Island 2021: Der Goldene Kreis

Island_flagHeute habe ich also die „Classic Golden Circle“ Tour mitgemacht.
Unter dem „Golden Circle“ versteht man die drei bekanntesten und am meisten besuchten Natursehenswürdigkeiten Islands, die jeweils weniger als eine Stunden Autofahrt auseinander liegen: der Nationalpark Þingvellir, der grosse Wasserfall Gullfoss (dt. goldener Wasserfall) und das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Geysir „Strokkur„, der regelmässig ausbricht. Dass diese Sehenswürdigkeiten innerhalb von ein bis zwei Fahrstunden von Reykjavík entfernt liegen, macht sie natürlich noch interessanter für die Touranbieter der Hauptstadt.

Um 09:30 ging es los, in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Car. Mit dabei waren auffällig viele Franzosen, welche aber nicht zusammengehörten. Zum Zeitpunkt der Abfahrt in Reykjavík war es nicht stockdunkel.
Als wir als Erstes nach einer Stunde Þingvellir erreichten, brach dort gerade der Tag an. Die Sonne zeigte sich noch nicht, aber am Horizont sah man ein schönes Morgenrot.
In Þingvellir hatten wir gerade mal 40m Minuten Zeit, um uns umzusehen. Gut, dass ich den Ort von früheren Besuchen kannte und so gezielt ein paar Bilder schiessen konnte. Den Coffee & Souvenirshop liess ich links liegen.
Von Þingvellir ging es weiter zum Gullfoss. Während der guten Stunde Fahrt ging dann um 11:30 auch die Sonne auf.
Beim Gullfoss konnte man nach dem Besuch im Restaurant (Selbstbedienung im Stil Autobahnraststätte) etwas essen. Daher blieben wir hier eineinviertel Stunde.
Hier zog ein ziemlich starker Wind über die Ebene. Das war Island, wie ich es kannte. Aber ansonsten hatten wir den ganzen Tag herrliches Wetter. Ohne Wind war es auch nicht besonders kalt, so um die -2 Grad. Winter halt.
Leider forderte der Wind beim Gullfoss seinen Tribut: Ich habe den Verlust eines Objektivs zu beklagen. Eine Windböe erfasst mein Stativ und warf es um. Und das Objektiv diente der Kamera beim Aufschlag auf dem gefrorenen Boden als Puffer. Während das Objektiv vermutlich ziemlich beschädigt ist (ich werde abklären müssen, ob es überhaupt zu reparieren ist…), überstand die Kamera den Sturz völlig unbeschadet. Zum Glück.
Nach dem Mittagessen ging es weiter zur dritten und letzten Station der Tour, dem Geothermalgebiet Haukadalur.
Dieses liegt aber nur 15 Autominuten vom Gullfoss entfernt. Hier hatten wir eine weitere Stunden Zeit, uns die verschiedenen heissen Quellen und vor allem die regelmässigen Ausbrüche des Strokkur anzusehen. Es war schon eine besonders schöne Lichtstimmung, den ganzen Dampf der heissen Quellen in der Abendsonne zu sehen.
Inzwischen hatte auch der Sonnenuntergang begonnen, und um 15:15, während unserer Rückfahrt nach Reykjavík verschwand die Sonne dann auch wieder unter dem Horizont.
Wir sind tatsächlich einen Kreis gefahren. Eingangs Reykjavík kreuzten wir von Osten kommend die Strasse, auf der wir am Morgen die Stadt Richtung Norden verliessen.

Der Tag hat es mir bestätigt: Organisierte Touren sind nichts für mich. Ich brauche die Freiheit, zu tun und zu lassen, was und wie ich will. Ich will bei Bedarf länger an einem Ort bleiben, und nicht eine Fotoserie abrechen müssen, weil der Bus fährt. Ausserdem ist ein bis auf den letzten Platz gefüllter Car nicht unbedingt das Bequemste.
Aber das Wetter heute, die Lichtverhältnisse und die Winterlandschaft (obwohl es kaum Schnee hat) haben das wett gemacht, und ich werte den Tag angesichts der Ausbeute an Bilder als Erfolg. 😉

Morgen gehe ich auf eine Tour, die ich individuell nicht machen könnte. Es geht in eine Eishöhle im Gletscher Langjökull, dem zweitgrössten Gletscher Islands.
Auf den Gletscher kann man nur mit Spezialfahrzeugen fahren und Eishöhlen dürfen nur mit einem lizenzierten Führer betreten werden. Also geht das Ganze nur geführt. Ich bin gespannt.

