Island 2018: Entlang der Südküste

Island_flagDa ich ja bekanntlich nicht ins Hochland fahren konnte, bin ich heute eine bereits bekannte Route auf der Ringstrasse entlang der Südküste Richtung Osten bis nach Kirkjubæjarklaustur gefahren.

Der Sturm war natürlich trotzdem ein Thema. Gestern Abend wurden für die südöstliche Küste Windgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h angekündigt. Das hat mich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich interessiert, weil ich ja im Sel Guesthouse war, also weit weg. 😉

Heute war aber auch entlang der ganzen Südküste mit starkem Wind zu rechnen. Und der kam auch.
Und auch wenn es sich nicht um einen Sturm handelte, und die befürchteten Sandstürme im Myrdalsandur ausblieben resp nur sehr lokal und schwach auftraten, sind 8 bis 10 km/h Windgeschwindigkeit schon ganz ordentlich. Zwar nicht beim Autofahren, aber wenn man, so wie ich heute, fast 4 km lang frontal dagegen anmarschieren muss. 🙂
Aber davon etwas weiter unten…

Da ich die Strecke vom letzten Jahr schon kannte, und ich die meisten „Tourist Hot Spots“ entlang der Südküste schon besucht hatte, kam ich relativ rasch vorwärts. Ich entschied mich deshalb, beim Seljalandsfoss noch einmal anzuhalten, weil bei meinem letzten Besuch relativ schlechtes Wetter war, und mich die Bilder, die ich damals gemacht hatte, nie so richtig überzeugt hatten. Aber heute schien die Sonne. Also eine ganz andere Ausgangslage. 😉
Ich bin dabei auch hinter den Wasserfall gegangen, was ich das letzte Mal auch ausliess. So erhielt ich Bilder, die ich noch nicht hatte.

Die nächste Station war das Flugzeugwrack im Solheimasandur.
Dieses Flugzeug der U.S. Navy stürzte 1973 ab und wurde nie geborgen.
Letztes Jahr verzichtete ich auf einen Besuch, weil mir dort der Wind damals zu stark wehte.
Das war heute zwar nicht anders. Mit Geschwindigkeiten von 8 – 10 km/h kam der Wind von Norden aus dem Hochland und blies ununterbrochen. Keine Böhen, sondern ein konstanter, sehr starker Wind.
Aber ich wollte dieses Wrack fotografieren, also musste ich wohl oder übel dorthin gehen.
Und schon kam die nächste Überraschung: Am Parkplatz gab es ein Schild, das darauf hinwies, dass der Fussmarsch zum Wrack und wieder zurück rund 7 km betrug (7.8 km, um genau zu sein), und man mit 3 bis 4 Stunden Marsch rechnen müsse. Naja, ich hatte den Weg auf der Karte auf ca 20 Minuten geschätzt. (sic!)
Um es kurz zu machen: Ich bin die 7.8 km gegangen. Aber ich habe etwas weniger als 2 Stunden gebraucht: 40 Minuten Hinweg (mit Rückenwind), 20 Minuten Fotografieren (und mich über die verd…. Asiaten aufregen, die so gar keinen Comment haben, und sich überall benehmen, als wäre nur sie da…) und 50 Minuten Rückmarsch (mit Gegenwind).
Gefroren habe ich dank guter Windstopperkleidung nie. Im Gegenteil: Bei meiner Ankunft zurück am Parkplatz war ich an Kopf und Oberkörper tropfnass durchgeschwitzt, wohl auch wegen der guten Windstopperkleidung – und wegen der „Arbeit“ gegen den Wind auf dem Rückmarsch. 😉

Da ich, wie vom Reisebüro aufgrund der Sturmlage empfohlen, relativ früh bei meiner nächsten Unterkunft, dem Hunkubakkar Guesthouse in Kirkjubæjarklaustur ankam, konnte ich nach dem Bezug meiner Hüttenhälfte noch einen Ausflug zum nahe gelegen Fjaðrárgljúfur Canyon machen und auch dort ein paar Bilder schiessen.
Vor Ort habe ich eine Rangerin von der Environment Agency of Iceland (= Umweltbehörde) getroffen, die mir erzählte, dass letztes Jahr rund 300’000 Besucher zu dem Canyon kamen und deshalb die Natur ziemlich gelitten hat. Alles ist zertrampelt, und da in Island die Sommer sehr kurz sind, braucht die Vegetation mehrere Jahre, sich zu erholen. Deshalb ist jetzt alles mit Seilen abgesperrt, damit sich die Besucher nur noch auf den markierten Pfaden bewegen können.
Trotzdem ein sehr schöner Ort in der isländischen Natur.

