Lofoten 2019/20: Hallo 2020

Leider ist der Regen wieder zurückgekommen.
In einem solchen Fall hasse ich es, wenn eine Wettervorhersage zu genau zutrifft.
Es hat schon in der Nacht begonnen zu regnen. Und es hat den ganzen Tag durch geregnet, wenn auch nur leicht. Aber es hat gereicht, den ganzen Schnee von gestern wegzuwaschen. Die Strassen sind nun wieder ganz schneefrei.
Gegen 18:00 kam dann noch ein Sturm dazu, der jetzt gerade, während ich das hier schreiben, deutlich hörbar wütet. Gemäss Meterologen soll er in der Nacht bis zu 75 km/h stark werden.
Mich stören weder Regen noch Sturm. Aber wenn die beiden zusammen auftreten, wird’s es selbst mir zu ungemütlich. 😉
Jetzt ist’s in meinem Rorbu besonders angenehm. 🙂

Wegen dem Regen und der damit verbundenen Wolkendecke war es selbst am Mittag relativ dunkel. Man hatte das Gefühl, es müsste ungefähr 17:00 sein, aber nicht Mittag.
Da der Regen nachgelassen hatte, habe ich einen kleinen Ausflug gemacht und bin zuerst nach Kabelvåg gefahren. Danach habe ich mich noch ein bisschen in Svolvær umgesehen. Da war aber nirgends etwas los, und alles auch geschlossen, sogar die meisten Restaurants. Die Norweger nehmen die Feiertage sehr ernst.

Am Abend habe ich dann meinen Mietwagen zu Europcar in Svolvær zurückgebracht. Die Station war zwar heute geschlossen. Aber ich konnte den Wagen einfach hinstellen und den Schlüssel in einen Kasten werfen.
Der anschliessende „Spaziergang“ zurück zu meinem Rorbu dauerte rund 20 Minuten und war geprägt von grossen und tiefen Wasserpfützen in den Strassen, Schneematch auf den Trottoirs, heftigem Wind und nicht minder starkem Regen.
Als ich hier dann angekommen war, war ich leicht aufgeweicht.
Aber das war mir egal, denn ich musste nicht mehr raus. Das Abendessen habe ich mir hier selber gekocht, und so konnte ich mein Rorbu geniessen. 🙂

Morgen werde ich Svolvær und die Lofoten verlassen und mit dem Bus nach Harstad auf den Vesterålen fahren.
Von dort werde ich nach einer Übernachtung am frühen Morgen mit dem Hurtigruten-Schiff MS Vesterålen zurück nach Tromsø fahren.

Übrigens: Ich war gestern um Mitternacht noch einmal mit der Kamera draussen und habe versucht, einige Bilder von den zahlreichen Feuerwerken zu schiessen. Erste Ergebnisse habe ich heute Nachmittag bearbeitet und in der Galerie von Sylvester hochgeladen.
Und die Galerien von dieser Reise habe ich um eine erweitert, nämlich die mit den Bildern von heute.

Svolvær Torg
Svolvær Torg

 

Stay tuned

Lofoten 2019/20: Fahrt von Tromsø nach Svolvær

Nun bin ich also auf den Lofoten, genauer gesagt in Svolvær, und ich habe in einem Rorbu Quartier bezogen. 🙂

Die Fahrt mit dem Bus von Tromsø nach Svolvær dauerte siebeneinhalb Stunden, wobei darin der einstündige Mittagshalt beim Polar Park inbegriffen ist. Leider war das nicht genug Zeit, um den Park mit seinen Tieren zu besuchen. Es blieb bei einem Sandwich und etwas zu trinken.

Am frühen Morgen, als alles noch dunkel war, ging es in Tromsø um 09:00 Richtung Süden los. Und wir kamen am späten Abend, als alles schon wieder dunkel war, um 16:30 in Svolvær an. 😉
Effektiv war es aber nie wirklich taghell. Die hellste Zeit des Tages zwischen 11:00 und 12:30 war eigentlich noch Dämmerungslicht. Natürlich hatte auch das schlechte Wetter dazu beigetragen, dass es noch etwas dunkler war.
Abgesehen von ein paar kurzen Unterbrüchen regnete es auf der ganzen Strecke. Und je weiter wir in den Süden kamen, der allerdings immer noch nördlich des Polarkreises liegt (sic!), desto weniger Schnee war zu sehen.

