder eine Galerie.

 

Summary
Today I made a roundtrip to the glacier lagoon of Jökulsárlón.
It was a drive of about one and a half hours through stunning landscapes.

On arrival at Jökulsárlón, I was overwhelmed by the sheer beauty of this glacier lake with it’s clear water and all those icebergs swimming in it. Since there was super weather with the sun shining, the scene looked like postcard.

On my way back I made some stops, so I could catch those beautiful landscape with my camera.

Tomorrow I will drive back to the area of Selfoss where I will spend the night at the Hotel Borealis.

Die grosse Gletscherlagune
Jökulsárlón
Die grosse Gletscherlagune
Jökulsárlón

Island 2017: Der zweite 2. Tag unterwegs – my second day on the road

Island_flagAm zweiten Tag meiner Reise bin ich nun im Süden von Island angelangt.
Auf dem Weg zur meiner nächsten Unterkunft habe ich vier Mal einen Halt eingelegt.

Zuerst habe ich den über sechzig Meter hohen Wasserfall Seljalandsfoss besucht, denn man schon von Weitem sieht, wenn man auf der Ringstrasse Richtung Osten fährt.
Unter dem Seljalandsfoss kann man hindurch gehen. Allerdings habe ich angesichts des sehr kalten Windes und der durchnässten Japaner, die vom Wasserfall zurückkamen, darauf verzichtet.

Meinen nächster Halt habe ich beim Hof Þorvaldseyri eingelegt. Dieser Hof liegt unmittelbar unter dem Vulkan Eyjafjallajökull resp dem Gletscher, unter dem der Vulkan liegt.
Als der Vulkan 2010 ausbrach, wurde Þorvaldseyri durch Asche und Fluten von geschmolzenem Eis und Schutt ziemlich in Mitleidschaft gezogen, und die Familie kämpfte um ihre Existenz. Davon gibt es einen Dokumentarfilm, der in einem extra dafür gebauten Dokumentationszentrum gezeigt wird.
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull hatte im Übrigen zur Folge, dass der Flugverkehr in Europa und Nordamerika zum Erliegen kam.

Von Þorvaldseyri bin ich weiter zum Skógafoss. Dieser Wasserfall hatte es mir schon während der Reisevorbereitungen angetan, als ich Bilder davon gesehen hatte. In Natur und bei strahlendem Sonnenschein war er dann natürlich noch eindrücklicher.

Meinen letzen Halt, bevor ich meine heutige Unterkunft, das Hotel Geirland ansteuerte, legte ich am schwarzen Strand von Reynisfjara ein. Der „Sand“ dort ist nicht hell, sondern pechschwarz. Es handelt sich dabei schlicht um Lava.
Am Strand kann man bis zum Wasser gehen. Allerdings ist es empfehlenswert, einen sicheren Abstand zur Brandung zu halten. Die Wellen sind unberechenbar und können zuweilen mit einer ziemlichen Wucht aufs Land treffen. Es soll vorgekommen sein, dass Menschen, die zu nahe ans Wasser gingen, von den Wellen erfasst und ins Meer hinaus gezogen wurden.

Morgen will ich von hier aus einen Tagesausflug zur Gletscherlagune Jökulsárlón machen

.

Summary
Today I headed south and then east. Driving o the famous „Ring Road“ toward my accomodation for the next two nights, I made four stops:

  • Seljalandsfoss – a huge waterfall that can be seen from far away
  • Þorvaldseyri, where I watched a documentary about the eruption of the volcano Eyjafjallajökull
  • Skógafoss – another waterfall and a real beauty in the sunlight
  • Reynisfjara – the black beach where there’s no sand but lava

Tomorrow I plan to make a trip to the glacier lagoon of Jökulsárlón .