Aber zurück zum Wetter. Denn das wird meine Reise in den nächsten Tagen wohl wieder beeinflussen.
safetravel.is hat für morgen Freitag mehrere Warnungen herausgegeben, die das Gebiet betreffen, in dem ich mich gerade befinde (siehe Screenshot):
So ist für Kirkjubæjarklaustur (also wo ich mich gerade befinde) und die Küste östlich davon wieder eine Sturmwarnung aktuell, für diese Nacht und morgen Vormittag. Die genannten Werte sind 2 bis  3 Mal stärker als das, was ich heute erlebt habe.
Laut dem Icelandic Met Office dürfte die Windstärke wie auch die Niederschläge [Schnee im Osten] erst gegen morgen Abend abnehmen, und das Wochenende wohl kalt, aber meistens trocken und ruhig verlaufen.
Gut zu hören, denn „kaltes Wetter“ ist mir egal. Dafür bin ich ausgerüstet und da fühle ich mich wohl. Solange ich gefahrlos fahren und auch ‚mal einen kleinen Ausflug zu Fuss machen kann, ist für mich alles in Ordnung.

Das bedeutet aber auch, dass es wohl weise wäre, wenn ich die zweieinhalb Stunden Fahrt bis zur nächsten Unterkunft bei der Ortschaft Höfn besser erst morgen Nachmittag in Angriff nehme.
Fragt sich bloss, wie ich die Zeit bis dahin totschlage. Ab ca 10:00 habe ich keine Unterkunft mehr. Da kann ich nicht einfach bleiben und Bilder bearbeiten. Denn eine grosse Alternative habe ich angesichts des Wetters nicht. Es dürfte auch hier ziemlich heftig stürmen. Da ist ein Aufenthalt im Freien potentiell riskant…

Mal schauen. Ich frage morgen an der Rezeption. Und ich habe gesehen, dass die hier ein neu renoviertes Bad haben. Wenn das offen ist, dann habe ich mindesten für einen Teil der Zeit Beschäftigung. Dann wird „entschleunigt“ und ich gehe gemütlich baden… 😉

Seljalandsfoss
Seljalandsfoss
Flugzeugwrack im Solheimasandur
Flugzeugwrack im Solheimasandur

Island 2018: On the road again

Island_flagOK. Wer den Wind nicht mag, sollte nicht hierher kommen. 😉
Heute konnte ich den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein geniessen, auf der ganzen Strecke von Kevlavík bis zu meiner heutigen Unterkunft, dem Sel Guesthouse. Aber…

Für ganz Island ist die nächsten drei Tage Sturm angesagt; im Norden so hefitg, dass es nicht sicher ist, ob man da fahren kann. Und das Hochland geht gar nicht mehr.
Somit ist seit heute auch klar, dass meine geplanten Hochlandstrecken ausfallen. Ich werde die nächsten Tage entlang der Küste fahren. Ich habe die Warnungen schon gekannt und auch damit gerechnet. Aber als ich dann heute Morgen einen Anruf meines Reisebüros erhielt, in dem man mich dringend bat, auf keinen Fall ins Hochland zu fahren, war der Fall klar.
Schade, aber ist sicher vernünftiger.

Allerdings stürmt es halt auch in tieferen Lagen. Überall. Und diesem Wind dürfte auch das heutige schöne Wetter zu verdanken sein. Allerdings war das schon ziemlich heftig, wenn an jeder Ecke, auf jedem Platz, an dem ich ausstieg, der Wind konstant so stark wehte, dass mein Stativ mit der Kamera mehrfach umgefallen wäre, wenn ich es nicht im letzten Moment aufgefangen hätte. Und heute Morgen machte sich auf dem Parkplatz des Hotels beim Einladen mein Rollkoffer selbständig und fuhr über den ganzen Platz… 🙂