Übrigens: Die Asiaten sind zurück in Island. Die schöne Zeit der Ruhe ist vorbei. Schade.
Hier in Reykjavík scheint jeder zweite Tourist aus Asien zu stammen. Sie sind überall: auf der Strasse, in den Läden, in den Restaurants. Man erkennt sie trotz Masken schon von Weitem an ihrem sehr besonderen Modegeschmack, der irgendwie nicht ganz in diese Landschaft und zu diesem Wetter hier passt… 😉
Daneben machen sich die Amis, die schon länger wieder in Island einreisen dürfen, lautstark bemerkbar. Somit sind die beiden grössten (und wirtschaftlich wichtigsten) Touristengruppen wieder in Island. Gut für die isländische Tourismusindustrie.

Ich bin noch nicht dazu gekommen, einige Bilder von heute zu bearbeiten und die Galerien anzulegen. Ich hoffe, ich komme noch vor Jahresende dazu. Ich dann einfach Bescheid… 🙂

Stay tuned.

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Island 2021: Zum Dritten Mal

Island_flagNun bin ich also wieder in Island. Zum dritten Mal in diesem Jahr. 🙂
Dieses Mal im Winter.
Ich hole nach, was ich eigentlich schon letztes Jahr machen wollte, aber wegen der COVID-Pandemie damals absagen musste: Sylvester in Reykjavík .

Dieses Mal ist es anders als sonst, wenn ich nach Island fliege. Dieses Mal bleibe ich in der Hauptstadt und fahre nicht mit dem Mietwagen durchs Land. Ich bleibe sieben Nächte im gleichen Hotel (völlig untypisch für mich; das habe ich noch nie gemacht…), und nehme von hier aus an organisierten Ausflügen teil (auch das eine Premiere; ich mag eigentlich keine geführten Gruppenreisen…).

Morgen geht’s los auf den ersten Trip ins Goldene Dreieck: Þingvellir, Strokkur und Gullfoss kenne ich alles sehr gut. Da war ich schon mehrfach. Aber noch nie im Winter. Nicht nur der Schnee verändert die Landschaft und macht sie für mich erneut zu einem interessanten Fotosujet. Auch das Licht ist anders als im Sommer. Zur Zeit ist hier der offizielle Sonnenaufgang gegen 11:30 und der Sonnenuntergang gegen 15:30. Bei meiner Ankunft heute war hier um 16:00 Dämmerung und um 17:00 schon tiefe Nacht.
In den folgenden Tage will ich noch zwei Mal eine Tour in eine Gletscherhöhle machen (einmal im Langjökull und einmal im Vatnajökull). Besonders die zweite Tour wird ein schönes Stück entlang der Südküste gehen und wohl auch ein paar Stopp bei anderen Sehenswürdigkeiten beinhalten, zB dem Seljalandsfoss und dem Skógafoss. Sie dauert mindestens 10 Stunden.
Leider wurde die „Bonfire Tour“ am Sylvester in Reykjavík wegen COVID abgesagt. Da habe ich jetzt den ganzen Abend frei und werde versuche, Feuerwerk zu fotografieren. Davon soll’s an Sylvester ja viel geben.
Aber am Mittwoch habe ich eine Whalewatching Fahrt gebucht. Ich bin sehr gespannt, ob und welche Wale ich zu Gesicht bekommen werde.
Die restliche Zeit werde ich im winterlichen Reykjavik verbringen, und bekannt sowie neue Orte besuchen.

Bezüglich Wetter scheine ich Glück zu haben. Heute war der Himmel bei meiner Ankunft bewölkt und die Temperaturen pendelten um Null Grad herum. Alles in allem recht angenehm und keinesfalls zu kalt. Nach dem Nachtessen schneite es leicht.
Ab Morgen soll es die ganze Wochen hindurch sonnig (in den drei bis vier Stunden Tageslicht…) sein, mit leichter Bewölkung. Niederschlag ist für die ganze Woche jedenfalls keiner angesagt. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich tagsüber zwischen -5 und 0 Grad und in der Nacht gehen sie bis ca -8 Grad hinunter. Winter halt, aber keinesfalls arktisch.
Allerdings weiss ich auch aus Erfahrung, dass das Wetter in Island sehr, sehr schnell wechseln kann.

Ich werde auch auf dieser Reise einige Bilder schiessen. Wie immer werde ich diese hier in einer Galerie hochladen. Ich werde Bescheid geben, wenn die ersten Bilder da sind.. 🙂

Stay tuned.

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Reykjavík

Island Sommer 2021: Alle Bilder fertig bearbeitet und in die Galerie hochgeladen

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Genau zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Island konnte ich die Bildbearbeitung nun abschliessen. Etwas mehr als 600 Bilder dieser Reise sind nun in der Bildergalerie.

Wenn alles klappt und mir die CORONA nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, werde ich nach Weihnachten für ein paar Tage nach Reykjavík fahren und dann wieder neue Bilder zeigen können.

Bis dann viel Spass beim betrachten der neuen Bilder.

Stuðlagil Canyon
Stuðlagil Canyon

Island Sommer 2021: Neue Bilder in den Galerien

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Es ist jetzt fast einen Monat her, seit ich aus Island nach Hause gekommen bin.