Der schwarze Strand von Reynisfjara
Der schwarze Strand von Reynisfjara
Das Bauerngut Þorvaldseyri unterhalb des Vulkans Eyjafjallajökull
Das Bauerngut Þorvaldseyri unterhalb des Vulkans Eyjafjallajökull

Island 2017: 1. Tag unterwegs – first day on the road

Island_flagZuerst an dieser Stelle eine Neuerung:
Da immer mehr meiner englischsprachigen (oder besser: nicht-deutschsprachigen) Bekannten mitlesen, habe ich mich entschlossen, ab diesem Post jeweils am Ende eine kurze Zusammenfassung in Englisch anzufügen.
For my English (or better: non German) followers, there will be a short summary in Englisch at the end of each post.

Heute habe ich also Reykjavík verlassen und mich auf meine Reise in den Süden und Westen von Island begeben.
Ich wurde wie angekündigt von einem Mitarbeiter von Europcar am Hotel abgeholt und zu Europcar-Filiale in Reykjavík gebracht, wo ich meinen Mietwagen, einen kleinen KIA übernommen habe.

Dann ging’s los Richtung Þingvellir, meinem ersten Ziel. Nach ca 45 Minuten Fahrt traf ich dort erst einmal einen Parkplatz voll mit Cars und Mietwagen an. Ich kam mir zeitweise vor wie in der U-Bahn in Tokio. 😉
Aber die Aussicht war es Wert. Trotz zeitweisem Regen beeindruckte mich diese weite und unberührte Natur sehr.

Von Þingvellir ging es nach einer kurzen Mittagspause weiter zum Grossen Geysir, eine ca 50 minütige Fahrt durch grossartige Landschaften und in ständig wechselndem Wetter. Natürlich auch dort grosse Touristenmassen. Da die Anlage ab sehr viel weitläufiger als Þingvellir ist, haben sich die Leute gut verteilt.
Der Geysir bricht ziemlich unregelmässig aus. Aber es ist ein gewaltiges Naturspektakel, wenn die heissen Wassermassen in unmittelbarer Nähe in die Luft geschleudert werden.

Vom Grossen Geysir waren dann nur noch 10 Minuten zu fahren, bis ich beim Gullfoss, einem riesigen Wasserfall ankam. Die Gischt stäubt dort so hoch, dass man auch auf der entferntesten Besucherterrasse ziemlich nass wird. Ich versuchte, die Kamera mit einem eigens dafür konstruierten Regenschutz trocken zu halten. Aber in Island braucht es halt auch wasserfeste Kleidung, wenn die Sonne scheint…

Nun bin ich in meiner heutigen Unterkunft, dem Sel Guesthouse bei Sellfoss angekommen; einem familienbetriebenen Bauerngasthof mit exzellenter Küche.

Morgen geht es dann weiter an die Südküste von Island.

Summary
Today I left Reykjavík with a small rental car and drove first to Þingvellir, an icelandic national park about 40km east of Reykjavík. From there I went to visit The Great Geysir.
Before I headed to my hotel for this night, the Sel Guesthouse, I stopped also at the Gullfoss.
Now I’m here, in a nice guesthouse on a farm in the middle of nowhere. 😉
Tomorrow my journey continues to the south of Iceland.

Der Himmel über Skálholt
Der Himmel über Skálholt

Island 2017: Ein sonniger Tag in Reykjavík

Island_flagWährend sich das isländische Wetter hier in Reykjavík gestern von seiner weniger schönen Seite gezeigt hatte, und den ganzen Tag über Regen und Wind vorherrschten, war heute Sonnenschein angesagt.

Den ganzen Tag war es warm und sonnig. An windstillen Ecken in der Stadt konnte man seinen Kaffee draussen sogar ohne Jacke geniessen, und die Durchschnittstemperatur stieg von rund 8 auf 11 – 12 Grad an.

Ich habe heute den Alten Hafen von Reykjavík erkundet. Die Gegend bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten:
Museen, Hotels, Restaurants, kleinere und grössere Läden, und sogar Einkaufszentren.
Ein grosser Teil der Anlage ist Fussgängerzone, in der man auch Marktstände und Strassenmusiker findet.
Direkt am Wasser hat es viele Anbieter von Schiffstouren, um zB Wale oder Vögel beobachten zu können.
Die vielen Baustellen zeugen zudem davon, dass die Stadt hier offenbar noch einiges vorhat und das Gebiet noch weiter ausbauen will.