Deshalb: Wer Wind nicht mag, sollte besser nicht nach Island reisen. 😉

Heute besuchte ich unterwegs zuerst Miðlína, die Brücke, die die eurasische Platte mit der nordamerikanischen verbindet. Dann kam ich auch an zwei heissen Quellen vorbei: Gunnuhver und Krýsuvík. Allerdings kann man da nicht baden. Das Wasser kommt mit ca 100 GRad Celsius aus dem Boden. In Gunnuhver wird das zur Energieerzeugung genutzt.
Und am Schluss besuchte ich noch den Faxafoss, einen Wasserfall in der Nähe des Sel Guesthouse, an dem ich letztes Jahr vorbeigefahren war.

Ich habe bereits eine vierstellige Anzahl von Bildern gemacht, inklusive dem Versuch, heute Nacht ganz schwache Nordlichter zu fotografieren. Die sind von blossem Auge kaum sichtbar. Ich hatte einfach den Eindruck, dass am Himmel ein leicht grünlicher Schimmer war und habe dann mit der Kamera ungefähr in die Richtung gehalten. Auf den Bildern sah ich dann, dass ich Recht hatte. Allerdings haben diese Bilder noch viel Verbesserungspotential…

Morgen geht’s dann entlang der Südküste (eben leider nicht durch das Hochland) Richtung Osten nach Kirkjubæjarklaustur, wo ich im Hunkubakkar Guesthouse für eine Nacht absteigen werde.
Ich hoffe, ich komme ohne grössere Probleme durch. Vorallem, ohne das ich in einen Sandsturm gerate, der durch die starken Winde an der Südküste entstehen kann. 😉

Die heissen Quellen von Gunnuhver
Die heissen Quellen von Gunnuhver
Lavafeld
Lavafeld

Island 2018: Angekommen

Island_flagNun bin ich also wieder in Island. 🙂

Die Anreise verlief nur geringfügig anders als geplant. 😉

Der freundliche Kundenberater der Emil Frey AG in Dübendorf chauffierte mich zum Flughafen, nachdem ich mein Auto in die Werkstatt gebracht hatte.
Dadurch musste ich nicht mit meinen beiden Koffern und dem Handgepäck mühsam mit der Glattalbahn zu Flughafen fahren. Und ich war viel schneller da als geplant. Dadurch war ich einer der ersten beim gerade eben geöffnetem Baggage drop und konnte gemütlich durch die Sicherheitskontrolle.

Allerdings nützte mir das alles schlussendlich nichts:
Der Flug der Iceland Air von Kevlavík kam leider nicht wie geplant um 13:00 in Zürich an, sondern hatte schlussendlich 50 Minuten Verspätung.
Das hatte natürlich zur Folge, das mein Flug von Zürich nach Kevlavík auch entsprechend später abflog. Im Grunde kein Problem, abgesehen davon, dass ich es hasse, auf Flughäfen zu warten.

Allerdings hatte das auch Einfluss auf meine Pläne nach meiner Ankunft:
Obwohl ich den Mietwagen zügig und problemlos übernehmen konnte, und auch der Check-In im Hotel problemlos verlief, war es schlussendlich fast 18:00 bis ich wieder hätte losfahren können, um noch etwas anzuschauen und zu fotografieren.
Wegen der  Zeit und dem Umstand, dass es kurz nach meiner Ankunft begonnen hatte, zu regnen, entschied ich mich, meinen Besuch bei der Miðlína und den heissen Quellen von Gunnuhver für morgen einzuplanen.
Allerdings wird auch das ein wenig abhängig vom Wetter sein. Wir werden sehen… 😉

Mein Mietwagen, ein Nissan X-Trail
Das Airport Hotel Aurora Star
Das Airport Hotel Aurora Star

Island 2018: Und los geht’s…

Island_flagDie Koffer sind gepackt und verladen. 🙂

In einer halben Stunde fahre ich los und bringe mein Auto erst einmal in die Werkstatt. Die können dann in aller Ruhe in den nächsten 10 Tagen den grossen Service machen, die Räder wechseln und noch ein paar kleinere Reparaturen vornehmen. Passt perfekt, denn ich brauche den Wagen ja für eine Weile nicht… 😉

Von der Garage geht’s dann an den Flughafen zum Einchecken und um 14:00 hebt mein Flieger von Zürich in Richtung Keflavík (KEF) ab.