Beim Polar Park wurde es kurz vor unserer Weiterfahrt noch ein bisschen lustig, als ein gemieteter Audi mit fünf jungen, hippen Japanern heranfuhr, und die mich fragten, wo hier der Parkplatz sei.
Wer bin ich denn? Sehe ich aus wie ein Parkwächter?
Na denn. Man ist ja nicht so (obwohl alles angeschrieben und sehr gut erkennbar war).
Ich habe sie zuhinterst auf den fast leeren Parkplatz geschickt, der komplett vereist war (wie die ganze Umgebung dort). Und wie ich vermutet hatte, hatte keiner der jungen Männer und Frauen Spikes, die man an die Schuhe hätte montieren können.
Es war schon lustig, denen bei Aussteigen zuzusehen. Das Gekreische (auf Japanisch) ging los, kaum hatten die die Autotüren geöffnet, und dauerte an, bis alle fünf in ihren stylischen, aber völlig ungeeigneten Wintermänteln und Schuhen beim Restaurant angekommen waren. Und in den Händen balancierten alle Handy und Kamera. Noch nie etwas von Taschen gehört? 😉
Es haben es übrigens alle geschafft ohne zu stürzen…
Auf die Idee, mit dem Auto zum Restaurant zu fahren, und dort vier von ihnen (vor allem die Frauen mit ihren modischen Witzen von Schuhen) auszuladen, während der Fahrer den Wagen später parkiert hätte und so der Einzige gewesen wäre, der übers Eis gemusst hätte, kamen die nicht.
Leider konnte ich die Szene nicht fotografieren. Das wäre zu sehr aufgefallen. Ich hatte schon genug damit zu tun, mein Grinsen zu unterdrücken und völlig erstaunt und voller Mitleid zu schauen.
Es versteht sich von selbst, dass ich Spikes montiert hatte, und deshalb problemlos auf dem Parkplatz herumspazieren konnte.

Hier in Svolvær schüttet und stürmt es heute Abend wie gestern in Tromsø. Morgen soll das Wetter aber besser werden, was für mich super in meine Pläne passt. Ich möchte während meines Aufenthaltes hier zumindest einmal nach Henningsvaer fahren. Dieses interessante Fischerdorf liegt auf mehrere kleinere Inseln verteilt, welche untereinander mit Brücken verbunden sind.
Als ich letztes Jahr dort war, hatte es auch ziemlich geregnet und gestürmt. Daher möchte ich noch einmal dort hin, und mir den Ort in Ruhe trockenen Fuss anschauen…
Ich kann morgen um 10:00 hier in Svolvær meinen Mietwagen übernehmen. Von da an bin ich mobil, und wenn die Wetterprognosen zutreffen, fahre ich gleich nach Henningsvaer.

Natürlich war aus dem fahrenden Bus nicht viel mit Fotografieren. Leider hält der auf Wunsch eines Einzelnen auch nicht überall an, wo man gerne ein Bild schiessen würde. Daher auch heute mehrheitlich Handyaufnahmen aus dem Bus.

on the road from Tromsø to Svolvær
on the road from Tromsø to Svolvær

 

Stay tuned

Lofoten 2019/20: Angekommen

Ich bin in Norwegen angekommen. 🙂

Der Flug von Zürich nach Tromsø mit dem Edelweiss Charter von Kontiki verlief problemlos und war fast pünktlich.
Unser Abflug verspätete sich etwas, weil am Morgen in Zürich jeweils sehr viel los ist, wenn die ganzen Langstreckenflüge reinkommen. Gleichzeitig waren vor uns noch drei Langstreckenflüge bereit, die starten wollten. Also mussten die Kleinen halt warten… 😉
Betreffend Service an Bord wurde mir wieder einmal bewusst, wie gross der Unterschied zwischen einer Schweizer Airline und den anderen sein kann. Freundlich ist man ja überall, aber darüber hinaus sind die Schweizer in Vielem halt schon besser. 🙂