Trotz des schönen Wetters habe ich auch das eine oder andere Museum besucht. Dabei habe ich unter anderem etwas über Islands Vulkane gelernt und zwei gute Dokumentarfilme über die grossen Vulkanausbrüche 1973 auf den Westmännerinseln und 2010 auf der Hauptinsel gesehen.
An letzteren kann ich mich noch gut erinnern, weil durch den Ausbruch, respektive wegen der Asche, die dabei in die Atmosphäre geschleudert wurde, der Flugverkehr in fast ganz Europa und Nordamerika zum Stillstand gekommen war.
Ich habe damals in der Kaserne Kloten direkt neben dem Flughafen gearbeitet, und erinnere mich noch sehr gut an die ungewöhnlich Ruhe in diesen Tagen. 😉

Alles in allem ein super Tag in einer sehr schönen und sympathischen Stadt. I like Reykjavík. 🙂

Morgen geht es dann mit dem Mietwagen nach Osten zu meinem nächsten Ziel nach Selfoss.

Der alte Hafen von Reykjavik
Der alte Hafen von Reykjavik
Kaffeepause im alten Hafen
Kaffeepause im alten Hafen

 

 

 

 

Island 2017: Island ist teuer?

Island_flagAn der Stelle erlaube ich mir, ein paar Worte zu den Preisen hier in Island zu verlieren. Wobei sich meine Erfahrungen erst einmal auf die Hauptstadt Reykjavík beschränken.
Hauptstädte sind in der Regel fast überall auf der Welt teurer als der Rest des jeweiligen Landes. Und wenn dann solche Massen an Touristen (im Vergleich zur Grösse der Stadt) auftreten wie hier, dann liegt man sicher nicht falsch, wenn man annimmt, dass die Preise dadurch noch einmal etwas höher sind.

Nun, dass die Preise für fast alles in skandinavischen Ländern höher sind als im restlichen Europa (ja sogar höher als im sogenannten „Hochpreisland“ Schweiz), hat sicher jeder schon einmal gehört.
Ich selbst durfte mich davon in Dänemark, Schweden und Finnland davon überzeugen; und kann nun sagen, dass das auch für Island gilt.
Island soll gar das teuerste Land sein. Zumindest sagte mir das eine einheimische Verkäuferin heute. Und dass ihr das ein wenig peinlich sei.

Das mag absolut gesehen auch stimmen. Und es stimmt definitiv, wenn es um alkoholische Getränke geht. Gerade heute habe ich in einem kleinen Restaurant für eine Büchse einheimisches Bier 1’200 isländische Kronen bezahlt. Gemäss aktuellem Mittelkurs sind das 10.95 Schweizer Franken.
Das schaffen nicht einmal wir in der Schweiz. Das ist mein persönlicher Rekord. Selbst im superteuren Washington DC kostete mich ein Bier im trendigen Georgetown damals umgerechnet „nur“ acht Franken. 😉

Aber wenn ich mir die anderen Preise anschaue, habe ich den Eindruck, dass die gar nicht soooo weit von unseren Preisen zu Hause entfernt sind. Ein Cappucino kostet in Reykjavík im Durchschnitt 550 isländische Kronen, also gute 5 Franken. Das bezahle ich in der Zürcher oder Berner Innenstadt auch. Und eine Cola kostet hier um die 400 Kronen, also 3.65 Franken. Nach meinen Erfahrungen kriege ich das in der Schweiz schon lange nicht mehr zu diesem Preis.
Etwas teurer wird’s hier, wenn man essen geht:
Eine Portion Spaghetti Carbonara hat mich gestern Abend 2990 Kronen (CHF 27.30) gekostet.
Oder eine einfache Pizza schlägt locker ‚mal mit 2200 Kronen (CHF 20.–) zu Buche.
Zusammen mit Getränken und eventuell Salat kann so ein einfaches Abendessen locker mal um die 45 Franken kosten.
Fleischgerichte sind naturgemäss noch teurer.