In Keflavík erwartet mich ein bewölkter Himmel mit einer leichten Tendenz zu Regen bei ca  10 Grad Celsius.
Aber nach meiner Erfahrung mit dem Wetter in Island kann sich das ganz schnell ändern.
Wir werden sehen… 😉

Nachdem ich den Mietwagen übernommen und im Hotel eingecheckt habe, möchte ich noch die Miðlína besuchen, die Brücke, die den europäischen mit dem amerikanischen Kontinent verbindet. Falls die Zeit vor dem Eindunkeln noch reicht, und auch das Wetter einigermassen mitspielt. und von da anschliessend noch ein paar Kilometer weiter zu den heissen Quellen von Gunnuhver.

Mal schauen, was drin liegt.

Und morgen geht es dann los mit meiner geplanten Tour. Auch da werde ich je nach Wetter wohl ein paar Routenanpassungen machen müssen. Aber das beurteile ich jeden Tag neu und entscheide mich, wenn ich weiss, wie die Wettersituation an den betreffenden Tag aussieht.

Wie auch das letzte Mal werde ich versuchen, hier täglich einen kurzen Bericht zur aktuellen Etappe zu veröffentlichen.

Also…

Stay tuned.

Island 2018: Der Countdown läuft

Island_flagMeine nächste Reise in den Norden rückt immer näher. 🙂

In genau zwei Wochen fliege ich zum zweiten Mal nach Island.

Während ich bei meinem ersten Besuch vor einem Jahr erst einmal die Hauptstadt Reykjavík kennenlernen und entlang der Süd- und Westküste meine ersten Erfahrungen mit der isländischen Landschaft und dem sehr speziellen isländischen Wetter machen wollte, möchte ich diese Mal etwas mehr vom Landesinneren sehen und zum ersten Mal auch in den Norden des Landes fahren.

Dafür habe ich dieses Mal auch einen Jeep-ähnlichen Mietwagen mit Bodenfreiheit und 4×4-Antrieb bestellt. Welche Marke und welches Model es sein wird, werde ich erst nach meiner Ankunft in Keflavík erfahren, bei der Übernahme des Mietwagens. Laut Reisebüro sollte es aber etwa in der Grössenordnung eines KIA Sorento sein.

A propos Reisebüro: Ich habe auch dieses Jahr meine Reise durch Erlingsson Naturreisen in Reykjavík zusammenstellen und planen lassen.

Gesamtroute
Gesamtroute 18. – 28.09.18

Dieses Mal werde ich aber die Hauptstadt auslassen und nach einer Übernachtung im Airport Hotel Aurora Star direkt auf meine Rundreise starten.
Unterwegs sind drei grössere Streckenabschnitte geplant, auf denen ich auf Schotterpisten fahren werde (F-Strassen) und dabei auch den einen oder anderen Fluss durchqueren muss.
Da aber das Wetter in Island schon sehr rasch umschlagen kann, und der Sommer sehr regnerisch war, kann es durchaus sein, dass ich nicht überall durchkommen werde, weil die Flüsse zuviel Wasser führen (Brücken gibt es keine…), weil es Erdrutsche gegeben hat oder weil es so stark stürmt, dass man durch herumfliegende Steine getroffen werden könnte.
Da ist ein tägliche Neubeurteilung der geplanten Routen gefragt, und im Zweifelsfall auch eine Verlegung der Route auf passierbare Strassen. Es kann auch sein, dass ich nach mehreren Stunden Fahrt umkehren muss, weil es einfach kein Fortkommen gibt oder die Strasse gesperrt ist. Alles ist möglich. 😉
Dazu kommt, dass offenbar der Winter im Hochland sehr früh begonnen hat.
Kürzlich habe ich auf facebook ein Video gesehen, das am 1. September aufgenommen wurde und einen veritablen Schneesturm zeigt, bei einer Hütte, die ca 10 Kilometer von meiner für den dritten Tag geplanten Route entfernt liegt.