Die Landung in Tromsø war schon ziemlich holprig, denn hier regnet und stürmt es im Moment ziemlich heftig. Die hatten hier weisse Weihnachten und in der Regel jeden Tag Schneefall. Aber seit heute regnet es…
Am Flughafen in Tromsø wurden wir von Vertreterinnen von Kontiki in Empfang genommen und mit Bussen zum Hotel gebracht. Offenbar lohnt es sich für Kontiki, Mitarbeiterinnen in der Wintersaison für mehrere Wochen nach Tromsø zu schicken, damit die dort die Feriengäste betreuen.

Aber ausser dem Abendessen (in der gleichen Pizzeria wie letztes Jahr) und einem kurzen Spaziergang lief heute hier nicht mehr viel. Es gab zwar noch eine Stadtführung. Aber da ich die Stadt schon etwas kenne und das Wetter nicht gerade zu Outdooraktivitäten einlädt, liess ich die ausfallen. Der Regen an und für sich würde mich ja nicht stören. Aber die sehr starken Windböen machen aus dem kleinsten Nieselregen einen veritable Dusche. Da ist man bereits nach einer Minute nass.
Es ist aber relativ warm hier: rund zwei Grad Celsius. Das und der Regen lassen den Schnee entsprechend schmelzen.

Aber nicht nur das Wetter ist etwas besonders: Es ist dunkel.
Als wir um 14:20 gelandet sind, war in Tromsø tiefste Nacht. Die Tage werden zwar auch hier wieder länger. Aber ausgehend von den Polarnächten im Dezember, in denen die Sonne 24h nicht erscheint, bedeutete das hier, dass zur Mittagszeit kurz etwas heller wird…
Ich bin mal gespannt, wie das die nächsten Tag wird.

Morgen fahre ich mit dem Bus nach Svolvær. Ich weiss noch nicht, ob ich wie im Januar in Finnland alleine im Bus sein werde, oder ob noch andere der 162 Leute, die auf dem Charterflug waren, mitkommen. Ab Tromsø scheiden sich die Programme, bis nächsten Samstag, wenn wohl wieder alle von Tromsø aus nach Zürich fliegen werden.

Heute habe ich bloss mit dem Handy ein paar Schnappschüsse geschossen. Aber auch die werde ich in eine Galerie hochladen. Ich weiss noch nicht genau, wann wir morgen Abend in Tromsø ankommen. Aber wenn ich noch Zeit habe, werde ich die Galerie dann einrichten.

Stadtrundgang in Tromsø
Stadtrundgang in Tromsø

 

Stay tuned

Lofoten 2019/20: Let’s go north

Morgen geht es los.
Ich fliege wieder in den Norden und werde Sylvester/Neujahr auf den Lofoten verbringen.

Ich fliege morgen von Zürich nach Tromsø, wo ich einmal übernachten werde.
Am nächsten Tag werde ich dann per Bus nach Svolvær gebracht.
Dort habe ich für 4 Tage ein Rorbu gemietet, also eines der kleinen, typisch norwegischen Ferienhäuser, die nach dem Vorbild der alten Fischerhütten auf Stelzen vom Ufer ins Meer hinausgebaut sind. Im Gegensatz zu den Fischerhütten sind die heutigen Rorbuer mit allem Komfort ausgestattet.
Von Svolvær aus werde ich verschiedene Ausflüge auf den Lofoten machen. Dafür habe ich mir für drei Tage einen Mietwagen reservieren lassen.
Nach dem Neujahr werde ich dann meine Rückreise antreten, und in einer ersten Etappe mit dem Bus nach Harstad fahren. Nach einer Nacht in Harstad fahre ich am frühen Morgen von dort mit dem Hurtigruten Schiff MS Vesterålen zurück nach Tromsø, wo ich noch einmal übernachten werde bevor ich dann zurück in die Schweiz fliegen werde.