Inzwischen hat natürlich schon die Planung für zwei weitere Trips auf DIE Insel begonnen. 😉

Gleichzeitig bin ich damit beschäftigt, die Bilder vom August zu sortieren, auszuwählen und zu bearbeiten.
Davon habe ich nun nicht ganz die Hälfte geschafft:
Die Bilder der ersten sieben Tage sind bearbeitet und in die Bildergalerie hochzuladen.

Halbinsel Stokksnes
Halbinsel Stokksnes

Island Sommer 2021: Going home

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Alles hat einmal ein Ende. Bei meiner aktuellen Islandreise wird das morgen sein, wenn ich zurück in die Schweiz fliege.
Aber ich komme sicher wieder. Die nächsten Trips sind bereits in Planung. 😉

Ich bin heute also vom Sel Guesthouse zum Flughafen Keflavík gefahren, wo ich meinen Mietwagen abgegeben und die Unterkunft für die letzte Nacht im Airport Hotel Aurora Star bezogen habe.

Das Wetter war heute den ganzen Tag unverändert stark bewölkt, mit etwas Wind und gelegentlich Regen.
Also bin ich nach einem späten und gemütlichen Frühstück im Sel Guesthouse losgefahren. Anstatt die kürzeste Route über die Ringstrasse via Reykjavík zu nehmen, nahm ich wie immer den etwas längeren, aber bei Weitem interessanteren Weg auf der Strasse 427, der Suðurstrandarvegur entlang der Südküste über die Halbinsel Reykjanesskagi.

Da Reykjanesskagi auf der Spalte zwischen der eurasischen und amerikanischen Kontinentalplatte liegt, gibt es hier mehrere Vulkansysteme. Das macht sich auch durch geothermische Systeme bemerkbar, in denen heisses Wasser an die Oberfläche kommt.
Auf Reykjanesskagi liegt das berühmte Thermalbad „Blaue Lagune“ sowie mehrere andere geothermische Gebiete wie zum Beispiel Krýsuvík und Gunnuhver.
Ausserdem ist am 19. März 2021 der jüngste Vulkan Islands am Fagradalsfiall (ich weiss nicht, ob die Behörden sich nun auf einen Namen für diesen Vulkan geeinigt haben) ausgebrochen. Dieser gehört zum Vulkansystem Krýsuvík.
Reykjanesskagi ist also eines der heissesten Gebiete Islands, im wahrsten Sinne des Wortes.

Und an der westlichen Spitze der Halbinsel liegt eben der internationale Flughafen Keflavík.

Unterwegs habe ich an einigen mir bekannten Orten Halt gemacht, um einen Kaffee zu trinken oder auch ein paar Bilder zu schiessen.

Am frühen Nachmittag bin ich dann im Airport Hotel Aurora Star eingetroffen und habe eingecheckt.

Anschliessend habe ich den Mietwagen bei Europcar zurückgegeben: Zwischen dem 16. und 29. August 2021 hatte ich vier verschiedene Mietwagen, mit denen ich insgesamt 2’867 km zurückgelegt habe. Da waren (in dieser Reihenfolge) ein Skoda Kodiaq, ein Renault Megan [Hybrid], ein Suzuki Vitara und ein KIA Sorento [Hybrid].
Der Grund für diesen Wagenwechsel war ein geplatzter Reifen beim Kodiaq am Donnerstag der ersten Woche. Leider hatten die bei Europcar in Höfn keinen Wagen in der gleichen Grösse. Den brauchte ich aber, um in der zweiten Woche durchs Hochland fahren zu können.
Also versuchte ich mehrmals, auf einen Wagen der richtigen Grösse zu wechseln. Das gelang schlussendlich in Akureyri vor zwei Tagen, am Tag, an dem die Hochlandstrecke geplant war.
Ich muss sagen, die Mitarbeiter von Europcar Island waren an allen Stationen sehr hilfsbereit und versuchten, für mich die beste Lösung zu finden. Deshalb auch der Umstieg vom Renault Megan auf den Suzuko Vitara in Egilsstaðir. Der war zwar auch noch klein, aber immerhin ein 4×4 Geländewagen. Das machte es für bestimmte Strecke im Nordosten etwas leichter.

Der Grund für diesen Mangel an grossen Mietwagen (respektive an Mietwagen generell) in Island ist wieder einmal CORONA. Als letztes Jahr die Tourismusindustrie in Island wegen Lockdown und Grenzschliessung praktisch zum erliegen kam, verkleinerten die Mietwagenfirmen ihren Wagenpark drastisch, um Kosten zu sparen. Mit dem Anziehen des Tourismus im Juni dieses Jahres fehlen diese Wagen nun und können leider nicht so schnell wieder eingekauft werden. Das hat zudem die ohnehin schon hohen Mietpreise zusätzlich in die Höhe getrieben. Aber das betraf mich dieses Mal nicht, weil ich die Reise schon letztes Jahr gebucht hatte.