Alles in allem werde ich sicher sehr viel erleben und viel Neues entdecken. Es versteht sich von selbst, dass ich auch dieses Jahr wieder eine Fotoausrüstung mitnehmen und versuchen werde,  schöne und wenn möglich auch spektakuläre Bilder mit nach Hause zu bringen. Ich habe mir entlang meiner Route auch einige besonders schöne Orte vorgemerkt, die ich bestimmt anfahren und fotografieren will. Und vielleicht habe ich Glück und ich erlebe eine klare Nacht, in der ein paar Nordlichter zu sehen sind. Wäre natürlich toll. Dieses Naturspektakel ist unvergleichlich.

Die Bilder werde ich natürlich auch wieder hier in einer Galerie hochladen, wie ich mir auch wieder vorgenommen haben, wenn möglich täglich von meinen Erlebnissen und Eindrücken zu berichten.

Stay tuned.

Kopenhagen 2018: Sightseeing

Heute habe ich bei strahlendem Sonnenschein das ultimative Touristenprogramm in Kopenhagen absolviert. 😉

Das heisst, ich war wohl an wichtigsten Orten, an denen alle Touristen in Kopenhagen vorbei kommen. An den Orten, an denen die Amerikaner, Inder, Japaner und alle anderen Nationen an Gruppen- und Pauschaltouristen mit Bussen gleich scharenweise herangekarrt werden. 😉
Und zwar so, dass sie sich maximal auf Rufweite vom Bus entfernen müssen, um das begehrte Objekt fotografieren resp. davor ein Selfie machen zu können.

Beim Anblick der zahlreichen Busse, Guides mit Nummernschildern („Group 15, please follow me“), und den Unmengen an mehr oder weniger interessierten Touristen, die den Nummernschildern wie brave Schafe folgten (meistens wenigstens…), kam mir unweigerlich eine Textzeile aus einem Song von Chris de Burgh in den Sinn. In „Tourist Attraction“ heisst es: „Doing Europe in two days, We’ve had a wonderful trip!„. sic!

Konkret habe ich folgende Orte besucht:
– Schloss Amalienborg, die Winterresidenz der Königin
– den Gefion Brunnen –> Leute tun alles und werden rücksichtslos, um da ein Selfie zu machen
die St. Alban Kirche, die einzige Anglikanische Kirche in Dänemark, die zum Erzbistum von Canterbury gehört
– das Kastellet mit dem Denkmal für die in den jüngsten Kriegen und Einsätzen gefallenen dänischen Soldaten
– die kleine Meerjungfrau –> ich verstehe die Aufregung um diese kleine Statue immer noch nicht
Nyhavn –> schön, aber total überlaufen

Auf meinem Rückweg durch die Altstadt bin ich dieses Mal nicht  durch die Strøget gegangen, sondern durch die parallel dazu liegenden Gässchen, in denen es bedeutend weniger Leute hatte, und ausserdem einige sehr schön gemachte Häuser zu betrachten gab.
Beim Rathaus machte ich noch einmal einen Abstecher in’s Hard Rock Cafe und zum Schluss gönnte ich mir an der Hotelbar ein kaltes Bier. 😉

Wie immer: Erst Bilder sind bereits in die Galerie hochgeladen. Weitere folgen später.

Nyhavn
Rathaus

Kopenhagen 2018: Zoobesuch

Heute war ich im Zoo von Kopenhagen und hatte ein „Déja-Vu“. Eigentlich waren es mehrere, aber eines davon stiess mir besonders auf. 😉

Am Morgen, als ich loszog, war es hier noch ziemlich bewölkt und kühl; ganz und gar nicht wie in der Wetterprognose vermerkt. Dort stand nämlich „sonnig“ und „6 Grad wärmer als am Donnerstag“.
Aber gegen Mittag verzogen sich die Wolken schliesslich und der Rest des Tages schien die Sonne. 🙂

Der Zoo Kopenhagen (dänisch København Zoo) wurde 1859 gegründet und ist damit der älteste Zoo Dänemarks und einer der ältesten Tiergärten in Europa.
Der Zoo macht einen sehr modernen Eindruck und wird auch ständig erweitert und erneuert. Im Moment ist mitten im Zoo einen grosse Baustelle, in der eine neue Anlage für den Grossen Panda entsteht.