Selbstverständlich habe ich meine Kamera (und noch ein bisschen mehr Ausrüstung…) dabei. Ich werde versuchen, auch von dieser kurzen Reise ein paar schöne Bilder mit nach Hause zu nehmen.
Die Ergebnisse gibt’s dann wie immer hier in den Galerien zu sehen.

Reiseroute

Stay tuned

Island 2019: Fotoupdate

Island_flagNun sind bereits drei Wochen vergangen, seit ich aus Island nach Hause gekommen bin. 🙂
Und langsam, aber sicher komme ich mit der Bearbeitung der Bilder voran.

Nun sind alle Bilder der ersten vier Reisetage bearbeitet und hier in der Galerie Island 2019 hochgeladen.

Nach und nach werden auch die Bilder der folgenden Tage kommen. Aber das braucht halt etwas Zeit.

Stay tuned.

Island 2019: Die letzte Etappe

Island_flagDieser Post wird kurz ausfallen, denn ich muss heute früh ins Bett.;-)
Morgen um 07:20 geht mein Flug nach Zürich. Da werde ich um 04:00 aufstehen, mein Gepäck am Flughafen aufgeben (es sind fünf Minuten vom Hotelausgang bis zur Gepäckaufgabe) und zurück ins Hotel zum Frühstück gehen. Das gibt es warm hier ab 04:30.
Danach werde ich gemütlich die Security passieren und am Gate auf das Boarding warten.

An meinem letzten Tag der diesjährigen Islandreise bin ich noch einmal ganz bewusst von den Hauptstrassen auf die Nebenstrassen ausgewichen und habe entlang der Südküste die ganze Halbinsel Reykjanes abgefahren. Das Wetter war nett heute, und es regnet nie. 😉
Leider haben es die französischen Raser mit ihren Luxusschlitten auch so gemacht. Wahrscheinlich, weil dort mit weniger Polizei rechneten.
Hi, hi. Aber da gab es auch ungeteerte Abschnitte mit Schlaglöchern.
Es war ein Heidenspass, einem Ferrari 308 zuzusehen, wie er versuchte, unbeschadet durch die „Mondlandschaft“ zu kommen, nachdem er wie ein Irrer viel zu schnell über die Küstenstrasse gedonnert ist und gedrängelt und überholt hat. Ich glaube kaum, dass ihm das vollständig gelang. Der dürfte seinen Unterboden überholen lassen müssen, wenn er wieder zu Hause ist… 🙂

Die heutige Nacht verbringe ich wie immer im Airport Hotel Aurora Star gleich beim Flughafen.
Und morgen geht dann die diesjährige Islandreise schon wieder zu Ende. War schön und sowieso viel zu kurz.

Heute konnte ich leider nicht so viele Bilder bearbeiten. So haben es bloss deren drei in die Galerien geschafft: Island 2019

Stay tuned.

Island 2019: Ein Ausflug an die Südküste

Island_flagHeute war wieder Islandwetter. Das heisst, von strahlendem Sonnenschein bis zu strömenden Regen war schlicht alles da.;-)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin nicht auf die Westmännerinseln gefahren. Ich war zwar am Fährterminal, weil das Wetter eigentlich gut aussah, als ich hier um 08:30 abfuhr.
Und die See war ruhig. Ich hätte also ‚rüberfahren können, und wäre bestimmt pünktlich wieder zurückgewesen. Keine Frage.
Aber als ich da auf der Hafenmauer stand und zu den Inseln hinüber blickte, sass dort die einzige schwarze Gewitterwolke weit und breit genau über Heimaey, der Hauptinsel. Es sah verdammt nass und dunkel aus dort drüben. Da entschied ich mich gegen eine Überfahrt und beschloss stattdessen, einen bekannten Ort, den Skógafoss Wasserfall zu besuchen.
Wie Recht ich mit meiner Wettereinschätzung hatte, zeigte sich zwei Stunden später auf der Rückfahrt von Skógafoss: Es begann nun auch an Land zu schütten wie aus Kübeln.
Also tat ich, was man in seiner solchen Situation in Island am Besten tut: Ich fuhr weiter. 😉