Wie weit Souvenirs oder Museumseintritte für einen Preisvergleich herangezogen werden sollten, ist in meinen Augen zumindest fraglich. Hier regeln doch Angebot und Nachfrage den Preis.
Solange Touristen für Museumseintritte umgerechnet mehr als 20 Franken bezahlen, und TShirts im Souvenirshop für über 35 Franken über den Tisch gehen, wären die Isländer ganz schön blöd, wenn sie weniger verlangen würden. 🙂
Ausserdem sind diese Preise im Gegensatz zu anderen Dienstleistungen und Essen für die einheimische Bevölkerung kaum relevant.

Über die Hotelpreise hier weiss ich nicht so genau Bescheid, da ich meine Reise von einem Reisebüro habe zusammenstellen lassen und pauschal bezahlt habe. Aber was ich im Netz gesehen habe, lässt den Schluss zu, dass sich diese Preise in demselben Rahmen bewegen, wie man sie auch in anderen Städten in Nordeuropa findet.

Alles in allem stimmt es schon: Island ist ein teures Pflaster.
Besonders, um hier Ferien zu machen. Verglichen mit den traditionellen Feriendestinationen in Südeuropa, Amerika und Asia ist es sogar exorbitant teuer.
Als Feriendestination es sicher nicht für Leute mit kleinem Budget geeignet. Ebenso wenig wie für Sonnenanbeter und den Liegestuhlfetischisten unter den Pauschaltouristen.

Wer nach Island kommt, sollte davon ausgehen, dass er hier für das tägliche Leben mindestens genauso viel bezahlt wie zu Hause; eventuell auch ein bisschen mehr. Und sollte beachten, dass zu Hause die Kosten weiter anfallen, auch wenn er sie quasi hier schon einmal bezahlt hat.

Ich bin gespannt, welche „Preiserfahrungen“ ich ab morgen machen werde, nachdem ich Reykjavík verlassen habe und mit dem Auto in ländlichere Gegenden vorstossen werde.

 

Island 2017: Island aus der Luft

Island_flagIch habe eben der Galerie „Reykjavík“ noch zwei Bilder zugefügt, die ich gestern beim Landeanflug auf Kevlavik mit dem Handy aus dem Flugzeug geschossen habe.

Das eine Bild zeigt die Insel Heimaey, die grösste der Westmännerinseln (Vestmannaeyjar), die südlich von Island liegen. Man sieht auf dem Bild sehr gut die Krater der beiden Vulkane Helgafell (der untere, kleinere Krater) und Eldfell.
Eldfell (Feuerberg) brach am 23. Januar 1973 unerwartet und ohne Vorwarnung aus. Die Lava zerstörte beinahe das ganze Dorf und alle 5’000 Bewohner mussten von der Insel evakuiert werden. Nur weil es gelang, zum ersten Mal überhaupt den Lavastrom mit Seewasser zu kühlen und so zu stoppen, konnte ein Grossteil der Häuser gerettet werden.
Seither ist keiner der Vulkane auf der Insel mehr ausgebrochen.

Das andere Bild zeigt den Ort Grindavík an der Südküste Island. Einige Kilometer nördlich befindet sich die Blaue Lagune (Bláa Lónið), das weltberühmte Thermalbad.

 

Heimaey - Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)
Heimaey – Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)
Grindavík
Grindavík

Island 2017: Regentag in Reykjavík

Island_flagNachdem mich Island gestern mit wunderschönem Sonnenwetter empfangen hat, hat sich das Blatt heute gewendet: Regen und Wind sind angesagt.

Wie gestern liegen die Temperaturen hier tagsüber um die 9 Grad Celcius. Eigentlich nicht wirklich schlimm, aber mit Wind und Nässe fühlen sich die neun Grad deutlich unangenehmer an als mit Sonne. 😉

Man hat mir schon im Vorfeld meiner Reise gesagt, dass das Wetter in Island sehr schnell ändern kann. Also bin ich nicht wirklich überrascht.