Die Gehege sind so gebaut, dass die Besucher die Tiere aus verschiedenen Blickwinkeln sehen können, aber auch so, dass die Tiere sich bei Bedarf zurückziehen können.
Besonders die Anlage „Der arktische Ring“ (dänisch Den arktiske ring – gemeint ist der Polarkreis) mit Eisbären, Pinguinen und Robben hat mir gefallen. Aber auch die Savannenanlage mit Nashörnern, Zebras, Giraffen, Antilopen und Straussen war sehr schön gestaltet und verfügte sogar über erhöhte Galerien, von denen man das ganze, weitläufige Gehege gut überblicken konnte.

Das Highlight für mich war aber, dass dieser Zoo den Tasmanischen Teufel hält. Diese Tiere kommen nur auf der Insel Tasmanien vor der Südküste Australiens vor, und ausserhalb von Australien gibt es nur wenige Zoos, die diese kleinen Räuber halten.
So habe ich heute den Teufel, der wegen einer ansteckenden Krebs-

Krankheit, die nur ihn befällt (Tasmanian devil facial tumour disease  – DFTD), vom Aussterben bedroht ist, das erste Mal live gesehen. 😉

An gewissen Stellen hatte ich, wie schon gesagt, ein Déja-Vu von meinem letzten Besuch vor 27 Jahren. So kam mir das Tigergehege bekannt vor, und das Terrarium mit den Schaben und anderen Insekten erkannte ich auch noch.

Aber das Eindrücklichste war, dass meine alte Aversion gegen Kinderwagen von damals sofort wieder hoch kam, sobald ich den Zoo betreten hatte.
Schon vor 27 Jahren hatte ich mich darüber genervt, dass die hier offenbar mit ihren Kinderwagen überall hin gehen und genrell in Rudeln auftreten, ganz egal, ob das Kind darin davon etwas mitbekommt oder nicht.
Warum bitte geht man mit einem Baby, das noch immer im SES-Rythmus lebt, in einen Zoo? Das bekommt doch davon ohnehin nichts mit.
Und dabei sind diese Mammis und Papis ziemlich auch noch rücksichtslos. Die haben kein Problem damit, mit ihren Kinderwagen Durchgänge zu versperren, um einen Schwatz zu halten. Oder da wird schon einmal ein Sichtfenster zu einem Gehege mit zwei Kinderwagen so blockiert, dass niemand anders mehr etwas sieht. Aber selber waren weder Mammi noch Baby an den Tieren interessiert. Es wurde nämlich das kleine Raubtier im Kinderwagen gefüttert, und der andere Kinderwagen diente sowieso als Gepäckwagen.

Ich hatte schon nach meinem ersten Besuch gesagt, dass ich nach Dänemark ziehen und dort Kinderwagen produzieren sollte, wenn ich reich werden wollte. Den Eindruck hatte ich heute umso stärker. Ich glaube, das könnte ein Konzept für den dritten Lebensabschnitt werden… 😉

Die Bilder von heute befinden sich übrigens auf meiner anderen Homepage „KMP – Just pictures“ in der Galerie „Tiere“ unter „Zoo Kopenhagen – Juli 2018„.

Tasmanischer Teufel
Der Arktische Ring

Kopenhagen 2018: Stadtbummel

Heute habe ich zu Fuss die Innenstadt erkundet.
Da das Wetter über Nacht umgeschlagen hatte, war es bewölkt in Kopenhagen; und angenehm kühl. 😉

Als Erstes besuchte ich das Tycho Brahe Planetarium (welches gleich gegenüber meines Hotels liegt), um mir neben der Ausstellung auch einen sehr interessanten und sehr gut gemachten Film über das Universum auf einer riesigen, gewölbten Leinwand anzusehen.

Danach ging’s erst einmal zum Hauptbahnhof, um mir die Copenhagen Card zu kaufen, mit der ich nicht nur freie Fahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln habe. Mit dieser Karte kommt man in den meisten Museen und Ausstellungen von Kopenhagen gratis rein.
Auch wenn ich vermutlich den Preis der Karte nicht herausschlagen werde, entfällt immerhin das Anstehen für Tickets sowie die in einer fremden Stadt immer etwas mühsame Bestimmung von Fahrpreisen.