Morgen früh um 0720 Ortszeit (Island liegt im Sommer 2 Stunden hinter der Schweiz) geht mein Flug nach Zürich. Das gibt eine kurze Nacht, denn mein Prozedere hier ist immer das Gleiche: um 04:00 aufstehen und um 04:30 mit dem Gepäck zum Check-In. Es soll wegen der vielen Kontrollen von COVID-Dokumenten zu Verzögerungen kommen. Also besser früh dort sein. Icelandair hat mir heute Abend deswegen extra eine SMS gesandt.
Nach der Gepäckaufgabe gehe ich zurück ins Hotel und frühstücke (gibt’s hier ab 05:00). Danach geht’s zurück zum Flughafen und durch die Security ans Gate.

Erste Bilder von heute sind wie immer in der Bildergalerie zu finden.

Krýsuvík
Krýsuvík

Island Sommer 2021: Kein TShirt Wetter im Süden

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Das Wetter ist ziemlich konstant hier im Süden: definitiv kein TShirt Wetter.
Die Nacht durch hat es geregnet und als ich heute morgen aufstand, wechselten sich nasse und trockene Perioden ab, je nachdem, wie der Wind die Wolken vor sich her blies. Und das blieb so bis heute Abend.
Morgen soll es vorwiegend trocken bleiben, und ab und zu soll sogar die Sonne durchbrechen. Mal sehen.
Die Temperaturen bleiben um die 12 Grad.
Das erste Mal, dass ich auf dieser Reise wind- und regenfeste Klamotten anziehen musste. Aber ich komme immer noch ohne Mütze und Handschuhe aus. So mag ich Island.

Ich mag zwar das kühle und oft windige Wetter hier, auch wenn es gelegentlich waagerecht regnet.
Allerdings hat das oft zur Folge, dass kaum vernünftige Bilder möglich sind. Gestern im Hochland konnte ich nicht überall fotografieren, weil sonst die Linse innert Sekunden nass vom Regen (der wegen dem Wind waagerecht daher gekommen ist) gewesen wäre und man auf den Bildern sowieso nichts mehr hätte erkennen können.
Ergo gibt’s an solchen Tagen zahlenmässig eher weniger Bilder.

Heute konnte ich aber zumindest den Besuch beim grossen Geysir nachholen, den ich gestern wegen Starkregen ausgelassen hatte.
Der grosse Geysir im Heisswassertal Haukadalur (Tal der Greifvögel) ist eine der drei touristischen Attraktionen der Goldenen Kreises (Golden Circle). Die anderen sind der Wasserfall Gullfoss und der Nationalpark Þingvellir.

Der Witz dabei ist bloss: Die Touristen kommen nicht wegen dem grossen Geysir, sondern wegen dem Strokkur. Der grosse Geysir bricht nämlich nur sehr selten aus. Das letzte Mal geschah das im Jahr 2000. Der Strokkur hingegen, der nur ein paar Meter neben dem grossen Geysir liegt, schiesst seine Wassersäule alle 7 bis 10 Minuten in die Luft.
Um diese Unterscheidung zu verstehen, muss man wissen, dass sowohl Geysir wie auch Strokkur isländische Namen für diese beiden Springquellen sind.
Der Begriff Geysir ist vom isländischen Wort geysa „herausspritzen, sich ergießen“ abgeleitet (was wiederum das Frequentativum des Verbs gjósa „sprudeln, ausbrechen“ ist), wurde im 17. Jahrhundert geprägt und bezeichnet generell geothermale Springquellen ähnlicher Art, wie sie in anderen Teilen der Welt erst im 19. Jahrhundert allgemein bekannt wurden. (Wikipedia)
Somit wurde der grosse Geysir zum Namensgeber aller solcher Springquellen auf der Welt.
Strokkur hingegen bedeutet einfach nur „Butterfass“. Seine regelmässigen Ausbrüche (ca alle 7 bis 10 Minuten) können Wassersäulen bis 25 Meter in die Luft schleudern. Oft sind es aber nur ca 10 Meter. Insbesondere, wenn wie heute ein starker Wind bläst, wird das Wasser vom Wind weggetragen, bevor es wirklich hoch schiesst. Es ist deshalb auch ratsam, den Wind zu beobachten, wenn man sich für ein Bild am Strokkur bereit macht. Es könnte sonst beim nächsten Ausbruch in einer warmen Dusche enden…
Manchmal folgt nach einem kleineren Ausbruch einige Sekunden später ein zweiter.