Auf dem Parkplatz beim Skógafoss traf ich dann unerwartet auf ganz besondere Fahrzeuge, die man in Island nicht unbedingt erwartet.
Dort war offenbar ein Streckenposten einer Ralley für gut betuchte Pensionäre aus Frankreich und Belgien. Die Autos waren alle entweder sehr teuer oder sehr alt, fast so alt wie ihre Fahrer vom Typ Flavio Briatore: Solariumbräune unter den weissen Haaren, Designerjeans und – jacken, Goldkettchen und sackarrogant im Benehmen. Dazu die passenden Frauen im gleichen Stil, bei denen die monatliche Bottoxbehandlung längst nur noch zur Fratzenbildung beiträgt, aber ganz sicher nicht zur Schönheit. 😉
Entsprechend sind die dann auch auf den Strassen gefahren. Wären besser in Monaco geblieben…
Aber die Autos waren schön. 🙂

Unterwegs fotografierte ich dann noch den berühmten Zaun an der Ringstrasse, an dem zig BHs hängen. Irgendwie muss jede Frau, die dort hält und den Zaun fotografiert, einen BH hinhängen. Von den Männern werden natürlich andere Unterwäsche-Teile erwartet. Keine Ahnung vorher die Tradition kommt und zu was es gut sein soll. Aber sieht lustig aus.
Ich bin deshalb nicht ausgestiegen und habe den Zaun nur durch die Windschutzscheibe fotografiert…

Die heutige Nacht verbringe ich noch einmal im im Sel Guesthouse. Morgen nehme ich dann die letzte Etappe der diesjährigen Reise in Angriff, die nach einer Fahrt über die Halbinsel Reykjanes am Flughafen Keflavík enden wird, wo ich meinen Mietwagen zurückgeben werde.
Und von dort werde ich am Samstagmorgen um 07:20 nach Hause fliegen.

Auch vom heutigen Ausflug habe ich ein paar Bilder bereits bearbeitet und in die Galerien hochgeladen: Island 2019

Stay tuned.

Island 2019: Doch noch Nordlichter

Island_flagHeute war Islandwetter. 😉
Das heisst, man konnte den Spruch „Wenn Dir das Wetter nicht gefällt, warte 15 Minuten oder fahre 10 Kilometer“ anwenden.
Den ganzen Tag über war es zwar bewölkt, aber es hatte auch ein ganz klein wenig Wind. Der sorgte dafür, dass die Wolken immer wieder aufrissen und die Sonne durchkam. Und wenn es mal ein bisschen regnete, war es sehr lokal.

Heute bin ich etwas über 200 Kilometer in gut sieben Stunden gefahren. Wie gestern schon geschrieben, bin ich bewusst nicht der schnellen Hauptstrasse entlang gefahren, sondern bin über Land, was auch wieder ein paar Streckenabschnitte „Schlagloch-Hopping“ bedeutete. Allerdings waren diese Strassen im Vergleich zu denen auf den Westfjorden richtiggehend einfach zu fahren.

Ich habe einige Halte eingelegt. Zum Teil, um Orte zu besuchen, die ich schon kannte, und andere, die neu für mich waren. Einige der Orte bin ich ganz spontan angefahren, obwohl ich es eigentlich nicht geplant hatte.
Und ab und zu entdeckte ich auch Orte beim Vorbeifahren. 🙂

So zum Beispiel den Trollpfad beim Fossatún Country Hotel. Entlang dieses Pfades waren nicht nur Figuren, die Trolle darstellten, sondern auch Tafeln, auf denen kurze Geschichten über Trolle aus der isländischen Mythologie standen.