Ich habe das schon einmal so erlebt. Als ich nach meiner Matura 1983 mit Interrail in Schottland unterwegs war, habe ich einem Tag in Inverness so viele Wetterwechsel erlebt, dass ich damals das Gefühl hatte, alle Formen von europäischem Wetter an einem Tag erlebt zu haben.

Damals wie heute gibt es da eigentlich nur ein Rezept: gute, wetterfeste Kleidung.
Dank meiner Bekannten, die schon einmal in Island waren, habe ich diese auch mitgenommen, und wer mich kennt, weiss, dass ich lieber Kälte als Hitze habe. Ich bin also am richtigen Ort. 😉

Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Gestern: Anflug auf Kevlavik bei schönstem Wetter
Heute: Wind und Regen in Reykjavík
Heute: Wind und Regen in Reykjavík

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe noch ein paar weitere Bilder in eine Galerie „Reykjavík“ hochgeladen. Weiter folgen, so bald ich Zeit und Musse habe, sie zu bearbeiten.

Island 2017: Meine ersten Nordlichter

Island_flagEigentlich wollte ich erst morgen Abend wieder etwas schreiben. Nachdem ich Reykjavik etwas erkundet gehabt hätte, und von der einen oder anderen Entdeckung hätte berichten können.

Aber heute Abend habe ich zum ersten Mal Nordlichter in am Himmel gesehen. Völlig überraschend.
Ein absolut einmaliges Naturschauspiel, das man in unseren Breitengraden leider nicht zu sehen kriegt.
Die grünen Lichter tauchen nicht einfach am Himmel auf und verschwinden dann wieder. Sie sehen eigentlich aus wie grüne Nebelschwaden, die zu wandern scheinen. Es sieht aus, als würden sie von einem Wind bewegt. Und wie Nebelschwaden im Wind werden sie auch stärker und schwächer, bis sie am Schluss ganz verschwinden.

Eigentlich bin ich nach dem Nachtessen einmal mit Kamera und Stativ raus, um ein paar Nachtbilder von Reykjavik zu schiessen. Da es die nächsten zwei Tage laut Wetterbericht regnen soll, musste ich die klare und trockene Nacht noch nutzen.

Aurora borealis über Reykjavik

Als ich gerade dabei war, einige Bilder für eine HDR Aufnahme der Hallgrímskirkja (Hallgrimms Kirche) zu schiessen, tauchten plötzlich Nordlichter am Himmel auf. Das Schauspiel war sehr eindrücklich, aber auch kurz.

Leider sind mir in der Eile nicht gerade die besten Bilder gelungen, aber ich hoffe, dass ich während meiner Reise noch einmal Gelegenheit haben werde, dieses einzigartige Schauspiel der tanzenden, grünen Lichter am nächtlichen Himmel zu fotografieren.

Island 2017: Angekommen

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Nun bin also in Reykjavik angekommen und habe mein Hotelzimmer bezogen. Im Sunna Guesthouse bleibe ich bis am Sonntag.
Der Transfer mit dem Flybus vom Flughafen zum Hotel dauerte noch einmal fast solange wie der eigentliche Flug. 😉

Das Wetter hier ist im Moment absolut super. Blauer Himmel und Sonne bei ca 9 Grad.
Aber morgen soll es regnen. Mal schauen.

Beim Auspacken habe ich dann eine unangenehme Überraschung erlebt. Die Flughafen Security in Zürich hat meinen kleineren Koffer mit der Fotoausrüstung geöffnet und sämtliche Batterien und Ersatzakkus entfernt. Das sei im Fluggepäck nicht erlaubt.
Das wusste ich so nicht, und ich hatte bisher auf jeder Reise immer genügend Ersatzakkus und Batterien im Gepäck, ohne dass es dabei Probleme gab. Die Akkus in den Kameras wurden aber zu Glück drin gelassen. Und die drei Ersatzakkus im Handgepäck wurden nicht beanstandet. Offenbar sollte man die grundsätzlich im Handgepäck dabei haben.
Zum Glück habe ich zu jedem Akkutyp noch je ein Ladegerät eingepackt. Sonst wäre ich jetzt ziemlich aufgeschmissen. So muss ich die Akkus halt dann täglich laden, und schauen, wo ich Batterien kaufen kann. Die dürften hier allerdings wie alles ziemlich teuer sein.