Neben diesen beiden Geysiren gibt es an dem Ort noch mindestens sechs weitere, kleinere Springquellen. zB den Litli Geysir (kleiner Geysir) und den Litli Strokkur (kleines Butterfass).
Die meisten sind aber wie der grosse Geysir „schlafend“. Das heisst, es gab seit längerer Zeit (Jahrzehnte oder länger) keinen Ausbruch mehr. Trotzdem ist das Wasser dieser Quellen überall heisser als 100 Grad und es brodelt und dämpft überall in dem Gelände. Ausserdem liegt über dem Gelände permanent ein leichter Schwefelduft.

Nachdem der Regen auch hier nach einer gewisser Zeit wieder so stark wurde, dass ich keine vernünftigen Bilder mehr machen konnte, verzog ich mich ins nahe gelegene Restaurant (das gleicht eigentlich eher eine grossen Autobahnraststätte mit ebenso grossem Souvenirshop), und genehmigte mir einen Kaffee mit Beilage.

Da ich schon auf der Hinfahrt einen kurzen Zwischenhalt beim Faxi Wasserfall eingelegt und dort ein paar Bilder geschossen hatte, fuhr ich zurück zum Sel Guesthouse und begab mich dort auf Erkundungstour zu Fuss um den Bauernhof herum. Bis mich auch hier der Regen eingeholt hatte…

Ich habe die regenfreien Phasen ganz gut nutzen und einige Bilder schiessen können. Die ersten davon sind bearbeitet und in die Bildergalerie hochgeladen.

Stay tuned.

Strokkur
Strokkur

Island Sommer 2021: Durch das Hochland nach Süden

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Als ich heute in Akureyri um sieben aufstand, war der Himmel zwar bewölkt und der Wind hatte tüchtig zugelegt, aber ich empfand es nicht zu kalt.

Nach dem Frühstück und Check-Out im Hotel fuhr ich erst einmal zur hiesigen Europcar-Zentrale, um nachzufragen, ob die mir vielleicht hier wieder einen grösseren Wagen geben können, nachdem in Höfn und Egilsstaðir keine Wagen in der Grösse verfügbar gewesen waren, die ich ursprünglich gemietet hatte.
Und dieses Mal hat es geklappt. Ich habe nun zum dritten Mal auf dieser Reise den Mietwagen gewechselt und fahre somit nun den vierten verschiedenen Wagen, einen KIA Sorento.

Also nahm ich, wie ursprünglich geplant, die Hochlandstrasse Kjölur oder auch Kjalvegur (F35), um in den Süden zu fahren.
Diese Strecke ist zwar um einiges kürzer als der Weg auf der Ringstrasse (Hringvegur oder auch Þjóðvegur 1), aber dadurch, dass sie nicht asphaltiert ist und in einigen Abschnitten auch ganz schön holprig daher kommt, beträgt der Zeitgewinn bloss ein paar Minuten. Der Hauptgrund für mich, durch das Kjölur Tal  zu fahren, war die Abwechslung sowie die besondere Landschaft des Hochlands. Von der letzteren hatte ich allerdings nicht sehr viel.
Schon bald, nachdem ich in die Kjalvegur eingebogen war und die ersten der rund 170 km hinter mich gebracht hatte, zeigte es sich, dass das Wetter auf dieser Fahrt wohl ziemlich harsch werden würde. Abgesehen von einer dicken und dunklen Wolkendecke herrscht ein recht starker Wind. Der war auf gewissen Abschnitten so stark, dass ich fühlte, wie das Auto durch den Wind schwankte, wenn ich anhielt. Ausserdem liessen sich die Autotüren auf der dem Wind zugewandten Seite nur mit einigem Kraftaufwand öffnen.
In der zweiten Hälfte der Fahrt, nach meiner Kaffeepause in Hveravellir, setzte dann noch Regen ein, der umso stärker wurde, je weiter ich nach Süden kam. Dazu kam, dass nach meinem Empfinden die südliche Hälfte der Kjalvegur deutlich unebener ist als die nördliche Hälfte. Man hat es permanent mit Steinen und Schlaglöchern zu tun, die man bei Regen noch weniger gut sieht. Man kommt also auch nicht wirklich schnell vorwärts: mehr als 40 km/h liegen kaum drin.
Ich hätte mir also die stundenlange Holperei eigentlich sparen können, und mein Auto wäre nun wohl deutlich weniger schmutzig. Aber eben… 😉

Am Gullfoss und dem grossen Geysir fuhr ich dieses Mal wegen dem strömenden Regen vorbei. Ich war an beiden Orten schon  zwei Mal. Im Regen hatten die keinen neuen Reiz für mich.

Nun bin ich also wieder im Sel Guesthouse (Sel í Grímsnes) abgestiegen. Auf diesem ehemaligen Bauernhof habe ich bisher jedes Mal übernachtet, wenn ich eine Rundreise in Island gemacht hatte. Hier bleibe ich zwei Nächte, bevor es dann am Sonntag auf die letzte Etappe Richtung Flughafen Keflavík geht.
Was morgen geschieht, hängt vom Wetter ab. Ich werde mich entscheiden, sobald ich nach dem Aufstehen nach draussen gegangen bin und sehe, ob es regnet oder nicht.