Nun bin ich wieder im Sel Guesthouse abgestiegen und werde für zweio Nächte hier bleiben. In diesem Gästehaus, das im Wesentlichen ein umfunktionierter Bauernhof ist, bin ich nun zum dritten Mal. Auch bei meinen beiden letzten Islandreisen bin ich irgendwann hier gelandet.

Und das Sel enttäuscht nie. Nicht nur wegen der Unterkunft, die dieses Mal ein ganzes Chalet ist, das ich für mich alleine habe.

Nein, heute Abend wurde der „Nordlicht-Fluch“ dieser Reise gebrochen. Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, dass es mir auf dieser Reise nicht vergönnt gewesen wäre, Nordlichter sehen und fotografieren zu können, Das Wetter war einfach nie gut dafür gewesen. Sobald der Himmel bewölkt ist, sieht man nichts.
Nun, bin ich gegen zehn Uhr noch einmal raus um ein paar Nachtbilder zu machen und da rissen die Wolken kurzzeitig auf und der Himmel wurde für kurze Zeit grün. 🙂

Morgen habe möchte ich auf die Westmänner-Inseln, die vor der Südküste von Island liegen. Die Fahrt von hier zu Fähreanlegestelle ist bloss eineinhalb Stunden, und die Überfahrt dauert ca 40 Minuten.
Das mache ich aber nur, wenn das Wetter wirklich gut ist. Sollte Sturm in der Luft liegen (was im Süden öfters vorkommt), dann werde ich darauf verzichten. Ich möchte nicht riskieren, auf den Inslen sitzenzubleiben.
Das werde ich mir morgen früh deshalb genau anschauen. 😉

Ein erste Nordlicht-Bild und andere Eindrücke von heute sind auch schon bearbeitet und ich die Galerien hochgeladen: Island 2019

Stay tuned.

Island 2019: Und wieder Richtung Süden – Adieu Westfjorde

Island_flagNun, der Regen ist zurückgekehrt. Und hat dabei zumindest am Morgen seinen Kumpel, den Nebel auch gleich mitgebracht…
Allerdings regnete es nicht sehr lange und der Nebel verzog auch bald einmal. Es blieb den ganzen Tag bewölkt, aber die Wolken rissen immer wieder auf und liessen ein paar Sonnenstrahlen durch.
Und es blieb warm. Es ist ganz allgemein deutlich wärmer als vor einem Jahr zur gleichen Jahreszeit. Das ist offenbar nicht nur mein Eindruck. Auch die Einheimischen meinen, dass es im September eigentlich deutlich kühler sein sollte.

Für die gut 150 Kilometer Fahrt brauchte ich heute nicht ganz drei Stunden. Die ganze Strecke war geteert (für mich inzwischen fast ungewohnt), und ausser ein paar Schafen hatte es kaum Verkehr auf der Strasse. Von den üblichen Fotostopps abgesehen als kaum Verzögerungen.

Apropos Schafe: In ganz Island muss man von Frühling bis Herbst immer damit rechnen, dass sich Schafe auf oder neben der Fahrbahn befinden.
Ein guter Grund, das Tempolimit von 90 km/h auf den geteerten Hauptstrassen (und weniger auf Nebenstrassen) nicht zu überschreiten und seine Augen offen zu halten. Die  Viecher sind tatsächlich überall, Zäune hin oder her.

Hier beim Hraunsnef habe ich heute darauf verzichtet, auf den Grábrók zu gehen. Das Wetter und das Licht waren ähnlich wie letztes Jahr. Das hätte mir also keinen neuen Bilder gebracht. Falls morgen die Sonne scheint, gehe ich vermutlich noch einmal hoch. Aber nur wenn die Sonne scheint.

Stattdessen bin ich zum Glanni Wasserfall gegangen. Ca eine Viertelstunde zu Fuss ab dem Parkplatz erreicht man ein Plattform, von der aus man sehr gut auf den Wasserfall sieht.
Ich bin dann noch einmal zehn Minuten weiter durch die herbstlich Lavalandschaft gegangen, bis ich einen kleinen See erreichte, der doch tatsächlich „Paradies“ heisst. Sogar auf Google Maps findet man ihn unter dem Namen „Paradísarlaut„.