Ach ja. Ich kann meine Akkus nach meiner Rückkehr in der Gepäckablage am Flughafen Zürich wieder abholen. Kostet mich bloss 30.– Gebühr. So kann man natürlich auch Geld machen… Wären da nicht die teuren Akkus für die Kameras dabei, sondern nur die Batterien, würde ich es bleiben lassen. Aber die Akkus kosten ein Vielfaches der Gebühr…

Nun werde ich mal kurz die Umgebung des Hotels erkunden und mir ein Restaurant suchen, um was zu essen.

Morgen geht es dann daran, die Stadt zu erkunden.

Island 2017: Morgen geht’s los.

Island_flag
Die Koffer sind schon fast fertig gepackt. Noch ein paar Kleider und Hygieneartikel zusammensuchen, und fertig ist mein Gepäck.

Für mich, der gerne mit möglichst leichtem Gepäck reist, wenn er fliegt, ist das ein Novum. 😉
Ich habe dieses Mal nämlich zwei Koffer dabei, da ich noch einiges an Fotoausrüstung mitnehme. Ich will die wunderschöne Landschaft in Island schliesslich in einer möglichst hohen Qualität aufnehmen. Da reicht der kleine Sensor meiner „travellin‘ cam“, der NIKON 1 V2 leider nicht. Da brauche ich „schweres Geschütz“, und das hat sein Gewicht, und auch ein gewisses Volumen. Nicht zuletzt, weil ein gutes, stabiles Stativ ein absolutes Muss ist für das, was ich geplant habe. Was ich alles dabei habe, und was davon wirklich nützlich war und was ich überflüssigerweise eingepackt hatte, werde ich berichten, wenn ich wieder zurück in der Schweiz sein werde.
Aber auch die regen- und windfeste Kleidung und Schuhe, die ich benötige, um den Wetterkapriolen in Island zu trotzen, sind halt auch nicht so leicht und dünn wie eine Badehose und ein Handtuch. 😉

Heute Abend fahre ich dann kurz zum Flughafen und gebe mein Gepäck schon einmal auf.
Somit wird das Boarding morgen zu einer einfachen und hoffentlich stressfreien Sache.

Mein Flug FI569 nach Island geht um 14:00 ab Zürich und kommt um 15:50 am Flughafen Keflavík an. Scheint auf den ersten Blick ein kurzer Flug zu sein.
Wenn da die Zeitverschiebung nicht wäre. Die Uhren in Island haben nämlich UTC, also die Zeit über dem Meridian in Greenwich. Und das sind zwei Stunden weniger als bei uns, da Island auch keine Sommerzeit hat.
Mein Flug dauert also tatsächlich 3 Stunden und 50 Minuten, und in Schweizer Zeit gerechnet, komme ich um ca. 17:50 am Flughafen Keflavík an.

Von Keflavík geht es dann mit dem Flybus nach Reykjavík in mein erstes Hotel, das Sunna Guesthouse.

Dort werde ich drei Nächte bleiben. So habe ich zwei volle Tage Zeit, Reykjavík zu erkunden; bevor ich dann am Sonntag, 1.10.17 meinen Mietwagen übernehmen werde und mich auf meine neuntägige Tour entlang der Süd- und Westküste Islands begebe. Der Tourplan mit allen Abschnitten ist übrigens bereits hier in der Galerie „Island 2017“ hoch geladen.

Ich melde mich voraussichtlich das nächste Mal morgen Abend, sobald ich im Hotel bin und Netz habe.