Trotz des garstigen Wetters habe ich auch heute ein paar Bilder geschossen. Erste fertige Bilder sind wie gewohnt in der Bildergalerie.

Stay tuned.

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Unterwegs auf der Kjalvegur (F35)

Island Sommer 2021: Im Norden Richtung Westen

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Heute hiess es also, sich vom Osten Islands zu verabschieden. Ich machte mich auf den Weg nach Akureyri.

Das Wetter war nicht mehr ganz so sonnig, aber immer noch ziemlich warm, wenn kein Wind wehte. Es zogen Wolken auf und der Wind sorgte dafür, dass sich Wolken und Sonne abwechselten.

Von Raufarhöfn fuhr ich zuerst zum Ásbyrgi Canyon. An dieser hufeisenförmigen Schlucht bin ich letztes Jahr aus Zeitgründen nur vorbeigefahren. Dieses Mal fuhr ich jedoch hinein. Es führt nur eine Strasse in den 3.5km langen Canyon, die schliesslich zuhinterst in einem Parkplatz endet. Alles andere muss man zu Fuss machen.
Der Canyon ist zudem mit Birken und Fichten bewaldet. Dieser Wald ist noch relativ jung. Die Aufforstung findet hier seit ca 40 Jahren statt. Trotzdem ist ein solcher Mischwald für Island eher selten, mit Bäumen, die nun über vier Meter hoch sind.

Auf der Weiterfahrt habe ich mich spontan dazu entschieden, als Nächstes den Dettifoss zu besuchen. Während ich letztes Jahr auf der Ostseite war, bin ich nun zur Westseite des Wasserfalls gefahren. Die Strasse im Westen (862) ist vollständig asphaltiert und auch für Busse leicht zugänglich, während die Strasse im Osten (864) eine ziemlich holprige Schotterpiste mit vielen Steinen und Schlaglöchern ist. Dort würde ich mit einem Pw oder einen Wohnmobil nicht durchfahren.
Aber egal von welcher Seite man zu dem Wasserfall kommt: Es ist jedes Mal sehr eindrücklich zu sehen, mit welcher Kraft und Wucht die Wassermassen ins die Schlucht herunter stürzen. Der Dettifoss gilt als der wasserreichste Wasserfall Europas. Auf einer Breite von 100 Metern stürzen im Durchschnitt 193 Kubikmeter pro Sekunde 44 Meter tief.
Ca einen Kilometer vor dem Dettifoss flussaufwärts fliesst Wasser zuerst über den Selfoss. Dieser ist zwar nur ca 10 Meter hoch, aber auch dieser Wasserfall bietet ein schönes Naturschauspiel.

Vom Dettifoss auf fuhr ich auf die Ringstrasse und dort alles Richtung Westen. Ich machte noch je einen Zwischenstopp beim Kratersee der Krafla und beim Goðafoss. Aber beim Námaskarð und dem Mývatn fuhr ich vorbei. Ich hatte schlicht nicht die Zeit, überall anzuhalten.

Am Goðafoss traf ich etwas an, das ich dort noch nie gesehen hatte: Das Wasser, das über den Wasserfall floss, war nicht wie gewohnt klar und blau. Es war vielmehr eine braune Brühe, wie ich sie schon vom Dettifoss kannte. Der Fluss Skjálfandafljót führte auch deutlich mehr Wasser.
Beides bestätigte mir die Meldungen, die ich in den letzten Tage immer öfters gelesen hatte: Die Flüsse im Hochland führen zur Zeit immer mehr Wasser. So viel mehr, dass einige Hochlandstrecken schon gesperrt wurden, weil man nicht mehr durch die Furten fahren kann. Und mindestens auf einer Wanderstrecke im Süden (im Þórsmörk) hat man bereits die Fussgängerbrücken eines Flusses wegen Hochwasser entfernt. Es wird eingehend davor gewarnt, im Moment ins Hochland zu gehen, da dort auch das Wetter immer schlechter wird.
Dazu muss man wissen, dass beim Goðafoss der nördliche „Eingang“ in den Sprengisandur liegt, über die Hochlandpiste F26. Und genau dort wurde vor zwei Tagen mit den Sperrungen begonnen.

Vom Goðafoss nach Akureyri waren es dann nur noch 30 Minuten Fahrt. Dabei habe ich bewusst darauf verzichtet, die Abkürzung durch den Maut-pflichtigen Tunnel zu nehmen und bin um den Berg herum gefahren.

Morgen geht es dann zurück in den Süden. Laut Wetterbericht ist es dort leider nicht mehr ganz so schön wie hier im Norden. Anfang dieser Woche gab es sogar Stürme, und im Moment regnet es offenbar immer wieder.

Erste Bilder von heute sind natürlich schon in der Bildergalerie.