Morgen habe ich wieder ein etwas längere Strecke nach Skálholt vor mir. Die Strecke ist deshalb länger, weil ich bewusst die Hauptstrassen verlasse und über Land fahre. Das beinhaltet auch einige nicht geteerte Streckenabschnitte, die erfahrungsgemäss um Einiges langsamer gefahren werden müssen.

Die ersten Bilder vom Glanni und dem Paradies (und ein paar Schafen) habe ich in die Galerien geladen: Island 2019

Stay tuned.

Island 2019: Tagesausflug nach Djúpavík

Island_flagHeute schien die Sonne den ganzen Tag. Erst gegen Abend zogen die Wolken auf, und es gab einen kurzen Wolkenbruch. Die Temperaturen lagen tagsüber an der Küste bei 14 Grad Celsius. Das ist ziemlich warm für diese Jahreszeit.

Aufgrund des schönen Wetters entschloss ich mich spontan, den Ort Djúpavík zu besuchen. Dort gibt es ein Hotel und eine verlassene Heringsfabrik. Das Hotel ist das ganze Jahr durch geöffnet, falls es dann jemand im Winter dorthin schaffen sollte.
Offenbar gibt es nur drei Menschen, die das ganze Jahr dort wohnen: das Besitzerehepaar des Hotels und deren Schwiegersohn.
Allerdings ist es auch ohne Schnee zu empfehlen, für die Fahrt ein etwas grösseres, geländegängiges Auto zu benutzen. Auch wenn es Berichte gibt, nach denen es Leute auch mit einem kleinen KIA C’eed nach Djúpavík geschafft haben sollen. Die Fahrt hin und zurück sind über hundert Kilometer über eine Piste, auf der es von Schlaglöchern nur so wimmelt… 😉

Von Djúpavík aus fuhr ich dann aber nicht zurück nach Drangsnes, sondern weiter nach Hólmavík, um mir dort das Museum für isländische Zauberei und Hexerei anzuschauen.
Ich muss gestehen, ich hatte eine Show für Touristen erwartet.
Stattdessen war da eine sorgfältig gestaltete Ausstellung über die Zeit der Verfolgung von Hexen und Zauberer in Island.
Diese beschränkte sich im Grund auf das 17. Jahrhundert. Danach war die Christianisierung von Island soweit fortgeschritten, dass es keine diesbezüglichen Anschuldigungen, Prozesse und Hinrichtungen gab. Aber während des 17. Jahrhundert wurden in Island 21 Personen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Und das in einem Land, in den es so gut wie keine Wälder gibt, und grössere Mengen an Holz importiert werden musste (und immer noch muss).
Eine weitere Besonderheit in Island ist, dass unter den 21 Hingerichteten nur eine Frau war. Während also in Europa überall den Hexen der Prozess gemacht wurde, war die Zauberei in Island Männersache.
Das Museum zeigt aber auch Dokumentationen und Artefakte der Zauberei. So werden Zauber- und Opfersteine gezeigt, sowie Runen und Zeichen erklärt, und es gibt eine Sammlung der gebräuchlichsten Zaubersprüche.
Dank dem bin ich nun also im Besitz eines Zaubers, der mich unsichtbar machen kann. Es gibt eine genaue Anleitung, was dafür wie zu tun ist, und welche magischen Sprüche aufzusagen sind… 😉

Morgen verlasse ich die Westfjorde und fahre wieder südwärts. Mein Etappenziel ist das HRAUNSNEF SVEITAHÓTEL in der Nähe von Borgarnes.
Falls es Wetter und Zeit zulassen, werde ich dort noch das Grábrók-Kratersystem besuchen. Das sind drei erloschene Vulkankrater, bei denen ich schon einmal war. Aber damals hatte es bei meinem Besuch geregnet. 

Auch heute habe ich erste Bilder bereits bearbeitet und in die Galerien geladen: Island 2019

Stay tuned.