Da das Tivoli, der wahrscheinlich einer der ältesten Freizeit- und Vergnügungsparks, direkt beim Bahnhof liegt, nutzte ich da die Copenhagen Card als Erstes und verbrachte ein paar Stunden zwischen Restaurants, Jahrmarktbuden und -bahnen sowie sehr schönen Gartenanlagen und Teichen.
Eine Besonderheit, die mir dort aufgefallen ist: Die Plastikbecher, die man bei Getränken kriegt, haben ein Depot von DKK 5.–  (ca 80 Rp), das man wiederkriegt, wenn man den Becher in einer der zahlreichen, automatischen Sammlestationen einwirft.

Vom Tivoli ging’s weiter zur Strøget (dänisch für „Strich“), der bekannten Fussgängerzone und Einkaufsmeile Kopenhagens, die es schon seit 1962 gibt.

Am Schloss Christiansborg kehrte ich dann um und ging langsam wieder Richtung Bahnhof. Unterwegs machte ich zuerst noch Halt im Park bei der Dänischen Nationalbibliothek, den ich von meinem ersten Besuch in Kopenhagen schon kannte, und besuchte auch das alte Zeughaus (Tøjhusmuseet), in dem ich vor 27 Jahren auch schon einmal war. Dort gab es eine sehr interessante Ausstellung über den Einsatz von Dänischen Soldaten in Afghanistan.

Sollte sich das Wetter morgen so ändern, wie es im Wetterbericht vorausgesagt wird, werde ich bei schönem Wetter dem Zoo einen Besuch abstatten und versuchen, ein paar schöne, neue Tierbilder mit nach Hause zu nehmen.

Übrigens: Ich habe natürlich auch von Kopenhagen eine Galerie angelegt, und werde dort nach und nach ein paar Bilder hochladen.

Ballettaufführung im Tivoli
Ballettaufführung im Tivoli
Kanal um Christiansborg
Kanal um Christiansborg

Kopenhagen 2018: Anreise und erste Eindrücke

Nun bin ich also in Kopenhagen angekommen. 🙂

Die Anreise verlief absolut problemlos. Der Flug war pünktlich und der Transfer mit dem Zug in Kopenhagen erwies sich als ausgesprochen einfach. Zudem hatte ich Glück, dass gleich ein Zug gefahren ist, als ich auf das Perron kam. Ansonsten hätte ich auch nur 20 Minuten warten müssen.

Das Hotel ist keine zehn Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt und auch leicht zu finden.
Der Kasten (das Wort ist hier durchaus angebracht) ist ziemlich gross: 1’100 Betten auf 17 Stockwerken!
Mein Zimmer liegt im 15ten Stock und ich habe eine wunderbare Aussicht auf den Sankt Jørgens Sø, der gleich über die Strasse liegt.

Beim Einchecken musste ich 10 Minuten in der Schlange warten, weil die hier gerade mal 3 Empfangsstationen an der Rezeption haben – für 1’100 Betten. (Sic!)

Nach dem Auspacken habe ich erst einmal die Umgebung etwas erkundet, im Hotel-eigenen Restaurant zu Abend gegessen, und dann an der Bar noch ein bisschen relaxed.

Morgen geht’s dann los in der Stadt.
Als erstes brauche ich eine Copenhagen Card, damit ich mich in der Stadt bewegen kann, ohne ständig an Tickets denken zu müssen.

Sankt Jørgens Sø
Sankt Jørgens Sø
Mein Hotel, das Scandic Copenhagen
Mein Hotel, das Scandic Copenhagen

Kopenhagen 2018: Mein dritter Trip in den Norden

Nun ist alles gepackt und mein Gepäck ist am Flughafen aufgegeben.

Ich bin bereit für meinen Städtetrip nach Kopenhagen und werde morgen Mittag dorthin fliegen.
Der Flug dauert nur eindreiviertel Stunden und laut Wetterbericht wird es die paar Tage bis Sonntag schön und angenehm sein.

Das erste uund leider bisher auch letzte Mal, als ich in Kopenhagen war, war im Frühling 1991, als ich vor den Diplomprüfungen und der Diplomarbeit mit zwei Studienkollegen dorthin fuhr. Damals mit dem Nachtzug ab Basel in einem Sechserabteil Couchette…

Nun, nach 27 Jahren bin ich gespannt, ob ich noch etwas erkenne. 😉
Versteht sich von selbst, dass ich etwas komfortabler reise und wohne als damals. 😉