Stay tuned.

Goðafoss
Goðafoss

Island Sommer 2021: Raufarhöfn, der nördlichste Ort Islands

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Heute Morgen war der Nebel von gestern Abend verschwunden und es herrscht wieder TShirt-Wetter in Ostisland: den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad. Bloss in etwas erhöhten Lagen war es mit der Unterstützung von etwas Wind unter 20 Grad.
Laut Wetterbericht soll es hier während der nächsten Tagen so bleiben.

Heute bin ich nach vier Tagen von Egilsstaðir aus weiter Richtung Norden gefahren. Mein heutiges Ziel war Raufarhöfn, die nördlichste Gemeinde Islands.

Ich hatte eine mehrstündige Fahrt durch eine wiederum wunderschöne Landschaft bei schönstem Wetter. Ich war meistens alleine auf der Strasse unterwegs und machte immer wieder einen kurzen Halt, um die eine oder andere Landschaftsaufnahme mitzunehmen.

Am Mittag machte ich in Vopnafjörður Halt, um mir in einem hübschen Café am Hafen frische Waffeln mit Schlagsahne und Eiscreme zu genehmigen. 🙂

Gegen 16:00 kam ich dann in Raufarhöfn an.
Die Gemeinde hat ca 160 Einwohner, eine Post, eine Bank, einen Hafen, einen Leuchtturm, eine Kirche, einen Friedhof und ein Hotel, ein oder zwei Gästehäuser und einen Campingplatz. Das Dorf liegt sprichwörtlich im Nirgendwo. Der nächste Arzt ist ca 40 Minuten Autofahrt entfernt, und die Einwohner von Raufarhöfn können dort an einem Tag der Woche zur Sprechstunde. Im Winter gibt es Tage, an denen das Dorf vollständig von der Aussenwelt abgeschlossen ist.

Aber das Dorf hat eine „Attraktion“, die ziemlich bekannt ist: den sogenannten „Arctic Henge„.
Dabei handelt es sich um ein 1996 geplantes arktisches Denkmal des inzwischen verstorbenen Künstlers Erlingur B. Thorodsen, dem auch das einzige Hotel im Ort gehörte. Das Denkmal befindet sich seit 2002 im Bau und ist zu 11 m hoch. Der Name Arctic Henge ist angelehnt an den Namen Stonehenge. Der isländische Name lautet Heimskautsgerði. So wie es aussieht, wird das Denkmal aber kaum je fertiggestellt. Finanziert wird der Bau im Übrigen mit Geldern aus der Tourismusförderung. Und genau da liegt sein eigentlicher Zweck: Raufarhöfn touristisch interessanter zu machen.

Eine zweite Besonderheit, von der ich erst heute Abend erfahren habe, ist der Roman Kalmann des Schweizer Schriftstellers Joachim B. Schmidt, welcher 2020 veröffentlicht wurde. Der Roman spielt in Raufarhöfn und kann zum einem Teil als literarische Hommage an diesen Ort und seine liebenswerten Bewohner gelesen werden (Quelle: Wikipedia).

Heute Abend habe ich noch versucht, beim Arctic Henge ein paar Nachtaufnahmen zu machen. Das dauerte etwas länger als geplant. Daher konnte ich nur ein Bild von heute bearbeiten und in die Bildergalerie hochlade. Für den Rest muss ich auf die Zeit nach der Reise vertrösten.

Stay tuned.

The Arctic Henge
The Arctic Henge

Island Sommer 2021: Ausflug nach Skriðuklaustur

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Als ich heute heute Morgen aufstand, schien wieder die Sonne und so blieb es den ganzen Tag. Das Thermometer kletterte auf 24 Grad. Heute war also wieder TShirt-Wetter in Ostisland.
Wie schnell sich das in Island ändern kann, zeigte sich heute Abend: Als ich um 20:30 nach dem Nachtessen das Restaurant in Egilsstaðir verliess, lag eine dicke Nebelschicht über der Stadt und die Temperaturen waren auf 12 Grad gesunken. Als ich zuvor gegen sieben ins Restaurant gegangen war, blendete mich noch die Sonne.

Für den heutigen Ausflug hatte ich zu Beginn kein besonderes Ziel. Ich wollte erst einmal um den südlichen Teil des Lagarfljót fahren und mir die Gegend dort einfach mal anschauen. Der Lagarfljót ist ein sehr langer See, an dem die Stadt Egilsstaðir liegt. Der See wird durch Gletscherflüsse des Vatnajökull gespiesen und angeblich soll darin das Seeungeheuer Lagarfljótwurm hausen.
Es dauert ca eine halbe Stunde Fahrt, um von Egilsstaðir zum Südende des Sees zu kommen. Während der Fahrt beschloss ich spontan, einem Wegweiser zu einer Sehenswürdigkeit zu folgen: Skriðuklaustur. Keine Ahnung was das war.

Es stellte sich heraus, dass ein paar Kilometer fussaufwärts nach dem Südende des Sees zwei Einrichtungen liegen: Skriðuklaustur und das Snæfellsstofa Visitor Center.
Letzteres ist das östliche Besucherzentrum des Vatnajökull Nationalparks.
Der Vatnajökull ist mit rund 8’100 Quadratkilometern Eisfläche der grösste Gletscher Europas und bedeckt 12% der gesamten Fläche Islands. Unter der Eisdecke des Gletschers liegen mehrere grosse, aktive Vulkane, die in der Vergangenheit immer wieder ausgebrochen sind.
Zuletzt war das der Bárðarbunga vom August 2014 bis Februar 2015.
Dieser Ausbruch gilt als einer der grössten in Europa in den letzten 240 Jahren. Man schätzt, dass dabei ca 1,4 Kubikkilometer Lava ausgetreten sind. Das neue Lavafeld, das dabei entstanden ist, hat ein Fläche von 85 Quadratkilometer.
Da dieser Ausbruch im abgelegenen Hochland stattfand, und dabei keine grosse Aschemengen hoch in die Atmosphäre geschleudert wurden, nahm die Welt diesen Ausbruch kaum zur Kenntnis. Im Gegensatz zu dem kleineren und viel kürzeren Ausbruch des Eyafjöll unter dem Eyafjallajökull vier Jahre vorher (März bis Mai 2010), der die Luftfahrt in ganz Nord. und Mitteleuropa lahmlegte.

Direkt neben dem Snæfellsstofa Visitor Center liegt Skriðuklaustur.
Das ist der ehemalige Landsitz des isländischen Schriftstellers Gunnar Gunnarsson. Der wurde hier in der Gegend geboren, lebte aber lange in Dänemark, bevor er sich diesen Landsitz leistete. Nach dem Wegzug der Familien nach Reykjavík ging der Landsitz an den isländischen Staat über, der heute darin ein Museum und ein Restaurant betreibt.
In dem Museum erfuhr ich unter anderem, dass Gunnar Gunnarsson sogar beim deutschen Rowohlt Verlag publiziert wurde und mindestens eines seiner Bücher in der gelben RoRoRo Reihe (die jedem Gymnasiasten deutscher Sprache bestens bekannt sein werden) herausgegeben wurde.
Auf dem Gelände von Skriðuklaustur wurden zudem von 2000 bis 2012 die Überreste eines Klosters ausgegraben, das dort von 1493 bis zur Reformation 1550 von jeweils ungefähr 5 Mönchen betrieben wurde. Auf dem Friedhof fand man die Überreste von rund 300 beigesetzten Menschen. Das Kloster hatte offenbar einen grossen Einzugskreis.

Vom Skriðuklaustur fuhr ich weiter nach Reyðarfjörður zum Islandic Wartime Museum.
Da Island keine Armee hat, richteten die Briten und die Amerikaner während dem 2. Weltkrieg auf Island Vorposten ein, um zum einen den Deutschen auf dieser strategisch so wichtigen Insel zuvor zu kommen, und zum anderen als Basis für die Jagd auf deutsche U-Boote und den Krieg in Norwegen sowie als Zwischenstopp für die Versorgungsconvoys nach Grossbritannien. Ein grosser Teil der britischen und amerikanischen Truppen wurde in Reyðarfjörður stationiert, weshalb dort noch heute einzelne Gebäude aus dieser Zeit sowie diverses Material zu finden sind.
Diese Zeit, die von vielen Isländern als Besatzung empfunden wurde und noch immer gesehen wird, wurde in diesem Islandic Wartime Museum dokumentiert. Ich hatte den Eindruck, dass die alte Weisheit, dass „jedes Land eine Armee hat; entweder die eigene oder eine fremde“ auch hier irgendwie wahr wurde.

So habe ich also heute neben einen schönen, sonnigen Tag in einer tollen Landschaft auch etwas von Islands Geschichte und Kultur mitbekommen. Ich mag solche Ausflüge, denn über seine Geschichte und Kultur lernt man ein Land am besten kennen.

P.S.: Ich habe heute gelesen, dass man davon ausgeht, dass der Stausee, der oberhalb des Stuðlagil Canyons (welchen ich gestern besuchte) liegt, in den nächsten Tagen abgelassen wird. Dabei verwandelt sich das klare, blaue Wasser nicht nur in eine braune Brühe, sondern der Wasserpegel des Flusses steigt merklich an und die Strömung wird um ein Vielfaches stärker und somit gefährlicher werden.
Ich hatte wohl Glück, dass ich den Canyon noch in seiner optisch schönsten Form angetroffen hatte.

Die ersten Bilder des heutigen Tage sind auch wieder in der Bildergalerie zu finden.

Stay tuned.

Lagarfljót
Lagarfljót